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14 Tage Quarantäne für alle Reiserückkehrer - Corona-Virus in Europa

Promobil-Logo Promobil vor 12 Std. Sophia Pfisterer

Neueste Maßname zur Covid-19-Eindämmung: Reisewarnungen weltweit und Grenzschließungen. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollen sich für 14 Tage in Selbstquarantäne begeben. Alles über Grenzkontrollen und Risikoregionen.

© P. Lang

+++ 6.4. Alle Reise-Rückkehrer sollen offiziell zwei Wochen in Quarantäne gehen. Das soll das Kabinett in Berlin beschlossen und den Bundesländern eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen haben, berichten einigen Nachrichtenagenturen. Das betrifft alle Rückkehrer, auch diejenigen, die keinerlei Symptome zeigen oder keine Risikogebiete besucht haben.

+++ 6.4. Österreich will Maßnahmen ab 14.4. lockern, Deutschland nennt noch keinen Termin. Der österreichische Kanzler Kurz gab bekannt, dass ab dem 14.4. die strengen Maßnahmen nach und nach gelockert werden sollen. Hotels und Gastronomie sollen frühestens ab Mitte Mai wieder öffnen. Die deutsche Bundesregierung dagegne will noch keinen Termin nennen, so Regierungssprecher Steffen Seibert.

Hier geht's direkt zu folgenden Themen:

  • Fallzahlen der Infektionen
  • Reisebeschränkungen
  • Infos für Reiserückkehrer
  • Risikogebiete
  • Hygiene-Tipps
  • Fazit

+++ UPDATE 5.4. Europa am schwersten vom Corona-Virus betroffen. Auf dem europäischen Kontinent sind mittlerweile mehr als 46.000 Menschen an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Den höchsten Anteil an Corona-Toten weltweit zählen bislang die Länder Spanien und Italien.

+++ UPDATE 3.4. Transport des Wohnmobils oder Caravans vermeiden. Laut ADAC ist es nicht ratsam, das Campingfahrzeug in Bundesländern mit Ausgangsbeschränkung zu bewegen. Das sind Bayern, das Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Berlin. Wer hier die Wohnung verlässt, muss einen wichtigen Grund vorweisen können. Wo welche Bestimmungen gelten, finden Sie hier.

+++ UPDATE 3.4. Touristische Reisen im Campingfahrzeug explizit untersagt. Nach Angaben von Tagesschau.de sind private Reisen im Wohnmobil oder Caravan in den folgenden Bundesländern verboten: Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Bis nach Ostern darf darüber hinaus in vielen Gemeinden der Zweitwohnsitz (bspw. Ferienwohnung) nicht besucht werden.

+++ UPDATE 3.4. Neue Risikoregionen: Niederlande, Schweiz, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland. Das Robert-Koch-Insititut stufte diese Länder am Vorabend so ein – zusammen mit den USA. Zuvor galten nur einige Regionen in den USA und der Schweiz als Risikoregion.

+++ UPDATE 2.4. Italien und Spanien weisen mehr Sars-Cov2-Fälle aus als China. Die Zahl der Infizierten in den beiden Ländern ist mittlerweile höher als in China. Die USA ist das Land mit den höchsten Zahlen. Allerdings: Zählt man alle Fälle in Europa zusammen, gibt es auf dem europäischen Kontinent derzeit mit Abstand die meisten Infizierten weltweit.

+++ UPDATE 1.4. Kontaktbeschränkungen gelten bis einschließlich 19.4. Das verkündet Kanzlerin Merkel in einer Pressekonferenz. Sie appeliert an alle Bürger, an Ostern nicht zu verreisen und auf private Besuche zu verzichten.

+++ UPDATE 1.4. ADAC rät von Reisen an Ostern ab. Der Präsident des Autofahrerverbands August Markl ruft alle dazu auf, an den Osterfeiertagen daheim zu bleiben: "In einigen Bundesländern sind Fahrten ohne einen dringenden Anlass untersagt, aber auch in jenen Teilen des Landes, in denen Fahrten theoretisch denkbar sind, möchten wir die Bevölkerung bitten, Fahrten nach Möglichkeit zu unterlassen, die verzichtbar sind. Dazu zählen leider auch Verwandtenbesuche."

