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Hyundai Kona als Hybrid im Test

motor.at-Logo motor.at 02.01.2020 Redaktion motor.at

Emissionsarmut eines E-Autos mit der Reichweite eines konventionellen Verbrenners.

© Hyundai

Steigendes Umweltbewusstsein und verschärfte Abgasnormen bringen es mit sich, dass Hybridantriebe vermehrt in den Fokus der Autokäufer rücken.

Als Alternative zu den nach wie vor sehr teuren Elektroautos vergrößern daher immer mehr Hersteller die Antriebspalette um die Kombination Verbrenner/E-Antrieb.

Unbestreitbarer Vorteil dieser Technologie: Ein Hybrid braucht – im Gegensatz zum Plug-in-Hybrid – kein Stromnetz zum Aufladen der Batterie um das Antriebssystem bestmöglich zu verwenden. Das Herumschisteln mit dreckigen Ladekabeln bleibt einem also erspart. Hinzu kommt, dass der Eigner eines Hybridfahrzeugs nicht auf (öffentliche) Ladestationen angewiesen ist. Ein Umstand, der leidgeprüften E-Auto-Besitzern bei der Planung längerer Strecken durchaus schlaflose Nächte bescheren kann.

Das alles ist im Hybrid-Kona kein Thema – weil der Strom eben nicht aus der Steckdose kommt, sondern an Bord des kompakten Fernost-City-SUV erzeugt wird.

Verbrenner/E-Motor

Herzstück des nur mit Frontantrieb lieferbaren Kona ist das Antriebssystem, das einen 105 PS starken 1,6-Liter-Benzin-Direkteinspritzer mit einem 44-PS-Elektromotor verknüpft, der über eine 1,56-kWh-Lithium-Ionen-Batterie mit Strom versorgt wird. Unterm Strich mündet das in einem thermischen Wirkungsgrad von hohen 40 % sowie in einer Systemleistung von 141 PS und 265 Nm Drehmoment.

So weit, so gut. Daraus resultieren in der täglichen Fahrpraxis zwei wesentliche Erkenntnisse: Zum einen die, dass der mit Otto-Partikelfilter ausstaffierte und nach Euro 6d-Temp zertifizierte und erfreulich laufruhig agierende Saug-Benziner mit für Diesel-typischen Verbrauchswerten glänzt. Mehr als 5,5 Liter rinnen nämlich selbst bei forcierter Fahrweise nie durch das mit 200 bar operierende Einspritzsystem. Da fällt’s (zweitens) auch kaum ins Gewicht, dass der Akku zwar die Größe des Kraftstofftanks auf 38 Liter minimiert, das Raumangebot im Vergleich zu den anderen Kona-Versionen aber in keiner Weise einschränkt: Das Gepäckraumvolumen liegt bei praxistauglichen 361 Liter. Werden die mit einem einfachen Handgriff umklappbaren Rücksitzlehnen flachgelegt, stehen 1143 Liter Laderaum zur Verfügung.

Hohe Artenvielfalt

Nach der Lancierung der Hybridversion ist das Kona-Modellangebot breiter aufgestellt denn je – kein anderes Modell im wachstumsstarken Segment der kleinen SUV weist eine derart große Vielzahl an Antrieben auf, die somit jetzt aus Turbo-Benzindirekteinspritzern mit drei oder vier Zylindern (120 PS/177 PS), einem Turbodiesel (in zwei Leistungsstufen mit 115 und 136 PS) und dem rein batterielektrisch angetriebenen E-Kona besteht.

Preislich günstigste Variante ist der Hybrid allerdings mit dem Einstiegstarif von € 27.990,– nicht, das offenbart ein kurzer Blick in die Hyundai-Preislisten: Den 1,0-Turbo-Benziner (120 PS) gibt’s ab € 20.690,–, den 1,6-Turbo-Diesel (115 PS) ab € 22.690,–.

Der 204 PS starke Elektro-Kona kommt auf prohibitive € 47.790,–, was sein Schattendasein hinlänglich erklärt.

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