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Kommt das Kompakt-SUV mit Anhängekupplung? - Tesla Model Y (2020) als Caravan-Zugfahrzeug

Caravaning-Logo Caravaning vor 4 Tagen Gesa Marx, Gregor Hebermehl, Holger Wittich, Jochen Knecht

Vor rund einem Jahr feierte das Model Y seine Weltpremiere, die ersten Serienmodelle werden noch 2020 in den USA ausgeliefert. Auf der offiziellen Website von Tesla wird die Auslieferung in Deutschland ab 2021 angekündigt.

Der Tesla-Blog Tesmanian berichtet diese Woche davon, dass das Tesla Model Y mit einer "Trailer Mode", also einem Anhängermodus, ausgestattet sein könnte. Damit wäre der neue Kompakt-SUV nach dem Model X, Model 3 und dem im Dezember präsentierten Cybertruck das vierte Modell von Tesla, das sich zum Ziehen von Anhängern eignet.

Wieviel darf das Tesla Model Y ziehen?

Offizielle Infos gibt es vom Hersteller bisher nicht. Auf Tesmanian werden allerdings Screenshots einer Bedienungsanleitung gezeigt, die eine "Trailer Mode" beschreibt. In der Anleitung wird der 7-Pin-Stecker sowie die Bremsenansteuerung erklärt. Aus den Bildern lässt sich außerdem eine maximale Anhängelast von 1451 Kilogramm und eine maximale Stützlast von 145 Kilo ablesen. Damit würde sich das Model Y von Tesla im Mittelfeld der E-Autos mit Anhängevorrichtung bewegen, wie unsere Übersicht zeigt. Das Ziehen von kleineren bis mittleren Wohnwagen ist damit denkbar.

Auf Tesmanian wird darüber gemunkelt, wie der Anhängermodus für das Model Y verfügbar sein wird. Denkbar sind laut Autor ein App-Kauf aber auch ein kostenloses Update. Dies rührt daher, dass Tesla seit 2019 mit Software-Updates zusätzliches Geld an Fahrzeugen verdient, die sich bereits im Umlauf befinden. Eine andere Alternative ist, dass der Trailer Mode künftig als Zusatzoption wie beim Tesla Model X angeboten wird.

Kurz nach der Meldung von Tesmanian über eine mögliche Anhängekupplung hat der Youube-Kanal "i1 Tesla" bei einem Tesla Model Y die Blende am Heck abgenommen und nachgesehen, ob der Kompakt-SUV eine Vorrichtung für eine Anhängekupplung besitzt. Da es sich bei dem ausgelieferten Modell um ein US-Fahrzeug handelt, bleibt allerdings Hoffnung für den europäischen Markt.

Neue Details bekannt:

Wärmepumpe und Offroad-Modus

Nachdem erst kürzlich die noch nicht bestätigen Infos zur möglichen Anhängekupplung veröffentlicht wurden, gibt es jetzt Details zu einer neuen Wärmepumpe, die im Tesla Model Y zum Einsatz kommt. DIe Informationen hierzu stammen aus dem offiziellen Tesla-Benutzerhandbuch. Diese neue Wärmepumpe heizt den Innenraum bei geringem Energieverbrauch. Besonders in kälteren Gegenden mit viel Heizungsbetrieb steht dem Model Y dann mehr Energie für die Fahrt zur Verfügung – die Reichweite steigt. Dadurch könne es während der Fahrt zum unerwarteten Betrieb des Klimakompressors und des Lüfters kommen, was die Insassen nicht verunsichern sollte.

Bisher setzte Tesla zum Heizen seiner Modelle auf klassische Heizwiderstände. Diese wandeln zwar elektrische Energie mit einem hohen Wirkungsgrad in thermische Energie um – theoretisch beträgt der Wirkungsrad 100 Prozent, aber die Energie kommt bei einem Elektroauto von der Batterie, was wiederum die Reichweite schmälert. Bei einer Wärmepumpe funktioniert der Heizvorgang im umgekehrten Wärme-Kraft-Prozess batterieschonender: Die Pumpe nimmt thermische Energie in der Umgebung auf und gibt sie, zusammen mit der Pumpenergie, an den Innenraum ab. Die Batterie muss also nicht die komplette Heizenergie zur Verfügung stellen, sie betreibt nur Lüfter, Kompressor und Pumpe – die meiste Heizenergie kommt aus der Umgebung.

Außerdem neu für das Model Y: der Offroad-Assistent. Dieser soll unter anderem ein Durchdrehen der Räder auf rutschigem Untergrund verhindern, das Drehmoment zwischen Vorder- und Hinterachse ausgleichen, wenn es dort unterschiedliche Reibwerte gibt und genauso die Momente angleichen, wenn es zwischen rechts und links zu unterschiedlichen Haftbedingungen kommt. Für ein besser kontrollierbares Felsenkriechen gibt es im Offroadmodus grundsätzlich ein abgesenktes Drehmoment.

In diesen Varianten gibt es das Kompakt-SUV

Den Anfang in der Tesla-Model-Y-Modellpalette machen die leistungsstärksten Versionen "Long Range", "Dual Motor AWD" und "Performance". Das Basismodell mit einer Reichweite von 230 Meilen (370 Kilometer) kommt laut Tesla-Homepage erst ab 2022 und wird 39.000 Dollar, bzw. 35.900 Euro kosten.

Das Long-Range-Modell schafft eine Reichweite von 300 Meilen, was rund 480 Kilometer wären. Das sind etwas 50 Kilometer weniger, als das aktuelle Model 3 in der Long-Range-Ausführung schafft. Warum? Das Model Y ist ein SUV und hat dadurch bauartbedingte Nachteile. Der deutsche Model-Y-Konfigurator nennt allerdings 540 km Reichweite nach WLTP für das Hinterradantriebsmodell, das rund 55.000 Euro zu haben sein soll. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 209 km/h, die Spurtzeit mit 5,8 Sekunden angegeben.

Das Dual Motor AWD-Modell, also die Allrad-Variante des Model Y kommt 505 km (WLTP) weit. Top-Speed: 217 km/h, Spurtzeit: 5,1 Sekunden. Die Preise für die Allrad-Version beginnen hierzulande bei 58.620 Euro.

Top-Modell der Model Y-Baureihe ist das Performance-Modell, das 65.620 Euro kosten wird. Die Performance-Version kommt ebenfalls auf eine Reichweite von 480 Kilometer (WLTP), soll aber bis zu 241 km/h schnell sein und in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 spurten. Insgesamt soll das Model Y funktional wie ein SUV sein, sich aber fahren wie ein Sportwagen, sagt Musk.

Technische Daten: Tesla Model Y (2020)

Mögliche, maximale Anhängelast: 1451 Kilogramm

Mögliche, maximale Stützlast: 145 Kilogramm

Basispreis: ab 35.900 Euro

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