+++ UPDATE 31.3. Frankreich und Spanien Risikogebiet. Benannte das Robert-Koch-Institut bislang nur einzelne Regionen in Frankreich und Spanien als Risikogebiet, so wurden heute die kompletten Länder dazu benannt. Mehr Infos zu Risikogebieten finden Sie weiter unten im Artikel.

+++ UPDATE 30.3. Verschärfte Schutzmaßnahmen in Europa, kein frühes Ende des Kontaktverbots in Sicht. Österreich erlässt eine Schutzmaskenpflicht für den Besuch von Supermärkten. Spanien verschärft am Morgen die Ausgangssperre. Italien verlängert die Ausggangssperre bis zum 18. April, Bayern die Ausgangsbeschränkungen bis 19. April. Die Bundesregierung will für Lockerungen des Kontaktverbots in Deutschland bislang keinen Zeitplan aufstellen.

+++ UPDATE 28.3. Italien verschärft Einreisebestimmungen. Alle nach Italien Einreisenden müssen den Behörden den Grund ihrer Reise angeben, den Aufenthaltsort im Land und ihre Telefonnummer. Darüber hinaus müssen sie genau sagen, wie sie den Zielort erreichen. Selbst wenn keine Symptome für Covid-19 vorliegen, muss sich die einreisende Person bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und 14 Tage lang in Selbstisolation gehen.

+++ UPDATE am 25.3. Reisemobilisten können Marokko nicht verlassen: Die Grenzen der spanischen Enklaven in Marokko, Ceuta und Melilla, wurden gesclossen. Es wird berichtet, dass derzeit hunderte Reisemobilisten an den Grenzübergängen warten und nicht passieren können. Mehr Infos dazu finden Sie hier. UPDATE 1.4.: Laut Botschaft in Rabat wurde eine Fährverbindung für Europäische Urlauber am kommenden Tag eingerichtet. Bislang hat das Auswärtige Amt 187.000 Deutsche weltweit zurückgeholt.

+++ UPDATE am 24.3. Bundestag wird epidemiologische Lage ausrufen: Der Bundestag will morgen, Mittwoch, 25.3., den Epidemie-Fall ausrufen. Das führt dazu, dass der Bund für ein Jahr befristet zusätzliche Kompetenzen erhält. Davon betroffen sein werden unter anderem Vorschriften für den grenzüberschreitenden Reiseverkehr, zum Beispiel Meldepflichten im Bahn- und Busverkehr.

+++ UPDATE am 24.3. Europa und USA gelten als Epizentren: Mit mittlerweile 85 Prozent aller Neuinfektionen in den vergangenen 24 Stunden gelten Europa und USA als die neuen Brennpunkte des Corona-Virus. Bislang war es nur Europa, zuvor China. Dort wurden heute Restaurants unter strengen Auflagen und die chinesische Mauer in Teilen wieder geöffnet. In Polen gilt ab heute Kontaktverbot, auch die Briten sind mittlerweile dazu angehalten daheim zu bleiben. In Leipzig werden die Wochenmärkte geschlossen. NRW führt Geldbußen für Verletzungen des Kontaktverbots ein: 600 Euro teuer ist ein Treffen zu dritt in der Öffentlichkeit.

+++ UPDATE am 22.3. Deutschlandweites Kontaktverbot: Bund und Länder haben ein Kontaktverbot für komplett Deutschland beschlossen. Ansammlungen von als zwei Personen in der Öffentlichkeit sind verboten. Davon ausgenommen sind im Haushalt lebende Personen. Restaurants und Gaststätten müssen schließen, nur noch das Liefern und Mitnehmen von Speisen ist erlaubt.

+++ UPDATE am 20.3. Bayern verhängt Ausgangsbeschränkung: Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat der bayerische Ministerpräsident Söder weitere Beschränkungen bekanntgegeben. Für Sonntag, 22.3. ist im Bundeskabinett eine Sitzung anberaumt, in der entschieden wird, ob es eine Ausgangsbeschränkung für die gesamte Bundesrepublik gibt.

+++ UPDATE am 20.3. Drohende Ausgangssperren in Deutschland: Kanzleramtschef Helge Braun sagte gegenüber dem Spiegel, dass der kommende Samstag der entscheidende Tag sei, ob eine Ausgangssperren verhängt wird. Die Bundesregierung wolle das zwar vermeiden, doch es komme nun darauf an, ob die Bürger sich an diesem freien Tag an die Maßnahmen halten und soziale Kontakte minimieren.

