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Elektroautos im Reichweitentest: Wie weit kommt man wirklich?

männersache-Logo männersache 26.03.2019 maennersache
Elektroauto (BMW i3) an einer Ladestation © Bereitgestellt von Bauer XCEL Media Deutschland KG Elektroauto (BMW i3) an einer Ladestation

Die Versprechen der Hersteller sind verlockend: 400, 500 Kilometer Reichweite und mehr. Aber sind diese Zahlen realistisch? Wie weit kommt man mit Elektroautos wirklich? Unsere Kollegen der AUTO ZEITUNG haben acht Modelle getestet.

Um ein möglichst praxisnahes Testumfeld zu schaffen, wurden die Stromer durch einen Mix aus Stadtverkehr Landstraßen und Autobahn (Vollgas) geschickt.

Getestet wurden acht Modelle, vom Tesla Model 3 bis zum Smart EQ Fortwo.

#1: Tesla Model 3

Der Tesla Model 3 wird für den Massenmarkt gebaut: Elektromobilität von Elon Musk, die deutlich weniger kostet als das Flaggschiff Model S.

Günstig ist aber auch das Model 3 mit 55.400 Euro nicht wirklich. Da ist es dann schon ärgerlich, wenn auch die versprochene Reichweite nicht erreicht wird.

Zwar kommt der neue Tesla mit 382 gefahrenen Kilometern am weitesten, versprochen wurden allerdings 530 Kilometer und mehr.

#2: Opel Ampera-e

An den Opel Ampera-e ist nur schwer heranzukommen. Schuld sind die geringen Stückzahlen. Das ist schade, denn der Ampera erreicht im Test 356 gefahrene Kilometer, was nur unwesentlich unter den prognostizierten 380 Kilometern liegt.

Wer das Glück hat, einen Opel Ampera-e kaufen zu können, muss 42.990 Euro auf den Tisch legen.

#3: Jaguar i-Pace

Der Elektro-Brite gibt vor, 470 Kilometer zu schaffen. Das ist doch einigermaßen geflunkert, denn im Test der AUTO ZEITUNG war der Akku nach 344 Kilometern definitiv leer.  

Voll dagegen muss die Geldbörse des Käufers sein, denn der i-Pace kostet 88.170 Euro.

#4: Hyundai Kona Elektro

Mit 39.000 Euro rangiert der Hyundai Kona Elektro preislich im unteren Mittelfeld. Bei der Reichweite übertreibt der Hersteller allerdings. Auf der offiziellen Website werden 449 Kilometer angegeben, der Test ergab jedoch nur 292 gefahrene Kilometer.

#5: Nissan Leaf

Das aktuelle Modell des Nissan Leaf schafft im Test 224 Kilometer. Das ist deutlich unter dem, was der Hersteller mit 378 Kilometern verspricht. Der kleine Elektroflitzer kostet 31.950 Euro.

Mitte 2019 kommt eine Neuauflage des Nissan Leaf mit stärkerem Motor und größerem Akku, was die Reichweite erhöhen dürfte. Der Preis steht noch nicht fest.

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#6: VW e-Golf

Am dichtesten an die eigenen Reichweiten-Angaben fährt der VW e-Golf heran. Volkswagens Angaben von 231 Kilometern werden im Test mit 209 Kilometern fast erreicht. Der e-Golf kostet ab 35.900 Euro.

#7: Renault Zoe

Der Zoe ist Deutschlands meistverkauftes Elektroauto. Bei einem Einstiegspreis von 29.900 Euro ist er auch eins der günstigsten. Die auf der Website versprochenen 316 Kilometer erreicht der Renault Zoe allerdings nicht. Nach 201 Kilometern war im Test Schluss.

#8: BMW i3s

Die Bayern geben die Reichweite ihres i3s mit 260 Kilometern an. Im Test erreichte er 188 Kilometer, bevor der Akku aufgab. Der BMW i3s kostet ab 41.600 Euro.

#9: Kia Soul EV

Bis zu 250 Kilometer Reichweite verspricht Hersteller Kia den Käufern des Soul EV. Im Test ging dem 29.490 Euro teuren Stromer allerdings schon nach 162 Kilometern die Puste aus.  

#10: Smart EQ Fortwo

Smart und auch die Fahrer eines Smart EQ Fortwo wissen, dass sie ob der Abmessungen des Elektro-Winzlings keine allzu große Reichweite erwarten dürfen. Versprochen werden denn auch nur 160 Kilometer, von denen der EQ Fortwo immerhin 117 Kilometer tatsächlich schafft.

Der Smart EQ Fortwo kostet 21.940 Euro und ist damit, wenig überraschend, das günstigste Elektromobil im Testfeld.

Zur Beachtung: Teilweise erklären sich die Differenzen in der vom Hersteller angegebenen und der im Test erzielten Reichweite aus anderen Voraussetzungen.

Während der Test eine realistische, alltagskonforme Fahrweise zugrunde legt, beziehen sich die Herstellerangaben oft auf eine für den Akku optimale, sprich defensive Fahrweise.


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