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Hyundai i30 1.5 T-GDI (2020) im Test: Feines Facelift

motor1-Logo motor1 07.07.2020 Roland Hildebrandt

Hyundai i30 (2020) im Test © Motor1.com Hersteller Hyundai i30 (2020) im Test

Woran denken Sie spontan beim Thema "Autos aus Tschechien"? Na klar, bestimmt an den Skoda Octavia und seine Brüder. Aber dort entsteht noch ein ganz anderes beliebtes Auto: In Novosice, ganz im Osten des Landes, läuft der Hyundai i30 vom Band. Seit 2017 ist die aktuelle Generation auf dem Markt, nun hat sie ein Facelift bekommen. Gibt es markante Unterschiede? Wir konnten den Hyundai i30 des Jahrgangs 2020 bereits testen.  

Was hat sich denn geändert?

Optisch nicht furchtbar viel, aber das ist durchaus gut so. Schließlich wirkt der Hyundai i30 noch immer gefällig. Etwas markanter sind nun die Scheinwerfer gezeichnet, je nach Ausstattung gibt es LED-Tagfahrlicht oder Voll-LED-Scheinwerfer. Hinzu gesellen sich modifizierte Schürzen an Front und Heck. Etwas Make-Up hat zudem der Grill bekommen.

Die i30-Konkurrenz im Test:

Innen am auffälligsten ist der optionale 10,25-Zoll-Touchscreen für das Infotainment. In der i30-Topausstattung gibt es zudem ein digitales Cockpit mit 7-Zoll-Farbdisplay. Eine reduzierte Bildschirmwüste also nach Art des VW Golf 8? Ganz im Gegenteil: Trotz dieser Features lässt sich der i30 immer noch vorzüglich einfach bedienen. 

Bevor ich es vergesse: Unser Testwagen war ein i30 in der sportlich angehauchten N-Line-Ausstattung. Inklusive sind hier neben spezifischen Designdingen auch Voll-LED-Scheinwerfer, LED-Rückleuchten, Sportsitze vorne und bis zu 18 Zoll große Alufelgen. Unverändert gut: Das Platzangebot, insbesondere auch im Fond.

Hyundai i30 (2020) im Test © Motor1.com Deutschland Hyundai i30 (2020) im Test

Insgesamt stehen fünf Ausstattungslinien zur Wahl. Bereits die Basis namens "Pure" ist ordentlich ausgestattet. Neu ist, dass bereits hier viele Assistenzsysteme serienmäßig sind: Totwinkelwarner, Querverkehrswarner hinten, Radfahrererkennung des Notbremsassis, Fernlichtassistent, ein Stauassistent und eine Verkehrszeichenerkennung.

Wie fährt er sich?

Werfen wir einen Blick auf die Motorenpalette des neuen Hyundai i30: Alle Benziner erfüllen die Abgasnorm Euro-6d und besitzen einen Ottopartikelfilter. Die neue Generation von Dieselmotoren kam bereits zum Modelljahr 2019.

       
Benziner Hubraum Leistung maximales Drehmoment Getriebe
1.5 1.498 ccm 81 kW (110 PS) 144 Nm 6-Gang manuell
1.0 T-GDI 48V 998 ccm 88 kW (120 PS) 172 Nm 6-Gang iMT oder 7-Gang-DKG
1.5 T-GDI 48V 1.482 ccm 117 kW (159 PS) 253 Nm 6-Gang iMT oder 7-Gang-DKG
Diesel
1.6 CRDi 1.598 ccm 85 kW (115 PS) 280/300 Nm 6-Gang manuell oder 7-Gang-DKG
1.6 CRDi 48V 1.598 ccm 100 kW (136 PS) 280/320 Nm 6-Gang iMT oder 7-Gang-DKG

Beim Basisbenziner mit 110 PS handelt es sich wie gehabt um einen Saugmotor. Bei den Dieseln variiert das maximale Drehmoment ja nach Getriebe. Apropos Getriebe: Was in Herrgottsnamen bedeutet "iMT"? Nun, das Kürzel steht für die "Intelligent Manual Transmission" mit elektronisch geregelter Kupplung.  

Hyundai i30 (2020) im Test © Motor1.com Deutschland Hyundai i30 (2020) im Test

Wir haben uns den Ober-Otto abseits der N-Modelle zur Brust genommen. Gut gedämmt, aber mit dezent brummeliger Note geht das 159-PS-Aggregat seiner Arbeit nach. Ein brachialer Beschleuniger ist der 1.5 T-GDI indes nicht, eher ein zügiger Autobahngleiter.

Merkt man die elektronische Kupplung? Nicht wirklich, dafür überzeugt die exakt geführte Schaltung. Aus meiner Sicht würde aber das DKG noch besser zum entspannten Charakter des Antriebs passen. Entspannt gibt sich übrigens auch das Fahrwerk: Trotz N-Line und montierter 18-Zöller ist es nicht übertrieben straff. 

Wo liegt der überarbeitete i30 denn preislich?

Immer noch unter einem VW Golf. Los geht es regulär bei 18.990 Euro für den Basis-Fünftürer mit 110 PS, der Kombi notiert genau 1.000 Euro höher. Aber die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer sorgt für krumme Preise: 18.511,26 Euro respektive 19.486,05 Euro.

Hyundai i30 (2020) im Test © Motor1.com Deutschland Hyundai i30 (2020) im Test

In Sachen Ausstattung sollte es aus unserer Sicht mindestens "Select" sein. Diese gibt es aber nicht für den 110-PS-Sauger, sondern erst ab dem 120-PS-Turbo. Kostenpunkt dann: Mindestens 21.143,19 Euro.

Und der 1.5 T-GDI? Hier ist "Trend" das Minimum, unter anderem mit Zwei-Zonen-Klimaautomatik. Rückfahrkamera, beheizbarem Lenkrad, Acht-Zoll-Touchscreen und 16-Zoll-Alufelgen. 25.139,83 Euro sind hierfür ein fairer Kurs, das DKG kostet rund 2.000 Euro extra.

Fazit: 8/10

Der modellgepflegte Hyundai i30 ist eine gelungene Alternative zum neuen VW Golf. Pluspunkte sammelt der i30 mit seinem übersichtlichen, nicht zu komplexen digitalem Cockpit und gutem Platzangebot. Auch die Preisgestaltung ist fair, fünf Jahre Garantie sind inklusive. Ob es der neue 159-PS-Benziner sein muss, liegt im Empfinden des Fahrers.

Hyundai i30 1.5 T-GDI 48V Fünftürer (2020)
MotorVierzylinder-Turbobenziner, 1.482 ccm, 48-Volt-Technik
Leistung117 kW (159 PS) bei 5.500 U/min
Max. Drehmoment253 Nm bei 1.500-3.500 U/min
Getriebeart6-Gang-Schaltgetriebe mit elektronisch geregelter Kupplung
AntriebFrontantrieb
Beschleunigung 0-100 km/h8,4 Sek.
Höchstgeschwindigkeit210 km/h
Länge4.340 mm
Breite1.795 mm
Höhe1.455 mm
Kofferraumvolumen395-1.301 Liter
Leergewicht1.488 kg
Zuladung352 kg
Anhängelast1.420 kg
Verbrauch5,4 Liter/100 km (WLTP, auf NEFZ umgerechnet)
Emission148 g/km CO2, Euro 6d
Basispreis25.139,83 Euro (mit 16 Prozent Mehrwertsteuer)

Galerie: Citroën Traction Avant (motor1)

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