+++ UPDATE am 20.3. Stradt Freiburg erlässt begrenzte Ausgangssperre: In Freiburg im Breisgau hat der Bürgermeister am Vorabend erlassen, dass öffentliche Plätze nicht mehr betreten werden dürfen. Die Stadt liegt nur wenige Kilometer von Risikogebieten in Frankreich und der Schweiz. Die Bürger dürfen ihre Häuser und Wohnungen nur noch in dringenden Fällen verlassen.

+++ UPDATE am 19.3. Ausgangssperren und Quarantäne für ganze Regionen: Das österreichische Bundesland Tirol wurde komplett unter Quarantäne gestellt. Alle 279 Gemieinden wurden isoliert und die Bewohner dürfen nur noch aus wichtigen Gründen das Haus verlassen, beispielsweise Arztbesuche oder Arbeitswege. Einreisen sind für Nicht-Ansässige verboten. Diese Quarantäne gilt bis zum 5. April. In Deutschland wurden im Bundesstaat Bayern Ausgangssperren und Quarantäne erteilt an die Stadt Mitterteich und zwei Kommunen im oberfänkischen Landkreis Wunsiedel. Dort kam es jeweils zu hohen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit. Währenddessen diskutiert der deutsche Bundestag über Ausgangssperren für das gesamte Bundesgebiet.

+++ UPDATE am 18.3. Stellplätze und Campingplätze in Deutschland schließen: Nach stichprobenartigen promobil-Recherchen mussten bereits mehrere Wohnmobil-Stellplätze aufgrund der aktuellen Lage schließen. Dazu gehören beispielsweise die beliebten Plätze in Bad Dürrheim, am Twistesee und am Tenniszentrum Bernau/Chiemsee. Teilweise warten Betreiber wie beim Wohnmobilstellplatz Höhenblick in der Pfalz noch auf eine Schließungsinformation der örtlichen Behörden, doch es kann laut Höhenblick-Betreiber nur noch "eine Frage der Zeit" sein. Auch die Betreiber von "Mein Platz" rechnen noch in dieser Woche mit bundesweitungen Anordungen zur Schließung. Eine Grauzone sei weiterhin der Umgang mit Menschen, die dauerhaft im Reisemobil leben. In den meisten Bundesländern gibt es eindeutige behördliche Anordnung zur Schließung der Campingplätze (mehr Infos hier). BVCD (Bundesverband der Campingplätze in Deutschland) weist darauf hin, dass noch noch unklar sei, was mit Dauercampern geschehen wird.

+++ UPDATE am 17.3. Bundesregierung spricht weltweite Reisewarnung aus. Da Deutschland mittlerweile zu den Hauptrisikoländern gehört, sind vor allem Deutsche von Reisebeschränkungen betroffen. UPDATE 20.3: Die Reisewarnungen gelten bis Ende April. UPDATE 27.3.: Ob die Reisewarnungen verlängert oder aufgehoben werden, soll erst am 20.4. entschieden werden.

+++ UPDATE am 16.3. Auswärtiges Amt rät von Reisen ab. Die Begründung lautet: ";Änderungen der Einreise- und Quarantänevorschriften erfolgen teilweise ohne jede Vorankündigung und mit sofortiger Wirkung. Zahlreiche Reisende sind in mehreren Ländern derzeit betroffen und an der Weiter- oder Rückreise gehindert.” Mehr Infos hier.

+++ UPDATE am 15.3.: Deutschland schließt Grenzen. Ab Montag, 16. März 2020 um 8 Uhr, schließen die Grenzen nach Dänemark, Frankreich, Luxemburg, Österreich und zur Schweiz. Dann dürfen nur noch Warenverkehr und Pendler die Grenzen passieren. Deutsche Staatsbürger können aus dem Ausland jederzeit wieder nach Deutschland einreisen, sollten aber die Empfehlungen zur Selbstquarantäne beachten.

Fallzahlen der Infektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat bereits zum 31. Januar 2020 eine internationale Gesundheitsnotlage wegen des Corona-Ausbruchs ausgerufen. Am 11. März 2020 rief sie die Coronavirus-Pandemie aus, Nach aktuellem Stand (6.4.2020) zählt die WHO 1.174.866 weltweite Infektionen, von denen 64.541 tödlich verlaufen sind.

