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Der Stärkste, der Größte, der Schnellste - 125 Jahre Diesel der Extreme

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 28.02.2017 Uli Baumann
Stärkster Zwölfzylinder: Audi V12 TDI - mit sechs Liter Hubraum kommt der V12 auf 500 PS und 1.000 Nm Drehmoment. Der Stärkste, der Größte, der Schnellste - 125 Jahre Diesel der Extreme

Der Dieselmotor wird 125 Jahre alt und in dieser Zeit hat er sich mächtig entwickelt. Moderne Selbstzünder sind dem Klischee des phlegmatischen Antriebs schon lange entwachsen. Diesel gelten als Verbrauchswunder, erobern aber auch Sportwagen und Cabrios. Wir haben die Extrem-Diesel zusammengetragen.

Am 27. Februar 1892 hatte Rudolf Diesel beim Kaiserlichen Patentamt seine Schutzschrift für den Dieselmotor eingereicht. Das Patent mit der Nummer 67207 feiert jetzt seinen 125. Geburtstag. Der Siegszug des Diesels als sparsamer Verbrennungsmotor und zuletzt auch überaus potenter Antrieb scheint aber durch die aktuelle Abgasdiskussion angeknackst zu sein. Der Selbstzünder steckt in der Krise. Wir blicken zurück auf die Dieselentwicklung.

Spätestens seit die Motorenentwickler Direkteinspritzung und Turboaufladung im Dieselmotor kombiniert hatten, war die Erfolgsgeschichte des Selbstzünders im Pkw-Bereich nicht mehr aufzuhalten. Das Kraftfahrtbundesamt meldet mit den Bestandszahlen zum Stichtag 1.1.2016 einen Pkw-Dieselanteil von 32,2 Prozent. Insgesamt sind nach Angaben des KBA zum Stichtag rund 14,5 Millionen Diesel-Pkw auf deutschen Straßen unterwegs.

Mit Lade- und Einspritzdruck zum Leistungsgipfel

1936 brachte Mercedes im 260D zeitgleich mit dem Hanomag Rekord den ersten Selbstzünder an den Start. 45 respektive 35 PS sorgten für Vortrieb, aber nicht unbedingt für Fahrdynamik. 1978 war es wieder Mercedes die den Selbstzünder im Pkw mit Turboaufladung kombinierten. Der 121 PS starke 300 SD war für den US-Markt bestimmt und sollte dort den Flottenverbrauch drücken. So richtig massentauglich wurde der Turbodiesel 1982 mit der Vorstellung des VW Golf GTD. Der Lader peitschte den bislang trägen 1,6-Liter-Selbstzünder auf 70 PS und 133 Nm. Der GTD war damit schnell und sparsam.

Im Fiat Croma debütierte dann 1988 die Diesel-Direkteinspritzung. Von da an ging es mit der Leistung des Selbstzünders steil bergauf. Die Einspritzdrücke stiegen von rund 700 auf nunmehr 2.200 bar an. Die Lader beaufschlagen aktuell mit bis zu 3,2 bar (Audi 3.0 TDI, 326 PS) die Brennräume. Auf den Single-Turbo folgte der Bi- und dann im BMW M550d sogar der Tri-Turbo. Weiteres Dieselpotenzial setzen elektrische Booster frei, wie sie jetzt erstmals im Audi SQ7 zum Serieneinsatz kommen. VW gibt für seinen kommenden dreifach aufgeladenen Zweiliter-Vierzylinder satte 272 PS an. Ohne Lader geht nichts mehr, gerade aus abgastechnischer Sicht. Mit den SDI-Motoren aus dem VW-Konzern sind Ende 2010 auch die letzten Saugdiesel vom Markt verschwunden.

Aufgetaucht sind dagegen Selbstzünder in der Rennszene. Siege in LeMans, auf dem Nürburgring, bei der Dakar oder in der Tourenwagenweltmeisterschaft zeigen das sportliche Potenzial der Dieseltechnologie.

In der Fotoshow haben wir versucht, die extremsten Diesel der Welt zusammenzutragen. Sollten Sie noch den ein oder anderen Selbstzünder in unserer Aufstellung vermissen, tragen Sie ihn einfach in die Kommentare ein.

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