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Vergessene Studien: Chrysler D’Elegance (1952)

motor1-Logo motor1 06.07.2020 Roland Hildebrandt

Das Meisterstück von Virgil Exner und Ghia definierte den Stil der 50er Jahre

Chrysler D'Elegance © Motor1.com Hersteller Chrysler D'Elegance

Zu den Autodesignern, deren Einfluss in der Geschichte am größten war, gehört sicherlich Virgil Exner. Eines seiner bedeutendsten Werke ist nach wie vor der Chrysler d'Elegance von 1952.

Mit diesem gewundenen und langen zweisitzigen Coupé gab der amerikanische Designer dem gesamten Chrysler-Stil eine Wendung, aber er inspirierte auch den Volkswagen Karmann-Ghia, dessen Einflüsse vom D'Elegance nicht zu übersehen sind.

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Der Verlauf des Daches und der Fensterlinie sowie die kühn vorspringende Form der hinteren Radkästen sind in der Tat gemeinsame Stilelemente und machen den Chrysler D'Elegance zu einem der ikonenhaftesten Konzeptfahrzeuge aller Zeiten.

Für das Protokoll: Das Auto wurde 2011 bei RM Sotheby's für umgerechnet 841.000 Euro versteigert.

Das Merkwürdige ist, dass die Idee eines niedrigen, langen und luxuriösen Coupés mit imposanten und zugleich sportlichen Formen bereits Anfang der 1950er-Jahre in der Luft lag, wie der Bentley Mark VI Cresta II des Franzosen Facel Metallon aus dem Jahr 1951 oder der entzückende kleine Simca 8 Sport von Stabilimenti Farina aus dem Jahr 1948 zeigen.

Chrysler D'Elegance © Motor1.com Deutschland Chrysler D'Elegance

Wir wissen nicht, ob Virgil Exner durch die Kreation von Jean Daninos inspiriert wurde, aber mit seinem 1952 auf dem Pariser Salon ausgestellten Chrysler D'Elegance verblüffte er die Welt, indem er eine lange horizontale Linie ins Blech schlug, die von den vorderen Kotflügeln bis zu den abgerundeten und breiten hinteren Radkästen verläuft.

Chrysler D'Elegance © Motor1.com Deutschland Chrysler D'Elegance

Dazu kommen ein großer, von einem breiten Maschengitter abgedeckter Front-"Mund", die vorn eingelassenen und in Vertiefungen versenkten Scheinwerfer und eine lange Heckklappe, die die Abdeckung für das Reserverad enthält.

Speichenräder, Weißwandreifen, eine rote Metallic-Lackierung und spezielle, hervorstehende "Mikrofon"-Rücklichter vervollständigen das Erscheinungsbild des spektakulären D'Elegance. Innen gab es maßgeschneiderte Koffern und eine edle Inneneinrichtung aus schwarzem und cremefarbenem Leder.

Chrysler D'Elegance © Motor1.com Deutschland Chrysler D'Elegance Chrysler D'Elegance © Motor1.com Deutschland Chrysler D'Elegance

Der Bau dieses einzigartigen Modells wurde der Carrozzeria Ghia in Turin anvertraut, damals unter der Leitung von Luigi Segre und in jenen Jahren fähig zu einer engen Zusammenarbeit mit Chrysler für die Definition des neuen "Forward Look" von Exner.

Vier frühere Chrysler-Prototypen, ebenfalls von Exner gestaltet, trugen zur Definition des Stils des D'Elegance bei: der K-310, der C-200, der Special und der Special Modified. Von diesen ging nur der Special in Kleinserie mit einigen Dutzend Einheiten, die von Ghia produziert und in Europa unter dem Namen GS-1 verkauft wurden.

Chrysler D'Elegance © Motor1.com Deutschland Chrysler D'Elegance Chrysler D'Elegance © Motor1.com Deutschland Chrysler D'Elegance Chrysler D'Elegance © Motor1.com Deutschland Chrysler D'Elegance

Der einzigartige Chrysler D'Elegance nutzt das verkürzte Fahrgestell des serienmäßigen New Yorker. Hinzu kam ein 5,8-Liter-V8-Hemi-Motor mit 280 PS, kombiniert mit dem PowerFlite-Automatikgetriebe, das bei der Restaurierung nachträglich eingebaut wurde. Der Stil des D'Elegance wurde zum Teil durch das viertürige Konzept des Chrysler Chronos von 1998 gefeiert, das den serienmäßigen 300C vorwegnahm.

[Fotos: Darin Schnabel für RM Sotheby's]


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