In China brach das Virus erstmals aus, bis Ende März zählte die WHO dort die meisten Infektionen. Mittlerweile übertreffen die Fälle in den USA, Italien, Spanien und Deutschland jeweils die chinesischen Zahlen. In China gab es am 19.3. zum ersten Mal keine Neuinfektionen mehr dank strenger Quarantänemaßnahmen. In den darauffolgenden Tagen soll es zu weiteren Neuinfektionen durch Einreisen ins Land gekommen sein.

In Deutschland steigt die Zahl der Infektionen aktuell schnell an. Aktuell sind laut RKI (Stand 6.4.2020) Personen mit dem SARS-Cov-2-Virus infiziert. Am Vortag waren es 91.714. Die meisten Infizierten zählen folgende Bundesländer (inkl. Vortag):

  • Bayern: 24.974 (23.846), Todesfälle: 437
  • Nordrhein-Westfalen: 19.384 (18.735), Todesfälle: 255
  • Baden-Württemberg: 19.395 (18.614), Todesfälle: 387

Deutschlandweit gibt es 1.434 Todesfälle aufgrund der Lungenkrankheit Covid-19. In Bayern herrscht die höchste Rate von 191 Infizierten pro 100.000 Einwohner. Genaue Zahlen zeigt das RIK hier.

Bis zum 31.2.2020 wies das RKI den Landkreis Heinsberg in NRW als Risikogebiet aus. Seitdem gibt es keine besonders betroffenen Gebiete mehr, da es in mehreren Landkreisen Ausbrüche mit sehr hohe Fallzahlen gibt. Genauere Daten zu Bundesländern und Landkreisen kann man aktuell auf dieser interaktiven Karte einsehen.

Weitere Fallzahlen (Stand: 5.4., >10.000) von Corona-Infektionen in Europa, wie von der WHO angegeben (inkl. Vortag):

  • Spanien 124.736 (117.710)
  • Italien 124.632 (119.827)
  • Frankreich 67.757 (63.536)
  • Vereinigtes Königreich 41.907 (38.172)
  • Türkei 23.934 (20.921)
  • Schweiz 20.489 (19.706)
  • Belgien 18.431 (16.770)
  • Niederlande 16.627 (15.723)
  • Österreich 11.766 (11.525)
  • Portugal 10.524

Eine aktuelle Übersicht mit Weltkarte und Fallzahlen-Entwicklung im Kurvendiagramm pro Land finden Sie auf der Website der Weltgesundheitsorganisation.

Wichtig: Wer Kontakt zu infizierten Personen hatte, sollte sich möglichst umgehend bei den lokalen Gesundheitsbehörden melden. Diese entscheiden, welche Maßnahmen zur Kontaktreduktion mit weiteren Personen ergriffen werden müssen.

Reisebeschränkungen in Deutschland

Am Montag, den 16.3.2020 um 8 Uhr, schloss Deutschland die Grenzen zu Frankreich, Österreich und in die Schweiz. Der ursprüngliche Pandemieplan des RKI bewertete Grenzschließungen als nicht sinnvoll, um zu verhindern, dass sich das Virus ausbreitet. Noch bei der Pressekonferenz am 11.3.2020 sprach sich Kanzlerin Merkel dagegen aus. Dies hat sich nun geändert. Unverändert bleibt, dass der Güterverkehr weiterhin die Grenzen passieren darf. Auch Pendler sollen noch über die Grenzen reisen dürfen.

Seit dem 16.3. gilt in Bayern der Katastrophenfall. Sämtliche Veranstaltungen sind gestrichen. Kitas und Schulen sind geschlossen Am Dienstag, 17.3., wurden alle Freizeiteinrichtungen geschlossen (Sport- und Spielplätze, Kinos, Bäder, etc.). Nur noch Geschäfte für die Grundversorgung bleiben geöffnet. Seit dem 20.3. um 24 Uhr gilt eine Ausgangsbeschränkung. Die Menschen in Bayern dürfen ihre Wohnungen und Häuser nur verlassen für: Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft – dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Menschenansammlungen im Freien werden von der Polizei unterbunden.

