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R5-Nachfolger wird zum Oldtimer - Renault Clio 1 Typ 57 (1990-1998)

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 04.02.2020 Andreas Of

Als Renault 1990 den Clio auf den Markt brachte, bekam der Kleinwagen viel Aufmerksamkeit und Lob für Komfort und Raumangebot. Besonders begehrt sind die edlen Baccara und die schnellen sowie seltenen Williams.

© Renault

Das „Auto des Jahres“ 1991 war bei seiner Präsentation ein echter Meilenstein: Es war zwar nicht der erste Renault mit Namen statt Ziffern, aber der Beginn einer neuen Namensgebung: Fortan sollten alle Modelle Namen tragen. In Größe und Ausstattung war der Clio gegenüber dem R5 deutlich weiterentwickelt und mit cW-Wert 0,32 technisch ausgefeilt. Mit verzinkten Blechen sollte die Karosserei außerdem länger halten. Edle Ausstattungen wie das Topmodell Baccara halfen, den Clio höher zu positioneren. Für Aufmerksamkeit bei Sportfahrern sorgten der leistungsfähige 1.8 16V und der limitierte Williams mit Zweilitermotor.

Größer und edler als der R5

Der Clio war vor allem deutlich größer als der R5: 2,47 Meter Radstand statt 2,41 Meter und 3,71 Meter Länge statt 3,59 Meter. Fünf Zentimeter mehr Breite und acht Millimeter mehr Höhe ließen den Clio außerdem flacher wirken als den R5. Mit der größeren Karoserie positionierte Renault den Clio höher als seinen Nachfolger. Auch die Ausstattung sollte dazu beitragen: ABS, elektrische Fensterheber, Klimaanlage und Zentralverriegelung konnten 1990 nicht bei jedem Kleinwagen bestellt werden. Wer mehr Luxus wollte, nahm das Spitzenmodell Baccara mit Wurzelholzdekor und Ledersitzen. In Wagenfarbe lackierte Stoßfänger und 14-Zoll-Leichtmetallräder signalisierten den Sonderstatus des Nobel-Kleinwagens nach außen.

Die Motoren: Diesel und Benziner mit 48 bis 90 PS

Anfangs war der Clio in Deutschland mit drei Motoren lieferbar: Die beiden Benziner mit 1,2 und 1,4 Litern Hubraum leisteten 58 und 59 PS. Der 88-PS-Benziner für die besseren Ausstattungsvarianten RT und Baccara war optional auch mit einer elektronisch geregelten 4-Stufen-Automatik erhältlich. Mit Fünfgang-Schaltgetriebe lag die Beschleunigung von null auf 100 km/h bei zehn Sekunden. Alternativ gab es einen Saugdiesel mit 1,9 Litern Hubraum und 64 PS.

Clio mit 147 PS: Williams

Auf über 200 km/h beschleunigte der Clio ab 1991 mit dem 16-Ventil-Vierzylinder. Der 1,8-Liter-Vierventiler leistete 135 PS bei 6500/min und beschleunigte den sportlich ausgerichteten Kleinwagen in 8 Sekunden von null auf 100 km/h. Das war noch nicht das Ende der Möglichkeiten: Wegen der Formel-1-Kooperation mit dem Rennstall Williams brachte Renault 1994 den Williams Clio auf den Markt. Dunkelblauer Metalliclack und goldfarbene Felgen sorgten für eine coole Optik, ein Zweiliter-Vierventiler für 216 km/h Höchstgeschwindigkeit.

Renault Clio im Test

Typisch Renault und bei den gewachsenen Abmessungen kein Wunder: Raumgefühl und Raumangebot waren gut, der Komfort sowieso: „Das Fahrwerk des Clio ist ein Musterbeispiel auf der Suche nach einem Kompromiss zwischen Komfort und Sportlichkeit“, schreibt auto motor und sport im ersten Fahrbericht in Heft 13/1990. Kritisiert wurden Poltergeräusche, kurze Sitzflächen und ein unsteter Geradeauslauf. Der letzte Satz war eine Ansage: „Er wird mit Sicherheit eine ernsthafte Konkurrenz für VW Polo und Co.“ Das trat dann auch ein, über vier Millionen Clio 1 verkaufte Renault. Bis heute hat Renault in 30 Jahren über 15 Millionen Clio unter die Leute gebracht. Aktuell ist Generation Fünf unterwegs.

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