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So fährt das neue Kompakt-SUV - Neuer Ssangyong Korando (2017) Fahrbericht

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 30.06.2017 Uli Baumann, Torsten Seibt
Ssangyong Korando 2017: Zum neuen Modelljahr hat der koreanische Automobilhersteller seinen SUV-Crossover Korando umfangreich aufgewertet. Neben einer neugestalteten Front gibt es Updates im Interieur. So fährt das neue Kompakt-SUV - Neuer Ssangyong Korando (2017) Fahrbericht

Zum neuen Modelljahr hat der koreanische Automobilhersteller seinen SUV-Crossover Korando umfangreich aufgewertet. Neben einer neugestalteten Front gibt es Updates im Interieur.

Die neu gestaltete Frontpartie des Ssangyong Korando prägt ein breitgeflügelter, aber filigraner wirkender Kühlergrill, den zwei, im Ssangyong-Logo aufgehende Chromlamellen zieren. Er wird von neu gezeichneten Scheinwerfern mit integrierten L-förmigen Tagfahrleuchten aus elf LED eingerahmt. Den unteren Lufteinlass in Wabenoptik flankieren je nach Ausstattung eine kombinierte Blinker- und Nebelscheinwerfer-Einheit. Neben dem frischen Look beschert die neue Front dem Korando auch bessere Werte beim Fußgängercrashtest. Auch der hintere, nun zweifarbige Stoßfänger wurde neu gestaltet, doppelte Auspuff-Endrohre setzen zusätzliche Akzente.

Neues Lenkrad und erweiterte Ausstattungen

Im Innenraum wartet auf den Fahrer ein neues Multifunktionslenkrad. Dahinter liefert die in der Topausstattung eine neue Instrumententafel mit vielfach einstellbarer Hintergrundbeleuchtung alle wichtigen Informationen. Neu sind auch die Applikationen sowie die Chromzierelemente auf der Armaturentafel.

Aufgewertet hat Ssangyong zum neuen Modelljahr auch die drei verfügbaren Ausstattungen Crystal, Quartz und Sapphire. Bereits die Einstiegsversion, die zum unveränderten Grundpreis ab 19.990 Euro angeboten wird, fährt jetzt unter anderem mit Klimaanlage, Geschwindigkeitsregelanlage, partiell beheizbarer Frontscheibe sowie einem Radio mit CD-/MP3-Funktion, sechs Lautsprechern und Bluetooth-Freisprecheinrichtung vor. Für die Sicherheit sorgen sechs Airbags, elektronisch gesteuerte Kopfstützen, ISOFIX-Kindersitzbefestigungen, ein aktiver Überschlagschutz sowie ein Berganfahrassistent.

Ab dem Ausstattungsniveau Quartz, das ab 24.890 Euro im Korando zu haben ist, ist neben Nebelscheinwerfern, einer Sitzheizung vorn, Licht- und Regensensor sowie einem Smart-Audiosystem mit Sieben-Zoll-Touchscreen, Rückfahrkamera und USB-/HDMI-Schnittschnelle erstmals auch eine Einparkhilfe vorn an Bord.

Antriebstechnik bleibt unverändert

In der Topausstattung Sapphire, die mit wenigstens 27.990 Euro in der Preisliste steht, gehören HID-Scheinwerfer und und ein TomTom-Navigationssystem ab sofort zum Serienumfang. Zu den weiteren Features gehören unter anderem neu gezeichnete 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, elektrisch anklappbare Außenspiegel, Edelstahl-Einstiegsleisten, Ledersitze, eine Sitzheizung (auch im Fond) und ein beheizbares Lederlenkrad.

Keine Veränderungen gab es hingegen auf der Antriebsseite. Der Ssangyong Korando ist weiterhin als e-XDi220 mit dem 178 PS starken 2,2-Liter-Turbodieselmotor oder als Benziner e-XGi200 mit zwei Litern Hubraum und 149 PS zu haben. Geschaltet wird weiter wahlweise per 6-Gang-Schaltgetriebe oder einer 6-Stufen-Automatik. Optional gibt es den Ssangyong Korando mit Front- oder Allradantrieb. Auch hier gibt es keine Veränderung.

So fährt der Ssangyong Korando

Zum Fahrtermin gab sich der Korando als Diesel die Ehre. Der schwächere Benziner sollte nur bei Asketen auf dem Zettel stehen, denn er hat seine liebe Mühe mit dem doch recht schweren (in vollem Ornat rund 1,8 Tonnen) SUV. Für den Diesel gilt das eher nicht, denn der steht im Gegensatz zum Downsizing-Trend im Wettbewerbsumfeld geradezu prächtig im Futter. 2,2 Liter Hubraum und fast 180 PS sind eine ordentliche Ansage in diesem Segment und der kompakte Koreaner tritt auch entsprechend an. Der Vierzylinder reagiert sehr spontan auf Gaspedalbefehle, setzt sie in zügigen Vortrieb um. Dabei setzt er vor allem auf Drehmoment, „sportliche“ Fahrweise mit hohen Drehzahlen sind nicht sein Metier. Bis auf Autobahn-Richtgeschwindigkeit geht es zügig, darüber wird die Luft dann dünner.

Die Sechsgang-Automatik, die im Testwagen installiert war, kann empfohlen werden, sie macht ihren Job beflissen und sanft. Ungewöhnlich: Soll manuell durch die Gänge geflippt werden, ist links am Ganghebel eine winzige Schaltwippe integriert, mit der die entsprechenden Befehle ans Getriebe weitergeleitet werden. Ansonsten ist der Korando mit Ausnahme der unsichtbar versteckten Schalterinsel links des Lenkrads (unter anderem für Allrad-Sperre und ESP) einfach und übersichtlich bedienbar. Das liegt allerdings auch an der Abwesenheit vieler moderner, bei anderen Kompakt-SUV inzwischen verfügbarer Technik. Auch in Sachen Assistenzssysteme muss auf den Nachfolger gewartet werden. Das Infotainment mit bei TomTom zugekauftem Navi ist die einzige Reminiszenz an das Jahr 2017. Allerdings kann es auch durchaus seinen Reiz haben, einmal nicht komplett bemuttert zu werden, bei jedem auftauchenden Verkehrszeichen gewarnt und Fahrzeugen im toten Winkel bepiept zu werden, auch der Tempomat arbeitet ganz einfach als solcher. Kein Radar, kein erhobener Zeigefinger.

Ebenso ein bisschen aus der Zeit gefallen wirkt das hüftsteife Fahrwerk. Kurze und heftigere Unebenheiten bringen es ziemlich aus dem Konzept (hoppelhoppel), auf Kopfsteinpflaster wird es anstrengend. Die Lenkung gibt sich in der Mittellage ähnlich ratlos, erst bei stärkeren Kurvenradien kommt Gefühl auf. Als Familienauto taugt der Korando, wenn der Nachwuchs sich noch nicht zum Pubertier entwickelt hat. Für größere Insassen im Heck ist die Sitzbank zu tief montiert, die Beine deshalb stark angewinkelt, sehr viel Platz nach vorne ist auch nicht. Dazu kommt für Größere die Kopfnussgefahr durch die niedrige Dachkante.

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