Seit dem 18.3. ist ganz Schleswig-Holstein für Touristen gesperrt: Wie am Vortag angekündigt, ist ab heute die Einreise von Touristen in Schleswig-Holstein untersagt. Das betrifft auch den Tagestourismus und beispielsweise Besucher aus Hamburg. Alle Restaurants in dem Bundesland wurden darüber hinaus geschlossen. Mehr Infos hier.

Seit 15.3. sind die Inseln in Norddeutschland gesperrt. Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sperren die Inseln für Touristen. Laut NDR-Bericht werden Urlauber gebeten, keine Reisen mehr nach Norddeutschland zu unternehmen. Wie lange die Sperrung der Inseln andauert, ist noch nicht klar.

Stufte das Robert-Koch-Institut in der Risikobewertung zu COVID-19 vom 13.3.2020 die Gefahrenlage der Pandemie in Deutschland als mäßig ein, wurde diese am 17.3.2020 auf "hoch" heraufgesetzt.. Die Behörde empfiehlt: ”gesamtgesellschaftliche Anstrengungen wie die Reduzierung von sozialen Kontakten mit dem Ziel der Vermeidung von Infektionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich sowie eine Reduzierung der Reisetätigkeit."

Die Tabelle zeigt, in welchem Bundesland Kontaktverbot oder Ausgangsbeschränkung herrscht:

Weitere Reisebeschränkungen in Europa

  • Schweden schließt Skigebiete. Ab dem 6. April wird die Skisaison in den Resorts Sälen, Vemdalen und Åre vorzeitig beendet. Das teilte der Betreiber Skistar mit. Andere Resorts wie Riksgränsen im Norden Schwedens bleiben weiterhin geöffnet. Gastronomische Betriebe wie Restaurants, Kneipen und Cafés sind weiterhin geöffnet. Die Grenzen Schwedens sind für EU-Bürger passierbar, es kommt allerdings zu verstärkten Kontrollen. (3.4.20)
  • Niederlande: Die Region Zeeland sperrt Touristen aus. In dem beliebte Feriengebiet in den Niederlanden gilt seit 30.3. ein Übernachtungsverbot. Die Maßnahme gilt vorerst bis 10. Mai. Selbst Niederländer dürfen nicht mehr in der eigenen Ferienwohnung in der Küstenregion übernachten. Dasselbe gilt für Rotterdam. Alle anderen holländischen Regionen sind theoretisch noch anfahrbar, doch die holländische Regierung rät dringend von Urlaubsreisen ab, auch zu Ostern. Mehr Infos auf den Tourismus-Seiten der Region Zeeland. (2.4.20)
  • Portugal schließt Campingplätze und Stellplätze. Die ARD berichtete in ihrer Sendung Europa-Magazin über die prekäre Situation von Reisemobilisten, die Portugal nicht verlassen können, aber von Camping- und Stellplätzen vertrieben werden (Link in die Mediathek). (31.3.20) Die Reisemobil-Union rät zur Rückreise. Verbands-Präsident Winfried Krag: "Ich kann jedem raten, sich auf den Weg nach Hause zu machen." Das Auswärtige Amt reagiert auf promobil-Anfrage, dass sich deutsche Urlauber bei Problemen melden sollen: "Unabhängig von einer Rückholaktion steht unser weltweites Netz von Botschaften und Konsulaten bereit, um je nach Bedarf im Einzelfall deutschen Staatsangehörigen in Notlagen konsularische Hilfe und Unterstützung zu leisten."
  • Dänemark hat seine Grenzen geschlossen. Nur dänische Staatsbürger dürfen noch einreisen. (13.3.20)
  • Estland schließt die Grenzen. (15.3.20)
  • Frankreich schließt alle Skigebiete. (16.3.20)
  • Litauen führt Grenzkontrollen nach Polen und Lettland ein und steht ab 16.3. landesweit unter Quarantäne.
  • Österreich verweigert Menschen aus Italien die Einreise. Durchreisende Touristen, etwa aus Deutschland, sollen trotzdem die Grenze passieren dürfen – so lange diese nicht in Österreich anhalten. Dafür soll nach Angabe des Bayrischen Rundfunks vor Einreise die Tankanzeige kontrolliert werden. Diese Maßnahme soll vorerst bis 3.4.2020 gelten. Außerdem wird in Österreich ab 17.3. der sogenannte "Notbetrieb” eingeleitet: Restaurants werden geschlossen, Versammlungen verboten.
  • Polen hat die Grenze zu Deutschland geschlossen. (14.3.20)
  • Mehrere Grenzübergänge nach Italien im Schweizer Kanton Tessin sind mittlerweile geschlossen. (11.3.20)
  • Die Slowakei verhindert die Einreise von Ausländern, egal welcher Nationalität – abgesehen von polnischen Staatsbürgern. (13.3.20)
  • Slowenien hat die Grenze nach Italien für nichtgewerblichen Verkehr geschlossen. Für Frachtverkehr bleibt sie geöffnet. Wer nach Slowenien einreisen will, muss eine Bestätigung auf Englisch, Italienisch oder Slowenisch mit sich führen, die nicht älter als drei Tage ist und beweist, dass man negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurde. (11.3.20)
  • In Spanien wurde der Notstand am 13.3.20 ausgerufen: Eine Ausgangssperre gilt im ganzen Land. Am 20.3. kündigt das Land an, dass ab 26.3. sämtliche touristischen Übernachtungsmöglichkeiten geschlossen werden. Touristen sollen das Land verlassen.
  • Tschechien hat Einreiseverbote für Deutsche verhangen (14.3.20). Landesweit gelten eingeschränkte Bewegungsfreiheit und Quarantäne. Seit 16.3. sind 21 Gemeinden komplett abgeriegelt.
  • Wer nach Bosnien und Herzegovina, Malta, Nordmazedonien oder Zypern möchte, muss sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben.

