Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

S mit Klasse

AutoNEWS-Logo AutoNEWS 10.06.2017

Stuttgart, 8. Juni 2017 - Vor fast genau 90 Jahren, am 19. Juni 1927, fand das erste Autorennen auf dem frisch gebauten Nürburgring statt. Beinahe vergessen ist hingegen die Tatsache, das seinerzeit noch eine Neuheit am Start war: Der Mercedes-Benz Typ S, mit dem Rudolf Caracciola prompt am "Ring" siegte, der damals inklusive der Südschleife noch 29 Kilometer lang war. Caracciolas Schnitt: 101,1 km/h.

Der weiße Elefant: Vor 90 Jahren debütierte der Mercedes Typ S S mit Klasse

Schnelle Elefanten
Mit diesem Erfolg zum Einstand beginnt eine Siegesserie der "weißen Elefanten" (so genannt wegen ihrer Lackierung und dem Kompressor-Brüllen), die bis zur Ära der Silberpfeile in den frühen 1930er-Jahren reicht. Zu diesem Zeitpunkt markieren die SSK- und SSKL-Modelle den Höhepunkt, von denen nur 33 Stück gebaut werden. Über sieben Liter Hubraum, bis zu 250 PS und 192 km/h Spitze sind damals Supersportwagen-Niveau.

Aus K wird S
Doch zurück ins Jahr 1927: Erst ein Jahr zuvor fusionieren Daimler und Benz. Der Typ S entsteht aus dem ebenfalls im Rennsport aktiven Modell "K" mit Sechszylinder-Kompressormotor. Daran hält Mercedes fest, optimiert aber den Wagen deutlich. So wird zugunsten einer besseren Achslastverteilung der Motor tiefer eingebaut und um 30 Zentimeter nach hinten versetzt. Das Gewicht des Fahrgestells sinkt um 230 Kilogramm auf 1.270 Kilogramm. Parallel steigt der Hubraum um über einen halben Liter auf 6.789 Kubikzentimeter, weshalb auch oft die Bezeichnung "680 S" kursiert. Ab Werk leistet der Block 120 PS, mit Kompressor sind es 180 PS.

Schnelle Pass-Kontrolle
Rund einen Monat nach dem Eröffnungsrennen feiert Mercedes im Juli 1927 einen Dreifachsieg auf dem Nürburgring beim Großen Preis von Deutschland. Im August 1927 jagt Rudolf Caracciola in einer bis heute unerreichten Rekordzeit auf den Klausenpass in der Schweiz. Ganz so eilig haben es die zivilen Besitzer eines Typ S nicht: Für sie bietet Mercedes ab Werk einen offenen Tourenwagen mit vier Sitzplätzen oder ein Cabriolet an. Doch nicht wenige der solventen Käufer wenden sich gleich an namhafte Karosseriebauer wie Erdmann und Rossi (Berlin), Saoutchik (Paris) oder van den Plas (Brüssel). W 06 lautet die interne Bezeichnung für den Typ S, sie wird auch bei den 1928 eingeführten Typen SS und SSK beibehalten.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von AutoNEWS

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon