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Diese Länder planen Verbrenner-Verbote - Diesel- und Benzin-Motoren

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 24.01.2019 Thomas Harloff
© Aston Martin

Deutschland gehört noch nicht dazu. Nämlich zu jenen Ländern, die bereits ein konkretes Datum nennen, wann keine Autos mehr mit Verbrennungsmotoren verkauft werden sollen. Es gibt zwar den von der Bundesregierung im November 2016 beschlossenen Klimaschutzplan 2050. Darin heißt es, dass der Verkehrssektor im Jahr 2050 nahezu unabhängig von Kraftstoffen mit fossilem Kohlenstoff sein soll – und damit weitgehend treibhausgasneutral. Konkrete Ausstiegsszenarien für den Verbrennungsmotor sind darin aber nicht benannt. Nur die Grünen nennen eine konkrete Jahreszahl für den Ausstieg: „Ab dem Jahr 2030 wollen wir nur noch abgasfreie Neuwagen zulassen“, heißt es auf der Internetseite der Oppositionspartei.

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Nordeuropa plant fast geschlossen den Ausstieg

Die Regierungen anderer europäischer Länder haben sich bei diesem Thema klarer positioniert. Neuerdings gehört auch Schweden zu jenen Nationen, in denen ab 2030 keine Neuwagen mit Verbrennungsmotoren mehr verkauft werden sollen. Das verkündete Ministerpräsident Stefan Löfven in einer Regierungserklärung. Damit wolle das skandinavische Land seine Bemühungen verstärken, die Ziele des Pariser Weltklimaabkommens einzuhalten. Gleichzeitig soll die Ladeinfrastruktur für elektrifizierte Autos ausgebaut werden.

In Nordeuropa gibt es generell eindeutige Tendenzen in diese Richtung. Beispiel Dänemark: Auch dort soll von 2030 an der Verkauf von neuen Autos mit Benzin- oder Diesel-Motor verboten werden. Das sei ein klares Signal an die EU, die Automobilindustrie und den Rest der Welt, sagte Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen im Oktober 2018 im Parlament. Bis 2050 will Dänemark gar erreichen, dass das Land komplett auf fossile Energieträger verzichten kann.

Kein hartes Verbrennerverbot in Norwegen

Verwirrung gab es in Norwegen. Im Sommer 2016 hieß es, das Land wolle schon 2025 Neuzulassungen von Autos mit Verbrennungsmotor verbieten – bis ein Dementi aus dem Verkehrsministerium kam. Die konservativ-liberale Regierung in Oslo wolle lieber Anreize schaffen und die Bürger zum Kauf von umweltfreundlichen Fahrzeugen ermutigen. Mit großen Steuervorteilen für elektrifizierte Autos und anderen Privilegien, zum Beispiel das Benutzen von Busspuren, setzt Norwegen dieses Vorhaben schon seit vielen Jahren um. Mit dem Ergebnis, dass inzwischen fast die Hälfte aller neu zugelassenen Pkw Elektroautos oder Plug-in-Hybride sind. Das wird der Regierung nun zu viel, weshalb sie die Steuervorteile schrittweise zurückfahren möchte.

Die Niederlande wollen von 2030 an nur noch emissionsfreie Autos für den Straßenverkehr zulassen. Gleichzeitig will die Regierung für eine ausreichende Ladeinfrastruktur sorgen und alle Kohlekraftwerke stilllegen. Auch die ohnehin schon sehr guten Bedingungen für Radfahrer sollen deutlich verbessert werden.

Frankreich und Großbritannien wollen 2040 nachziehen

Frankreich erwägt einen Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor im Jahr 2040. Zumindest gab Umweltminister Nicolas Hulot dieses Ziel im Sommer 2017 bekannt. Einen entsprechenden Regierungsbeschluss gibt es allerdings noch nicht. Ein Sonderfall ist die Hauptstadt Paris. Die dortigen Pläne besagen, dass Dieselautos bereits nach den Olympischen Sommerspielen 2024 und Benziner ab 2030 aus der Metropole verbannt werden sollen.

2040 ist auch in Großbritannien das Zieljahr für das Verbot von Neuwagen mit Verbrennungsmotoren, unter das dort auch Hybridautos fallen sollen. Ziel der Regierung ist es, dass bis 2050 alle Diesel- und Benzinfahrzeuge von den britischen Straßen verschwinden.

Indien plant, ab 2030 nur noch Elektroautos neu zuzulassen, genau wie Island. In Taiwan soll es 2040 soweit sein, ebenso im US-Bundestaat Kalifornien.

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