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Mondauto: Toyota baut für die Raumfahrt ein Wasserstoff-Auto mit 10.000 Kilometern Reichweite

Handelsblatt-Logo Handelsblatt 16.03.2019 Holger Holzer
Der Rover soll rein elektrisch für lange Expeditionen auf dem Mond genutzt werden. © Toyota Der Rover soll rein elektrisch für lange Expeditionen auf dem Mond genutzt werden.

Astronauten sollen künftig mit einem Brennstoffzellen-Auto von Toyota den Mond erkunden. Das Modell kommt weiter als die irdische Konkurrenz.

Autohersteller Toyota entwickelt ein Brennstoffzellenauto für das japanische Mondprogramm. Der im Auftrag der nationalen Raumfahrtagentur Jaxa gebaute Rover könnte in rund einem Jahrzehnt auf den Erdtrabanten geflogen und dort als Transportmittel für bis zu vier Astronauten genutzt werden.

Dabei ist der so genannte Rover natürlich deutlich größer als alle Fahrzeuge, die Toyota auf Erden baut. Das Fahrzeug soll rund 6 Meter lang und 5,20 Meter breit sein und rund 13.000 Liter Innenraumvolumen bieten. Denn die Astronauten sollen dort auf ihren langen Expeditionen auf dem Mond auch wohnen können.

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Der Vorteil gegenüber den Fahrzeugen des Apollo-Programms: durch die geschlossene Bauweise müssen die Astronauten an Bord keinen Raumanzug tragen. Ans Steuer muss niemand: der Rover soll vollständig autonom die Oberfläche des Mondes erkunden.

Das Mondauto soll vor allem für Touren bis 10.000 Kilometer genutzt werden. Eine rein elektrische Reichweite, die auf der Erde bislang kein Fahrzeugmodell erreicht. Der Elektromotor des Rovers wird von einer Brennstoffzelle mit Strom versorgt, zusätzliche Energie stellen Solarzellen zur Verfügung, die bei der Fahrt die Energie der Sonne auftanken sollen.

Bislang beschränken sich Toyotas Erfahrungen mit der Brennstoffzelle auf die Erde. Seit 2014 bieten die Japaner die Wasserstofflimousine Mirai an, für Ende des Jahres wird die Vorstellung eines Nachfolgers erwartet.

Neben der Brennstoffzelle sorgt ein Solar-Panel für Strom. © Toyota Neben der Brennstoffzelle sorgt ein Solar-Panel für Strom.

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