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Vollkommene Neuentwicklung - Triumph Tiger 1200 Erlkönig

MOTORRAD online-Logo MOTORRAD online vor 4 Tagen Michael Pfeiffer

MOTORRAD fuhr die neueste Version der Triumph Tiger 1200 vor die Linse. Der erwischte Erlkönig deutet auf eine komplett neu entwickelte Großenduro hin.

© Stefan Baldauf

Der britische Motorradhersteller Triumph scheint mit einer Neuauflage seiner großen Enduro inen neuen Anlauf gegen die BMW GS zu nehmen. Die neue Triumph Tiger, deren Prototyp bei Fahrversuchen in südlichen Gefilden ertappt wurde, zeigen klar, die Briten haben noch mal viel Geld in die Hand genommen und ihr Reiseenduro-Flaggschiff von Grund auf erneuert.

Neuer Dreizylinder

Der Motor bleibt ein Dreizylinder, wirkt allerdings etwas kompakter als sein Vorgänger und wird wohl wie die kleinen Motoren eine spezielle Kurbelwellenkröpfung für mehr Charakter erhalten. Über den Hubraum kann man nur spekulieren, die Zylinderbank wirkt aber sportlich weiter nach vorne geneigt. Möglicherweise soll das Triebwerk auch in der bald zu erwartenden Speed Triple für Furore sorgen, dann aber mit Kettenantrieb. Zwischen 1.100 und 1.300 cm³ ist alles drin in der neuen Tiger, die übliche Leistung in diesem Segment von 135 bis 150 PS wäre damit kein Problem.

Zweiarmschwinge mit Momentenausgleich

Der Hinterradantrieb ist völlig neu konstruiert. Das Hinterrad wird nun von einer Zweiarmschwinge geführt, das Hinterachsgetriebe zum Momentenausgleich des Antriebs abgestützt. Die Konstruktion mit beidseitiger Momentabstützung erinnert an die Kawasaki GTR 1400, die Grünen nannten das System Tetralever. Der Tiger wird es eine neutrale und gut ansprechende Hinterhand gewähren.

Die Reifen, die nun auf Speichenrädern mit außen angeschlagenen Nippeln montiert werden, wirken auffallend schmal. Das Vorderrad scheint auch ein 21-Zöller zu sein. Wie das abschraubbare Rahmenheck soll so wohl die Offroad-Tauglichkeit der Enduro gesteigert werden. Ein Bereich, in dem die alte Tiger schwach aufgestellt war. Den Offroad-Anspruch unterstreicht auch die große, eng anliegende Aluminiumwanne unter dem Motor. Die meint Steinschlagschutz tatsächlich ernst.

Elektronisches Fahrwerk und neues Design

Die stark vorn eingefederte Maschine und das weit ausgefederte Heck verraten, dass der Triumph-Testpilot hart in die Kurve bremste, aber über viel Federweg verfügt. Ein auffallend großer Ausgleichsbehälter für das hintere Federbein lässt auf ein elektronisches Fahrwerk schließen. Brembo-Bremsen und eventuell neue ZF- oder Sachs-Federelemente werden die Tiger auf den Stand der Technik heben, eine Menge Elektronik die Reiseenduro sicher und für unterschiedliche Einsatzzwecke anpassbar machen.

In Sachen Design haben die Briten aufgeräumt. Der Tank wirkt flacher, die Seitenverkleidungen schlanker, der neue Scheinwerfer dynamischer. Die manchmal etwas tapsige Tiger hat also eine deutliche Schlankheitskur verordnet bekommen.

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