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Sauberes Trinkwasser aus dem Tank - WM Aquatec Filtersystem fürs Wohnmobil

Promobil-Logo Promobil 25.06.2022 Dominic Vierneisel

Eine Komplettlösung für die Wasserhygiene filtert schädliche Stoffe aus dem Frischwasser. promobil erklärt, wie das Gerät funktioniert, zeigt im Detail den Einbau – und zapft in Zukunft sauberes Wasser.

Den Einbau können rund 200 geschulte Partnerbetriebe von WM Aquatec übernehmen. Mit zwei bis drei Stunden sollte man dafür rechnen. © A. Becker Den Einbau können rund 200 geschulte Partnerbetriebe von WM Aquatec übernehmen. Mit zwei bis drei Stunden sollte man dafür rechnen.

Wasser im Reisemobil einfach bedenkenlos verwenden und trinken zu können – das wäre schön. Möglichkeiten, aus Hähnen und Brausen sauberes Nass sprudeln zu lassen, gibt es indes durchaus. promobil stellt mehrere vor und erklärt, worauf Sie beim Umgang mit dem Frischwasser achten müssen. Insbesondere präsentieren wir eine Komplettlösung vom Wasserspezialisten WM Aquatec und beschreiben den Einbau.

Grundregeln für die Wasserhygiene

Doch Wasserhygiene fängt schon früher an. Bereits bei der Versorgung, also dem Befüllen des Frischwassertanks, gilt eine gewisse Umsicht. Nur eine saubere Quelle bzw. Versorgungsstation ist auch vertrauenswürdig. Liegt der Wasserschlauch am Stell- und Campingplatz mutmaßlich schon den ganzen Sommer über in der prallen Sonne achtlos im Gras, sollten Sie hier lieber nicht nachtanken. Denn dann haben sich mit ziemlicher Sicherheit Keime vermehrt und als Biofilm an den Schlauchinnenwänden angelagert und kontaminieren so auch das nachgefüllte Wasser.

Die regelmäßige Reinigung der Wasseranlage im Fahrzeug ist wesentlicher Bestandteil des Hygieneprogramms. Schließlich isst man auch nicht von ungespülten Tellern. Zudem können sich auch in Tanks und Schläuchen Keime vermehren und anlagern – auch wenn in moderneren Freizeitfahrzeugen prinzipiell trinkwasser-echte Materialien verwendet werden müssen, die die Biofilm-Bildungdeutlich erschweren.

Wenigstens einmal im Jahr sollten Tank und Leitungen aktiv gesäubert werden. Wo das möglich ist – etwa beim Tank durch die Weithalsöffnungen –, sollte der Pfleger auch die Bürste zur mechanischen Reinigung ansetzen. Für das chemische Reinemachen gibt es im Fachhandel eine Vielzahl entsprechender Produkte. Sie müssen im gesamten System meist über längere Zeit einwirken. Waren Sie in Gegenden mit zweifelhafter Wasserqualität unterwegs, wiederholen Sie den Vorgang vorsorglich mehrmals. Abschließend alles gründlich mit klarem Wasser durchspülen. Dann ist das Wassersystem wieder einsatzbereit.

WM Aquatec KLW: Filtern, Desinfizieren, Konservieren


Video: Leitungswasser oder Mineralwasser: Was ist gesünder? (Bit Projects)

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Aber auch darüber hinaus kann man einiges tun für sauberes Wasser im Mobil. Für den Einsatz im Fahrzeug gibt es verschiedene Filtersysteme. Eines davon ist die Komplettlösung Wasserhygiene, kurz KLW, von Aquatec, die promobil in den Malibu-Dauertestwagen einbauen ließ. Interessant macht dieses System die Kombination von zwei verschiedenen Wasserreinigungsprinzipien.

Stufe 1 ist ein Aktivkohlefilter, der Schad- und Schwebstoffe bis zu einer Teilchengröße von 0,01 mm (10 μm) zurückhält. Auch Pestizide, Schwermetalle und Geschmacksstoffe bleiben nach Herstellerangaben im Filter hängen. Es gibt feinere Filter, doch diese reduzieren den Wasserdurchfluss stärker.

Sollte der Wasserdruck im Mobil schon vor dem Einbau der KLW unbefriedigend sein, empfiehlt sich der Einsatz einer leistungsstärkeren Druckmembranpumpe, doch das verteuert und verkompliziert den Einbau natürlich. Bei dem mit einer Tauchpumpe ausgestatteten Malibu Van konnten wir nach dem Einbau keinen nennenswert geringeren Wasserdruck an den Armaturen feststellen.

Das kann sich aber noch ändern, weil sich das Filterelement (11,90 Euro) mit der Zeit zusetzt; es muss daher in gewissen Abständen getauscht werden – theoretisch nach einem Durchfluss von 17.500 Litern bzw. alle sechs bis zwölf Monate.

Stufe 2 der KLW ist eine UV-Desinfektionseinheit, die das Wasser zusätzlich entkeimt. Erreger, die den Filter passiert haben, werden hier mit Hilfe von UV-Licht abgetötet. Dazu wird das Wasser direkt an der UV-LED vorbeigeführt. Bis zu 99,99 Prozent der Keime – abhängig vom Durchsatz – soll die UV-C auf diese Weise unschädlich machen. Für stärkeren Wasserdurchfluss, etwa bei Oberklasse-Reisemobilen, lassen sich zwei UV-C-Einheiten auch parallel schalten.

Die UV-C ist wartungsfrei und auf eine Lebensdauer von rund 5.000 Betriebsstunden (ohne Stand-by-Betrieb) ausgelegt. Heißt: Bei üblicher Benutzung hält sie ein Fahrzeugleben lang. Das Gerät schaltet sich nur dann ein, wenn wirklich Wasser fließt. Den Steuerungsimpuls greift man am einfachsten an der Stromzuleitung für die Tauchpumpe ab. Die UV-Einheit selbst erhält eine eigene Versorgung mit 12 Volt. Der Verbrauch im Betrieb liegt bei 1,2 A, im Stand-by-Modus bei lediglich 0,02 A. Zur Vermeidung von Ruhestromverbräuchen bei längeren Standzeiten sollte das Gerät so angeschlossen werden, dass es zusammen mit dem Bordnetz abgeschaltet werden kann.

Eingebaut wird die KLW in die vom Tank abgehende Leitung und – wichtig! – vor dem Verteilerstück, das das Frischwasser zu den verschiedenen Zapfstellen in Küche, Bad bzw. Boiler leitet. Beim Dauertestwagen fanden wir dieses Y-Stück hinter der Wandverkleidung im Kleiderschrank, in dem auch genug Platz ist für Filter und UV-Einheit selbst.

Um dem Gerät die Arbeit etwas zu erleichtern, empfiehlt sich, das Wasser zu konservieren. Ein Konservierungsmittel im Tank wie ein Silbernetz oder ein flüssiger Zusatz bremst die Vermehrung der Keime im Wasser.

Einbau-Praxis: Schritt für Schritt

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