In einigen weiteren Ländern außerhalb Europas gibt es Einreiseverbote für Deutsche. Dazu gehören (Stand 20.3.20): Australien, Brasilien, Bhutan, El Salvador, Guatemala, Indien, Jamaika, Jordanien, Kasachstan, Kambodscha, Kiribati, Marshallinseln, Nepal, Oman, Samoa, Saudi-Arabien, Türkei, USA und Vietnam. 14tägige Quarantänen vorab der Reise oder Selbstquarantäne-Regelungen gelten für: Australien, Israel, Liberia, Malawi, Ruanda, Moskau, Neuseeland, Tadschikistan, Tschad, Uganda und Usbekistan.

Auch Argentinien schränkt Einreise für Personen aus Risikogebieten ein. China verschärft mittlerweile seine Grenzkontrollen, unter anderem am Flughafen Schanghai und Peking.

Diese Listen erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Da sich die Lage sehr schnell ändern kann in diesen Tagen, finden Sie aktuelle Infos auf der Homepage des Auswärtigen Amts.

Infos für Reiserückkehrer: Selbstquarantäne und Grenzsperrungen

Sollte man als Reisemobil-Fahrer derzeit noch im EU-Ausland unterwegs sein und ins Heimatland zurückkehren, sollte das an sich kein Problem sein. Allerdings sind an manchen deutschen Grenzen nur noch ausgewählte Grenzübergänge geöffnet. Welche das sind, kann man auf den Seiten des Bundesinnenministeriums aktuell nachlesen.

Außerdem gibt der ADAC aktuell folgende Tipps zur Rückreise (Stand: 25.03.20):

  • Rückkehr aus Frankreich: Unbedingt über direktem Weg (nicht über Italien oder die Schweiz) reisen und die Autobahn nutzen, keine Land- oder Schleichwege, da viele Grenzübergänge gesperrt sind. Tankstellen sind geöffnet.
  • Rückkehr aus Spanien: Die Rückreise über Frankreich ist möglich. Unterwegs muss man damit rechnen, dass die spanische Polizei den Grund der Fahrt kontrolliert. Tankstellen sind geöffnet.
  • Rückkehr aus Italien: Wer hier unterwegs ist, benötigt unbedingt eine "Selbsterklärung über die Notwendigkeit der Reise". Hier gibt es mehr Infos.
  • Rückkehr aus Kroatien: Urlauber können über Österreich oder Slowenien nach Deutschland reisen.
  • Rückkehr aus Griechenland: Es ist unklar, ob Deutsche im eigenen Fahrzeug über Bulgarien, Rumänien und Ungarn zurückkehren können. Die Grenzen zu Serbien, Nordmazedonien und Albanien sind geschlossen. Mehr Infos hier.

Etwas schwieriger gestaltet sich derzeit die Rückreise aus Marokko aufgrund der Sperrung der EU-Grenzen in Spanien. Ausführlich berichten wir darüber hier.

Achtung, Reiserückkehrer: Das Gesundheitsministerium empfiehlt allen Heimkehrern von Reisen aus Italien, Österreich und der Schweiz freiwillig in Selbstquarantäne gehen. Grund: Wegen der langen Inkubationszeit (bis zu 14 Tage) sehr schwierig infizierte Personen bzw. Träger des Virus zu erkennen.

Wer aus einem europäischen (siehe unten) oder internationalen Risikogebiet (Ägypten, Iran, Südkorea: Daegue und Gyeongsang, USA: Kalifornien, New Jersey, New York und Washington) nach Deutschland zurückkehrt und einen Verdacht auf eine Infektion hat, sollte sich telefonisch an den Hausarzt wenden. Nach persönlichem Kontakt mit Infizierten sollten sich Heimkehrer an ihr Gesundheitsamt wenden. Info-Hotlines siehe am Ende des Artikels.

Risikogebiete: Wo gibt es ein erhöhtes Ansteckungs-Risiko?

Überall in Europa ist das Risiko sich mit dem Corona-Virus anzustecken hoch. Am 13. März 2020 erklärte die WHO Europa zum Epizentrum der Pandemie (siehe hier).

Am 3.4.2020 ernennt das Robert-Koch-Insitutut (RKI) weitere Risikoregionen in Europa: Niederlande, Schweiz, das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland

Am 31.3.2020 erklärt das RKI die gesamten Länder Spanien und Frankreich zum Risikogebiet, zuvor galten nur einzelne Regionen als besonders risikoreich. Bereits am 19.3. sperrte Frankreich alle Strände: Um die Ansammlung von Menschen zu unterbinden, dürfen die Strände an der gesamten Mittelmeerküste nicht mehr betreten werden. Auch die Städte und Gemeinden an der Atlantikküste erwägen Schließungen. Am 20.3. verkündete Spanien, dass alle Touristen bis 26.3. das Land verlassen müssen – Alle Campingplätze und Stellplätze wurden bis dahin geschlossen.

Am 26.3.2020 hatweitere Risikoregionen in Europa benannt. In der Schweiz gehören dazu die Kantone Tessin, Waadt und Genf. In Spanien sind neben der Region Madrid, die schon länger als Risikoregion gilt, nun auch folgende Regionen betroffen: Navarra, La Rioja und Paìs Vasco. In Frankreich wird neben der Grand Region Est die Île-de-France Risikogebiet. Diese Region umfasst das Stadtgebiet von Paris und den gesamten Ballungsraum um die französische Hauptstadt. Außerdem ernannte das RKI an dem Tag komplett Österreich zum Risikogebiet. Zuvor wurde nur Tirol so eingestuft.

Am 13.3.2020 hat das RKI verkündet, dass nun auch Spaniens Hauptstadt Madrid und in Österreich die Region Tirol als Risikogebiet gelten. Tirol und Salzburg schließen wegen der Pandemie ihre Skigebiete. Seilbahnen fahren nur noch bis einschließlich Sonntag, 15.3. und ab Montag 16.3. werden Beherbergungsbetriebe schließen.

Am 11.3.2020 wurde in Frankreich die Region-Est als Risikogebiet eingestuft. Das Gebiet umfasst das Elsass, Lothringen und Champagne-Ardenne. Das Gebiet grenzt an die deutschen Bundesländer Baden Württemberg, Saarland und Rheinland-Pfalz. In dieser Region wurde vermeldet, dass eine Quarantäne aller Verdachtsfälle wegen fehlender Kapazitäten nicht mehr durchgeführt werden kann. Das betrifft beispielsweise enge Kontaktpersonen von Infizierten. Eine Gemeinde in Haute-Savoie und Oise stehen unter Quarantäne, d.h. Schulen wurden geschlossen und die Bürger dürfen sich nur noch eingeschränkt bewegen.

