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Der Dreh-Drück-Steller bleibt, die Preise steigen - Facelift BMW 3er (2023)

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 17.05.2022 Holger Wittich, Uli Baumann, Gregor Hebermehl

BMW verpasst mit dem 3er seinem wichtigsten Modell ein Facelift. Das macht vor allen Dingen das Cockpit moderner.

© BMW

Jeder siebte verkaufte BMW ist ein 3er, womit 14 Prozent aller verkauften BMWs aus dieser Modellreihe kommen. Trotz der anhaltenden SUV-Schwemme ist der 3er weltweit BMWs wichtigstes Auto. Der deutsche Kunde greift dabei besonders gern zum Touring genannten Kombi – hierzulande bevorzugen 50 Prozent der Kunden die familienfreundliche Transport-Variante. Die aktuelle Baureihe G20 (Limousine)/G21 (Touring) liefern die Bayern seit 2019 aus. Jetzt haben sie ihrem Verkaufsstar ein optisches Facelift und ein digitales Update verpasst.

Niere bleibt fast unangetastet

Gute Nachricht für den Geschmack der vermutlich meisten Kunden: Der Nierengrill bleibt so groß, wie er ist. Je nach Sichtweise bekommt der 3er die Riesenniere des 4er leider nicht – oder sie bleibt ihm zum Glück erspart. Die Frontscheinwerfer sind neu geformt, womit der Übergang von Schweinwerfer zur Niere etwas anders aussieht als bisher: An der Übergangsstelle ist die Niere etwas eckiger. Auch die Leuchtelemente im Scheinwerfer sind neu und jetzt wie liegende L geformt, wobei der L-Längsbalken oben angeordnet ist. Deutlich größer geworden ist der untere Lufteinlass – er reicht höher als bisher. Das lässt die Front des 3er kräftig wirken. Für eine Breitenwirkung ziehen sich schwarze Akzente nach außen, bis zu senkrechten Lufteinlässen, die eine Art optische Klammer bilden.

In der Seitenansicht bleibt der 3er sowohl als Limousine als auch als Touring so wie er ist. Immerhin gehören bei der Limousine jetzt 17-Zoll-Räder zum Serienumfang.

Heck nimmt Frontmerkmale auf

Am Heck haben die Designer wiederum durchgegriffen: Die senkrecht stehenden Außenschlitze von vorn bilden auch hinten eine optische Klammer. Hier umrahmen sie aber keine Luftöffnung, sondern jeweils ein schmales Katzenauge. Außerdem ist der schwarze Diffusor-Einsatz größer als bisher und der Außendurchmesser der Endrohrblenden wächst um zehn Millimeter. Zudem bekommen diese Blenden jetzt immer die Farbe der Frontgrills. Beim Blick von hinten fällt auch die neue Haifisch-Antenne auf: Das Gehäuse ist jetzt flacher, insgesamt größer und mit einem mittig verlaufendem Steg versehen. Die Ingenieure mussten dort mehr Technik unterbringen, damit der Empfang für die digitalen Systemeim Innenraum immer top ist.

Großer Bildschirm – wenig Knöpfe

Im Cockpit sitzt mit dem großen gebogenen Doppelbildschirm die größte technische Neuerung, die der 3er im Rahmen des Facelifts bekommen hat. Der Beifahrer kann den rechten Bildschirm zwar problemlos einsehen und bedienen, aber die Anzeige ist etwas zum Fahrer geneigt – das fahrerorientierte Cockpit bleibt also auch im Zeitalter der großen Bildschirme erhalten. Im Hintergrund arbeitet dabei BMWs neuestes Betriebssystem OS8 (Operating System 8). Und der Bildschirm sorgt auch dafür, dass aus der Mittelkonsole ein großer Teil der Knöpfe verschwindet – die Bedienung vieler Funktionen erfolgt jetzt über Touchflächen am Bildschirm. Selbst die Bedienung der Klimaanlage gehört dazu, wobei deren Bedienflächen immer auf der Anzeige zu sehen sind. Zu den fünf verbliebenen echten Knöpfen zählt der Schalter für die Warnblinkanlage und als sechstes mechanisches Bedienelement sitzt der Drehknopf für die Lautstärke ganz links in der Knopfleiste.

Gangwahl-Schiebeschalter

Und wer im Zuge der Einzuges des großen Touch-Doppelbildschirms befürchtet hat, dass BMW damit den Dreh-Drücksteller in der Mittelkonsole einspart, kann sich entspannen: Der Dreh-Drücksteller bleibt erhalten. Allerdings gibt es für die Automatik keinen Gangwahlhebel mehr, den haben die Designer durch einen kleinen Schiebeschalter ersetzt. Bei den Sitzbezügen bietet BMW auch das Material Sensatec an. Dabei handelt es sich um ein Kunstleder, das wie Leder aussieht, sich wie Leder anfühlt und auf dem der Insasse wegen der Perforation mit vielen kleinen Luftlöchern auch nicht schwitzen soll.

An den Antrieben ändert sich im Zuge des Facelifts nichts. Es gibt nach wie vor vier Benzin- und vier Dieselvarianten sowie Plug-in-Hybrid-Versionen. Alle Verbrenner sind weiterhin an eine Achtgang-Automatik gekoppelt.

Mehr Serienausstattung für mehr Geld

Die Ausstattungen Luxury Line und Sport Line entfallen, dafür kommt zum M Sportpaket (Sportfahrwerk, Sportlenkung eigenständige Leichtmetallräder und ebenso eigenständige Designmerkmale an der Front) jetzt das M Sportpaket Pro hinzu. Dieses umfasst zusätzlich zum M-Sportpaket eine M-Hochglanz-Shadow-Line, zu der ein schwarzer Nierenrahmen und schwarz verchromte Endrohrblenden gehören, sowie die M-Leuchten-Shadow-Line, eine M-Sportbremsanlage mit roten Bremssätteln, einen schwarzen M-Heckspoiler für die Limousine und Sicherheitsgurte mit Kontrastnähten in den M-Farben.

Außerdem wächst die Serienausstattung des 3er um eine Dreizonen-Klimaautomatik, einen automatisch abblendenden Innenspiegel, eine Ablagepaket und die Park Distance Control (PDC) mit Sensoren an Front und Heck sowie um das BMW Live Cockpit Plus einschließlich Navigationssystem BMW Maps. Die Mehrausstattung schlägt sich in erhöhten Preisen nieder. Die starten bei 43.900 Euro (bisher: 39.350 Euro) für die 318i Limousine und 45.000 Euro (bisher 40.900 Euro) für den 318i Touring.

Die Auslieferungen des neuen BMW 3er Facelifts beginnen ab Juli 2022.

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