Am 10.3.2020 hatte das RKI ganz Italien zum Risikogebiet ernannt. Das Auswärtige Amt rät von Reisen ins Land ab, sofern sie nicht erforderlich sind. Bereits am 8. März 2020 hatte Italiens Regierung erste Reisesperren verhangen. Zunächst wurden nur einige Regionen als Quarantänegebiet deklariert, mittlerweile darf man in ganz Italien nur ein- und ausreisen, wenn es die Arbeit, die Gesundheit oder familiäre Gründe unbedingt erfordern, eine ausgefüllte Selbsterklärung über die Notwendigkeit muss mitgeführt werden (beispielsweise ein Schreiben des Arbeitgebers). Verstöße werden geahndet und es drohen drei Monate Haft oder 260 Euro Geldstrafe. Das gilt bis vorläufig zum 3. April 2020. Das Haus soll man nur wenn nötig verlassen. Es gelten eingeschränkte Ladenöffnungszeiten. Bars und Restaurants dürfen nur von 6 bis 18 Uhr öffnen und müssen dafür sorgen, dass zwischen den Gästen ein Abstand von einem Meter eingehalten werden kann. Theater und Museen bleiben geschlossen.

Hintergrund: Grundlage für die Bewertung zum Risikogebiet sind unter anderem die Häufigkeit der Erkrankungen und die Dynamik der Fallzahlen. In Risikogebieten vermuten die Spezialisten eine fortgesetzte Virus-Übertragung von Mensch zu Mensch.

Wie kann ich mich vor Ansteckung schützen?

Bislang bekannt ist, dass sich das Corona-Virus vor allem durch Tröpfchen-Infektion überträgt, sprich: Husten, Niesen oder sonstige Körperflüssigkeiten. Das heißt, dass die besten Maßnahmen gegen eine Ansteckung wie folgt aussehen:

  • Hände waschen: Regelmäßiges Händewaschen kann sowohl die Übertragung von Corona- wie auch anderen Viren (bspw. Grippe) verhindern. Dazu ist es nötig, die Hände mit Seife und mindestens 20 Sekunden lang zu waschen. Am besten wäscht man sich, egal ob daheim oder auf Reisen, mehrmals am Tag die Hände.
  • Körperkontakt vermeiden: Vor allem beim Begrüßen oder Verabschieden sollte man aufs Händeschütteln, Umarmen oder Küssen verzichten. Indem man Berührungen vermeidet, kommt man automatisch mit weniger Krankheitserregern in Kontakt.
  • Richtig niesen und husten: Wer niest oder husten muss, sollte dafür ein Papiertaschentuch verwenden und möglichst einen Meter Abstand zu anderen Personen halten. Kein Taschentuch zur Hand? Auch wenn es als höflich gilt, sich die Hand vor den Mund zu halten: Husten oder niesen Sie besser in die Armbeuge – denn über die Hände werden häufig Viren und Bakterien verteilt.

Ob sich das Virus auch durch Schmierinfektion (bspw. Kot) überträgt, ist derzeit nicht sicher. Zwar wurden bei einigen Patienten auch Viren im Stuhl gefunden, doch ob und wie ansteckend diese sind, ist noch nicht abschließend geklärt. Dennoch empfieht sich vor allem für Reisemobilisten an Entsorgungsstationen für Schwarzwasser besonders vorsichtig zu sein:

  • Verstärkte Hygienemaßnahmen beim Entsorgen: Eventuell Einmalhandschuhe beim Entleeren der Kassettentoilette tragen. Auf jeden Fall sollte man sich besonders gründlich die Hände waschen, nachdem man in Kontakt kam mit den Wasserhähnen und Abflüssen an Entsorgungsstationen. Wasserschlauch hinterher säubern und nicht in die Kassette stecken.

Wie kann ich andere Personen vor Ansteckung schützen?

Die oben genannten Maßnahmen zur Ansteckungs-Vermeidung sollten grundsätzlich zum Schutz auch von anderen eingehalten werden. Wer Kontakt zu infizierten Personen hatte und sich vielleicht sogar krank fühlt, sollte sich umgehend bei den lokalen Gesundheitsbehörden melden oder den Hausarzt telefonisch kontaktieren. Die Behörden geben dann je nach Wahrscheinlichkeit der Infektion Tipps, wie man am besten Familienmitglieder und andere Personen schützt. Beispielsweise empfiehlt das Robert Koch Institut, dass betroffene Personen mit sehr hoher Infektionswarscheinlichkeit sich räumlich absondern sollen von Haushaltsmitgliedern und zeitlich getrennt Mahlzeiten einnehmen. Mehr Infos zum ”;;Kontaktpersonennachverfolgung” siehe hier oder Telefon-Hotlines am Ende des Artikels.

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

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