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VW plant mit 50 Millionen Elektroautos - Volkswagens E-Auto-Zukunft

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 12.11.2018 Thomas Harloff
Herbert Diess, VW-Markenvorstand, Interview © Arturo Rivas Herbert Diess, VW-Markenvorstand, Interview

Volkswagens Elektroauto-Fahrplan sah bislang so aus: 2020 kommt der I.D. in Golf-Größe. Im selben Jahr will VW insgesamt 100.000 Stromer auf die Straßen bringen. 2025 soll es eine Million Elektro-VWs pro Jahr sein. Doch VW-Vorstandschef Herbert Diess denkt bei dem Thema noch viel größer, das wurde in einem Interview mit dem US-Branchenmagazin „Automotive News“ klar. In den Werken seien Kapazitäten für 50 Millionen Elektroauto-Plattformen gebucht, bei den Batterieherstellern CATL, LG und Samsung seien ebenso viele Batterien bestellt. „Wir werden weltweit groß im Geschäft mit Elektroautos sein, weil wir sehr stark in China sind“, sagte Diess.

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40 Prozent geringere Kosten dank MEB

Die Basis dafür sei der Modulare Elektrifizierungs-Baukasten (MEB), der viel bessere Möglichkeiten für Synergien bringe. Man rechne bei einem Vertreter der I.D.-Reihe mit einer Kostenersparnis von etwa 40 Prozent im Vergleich zum E-Golf, allerdings bei doppelter Reichweite und größerem Platzangebot. „Wir haben die beste Aufbaustrategie für Elektrofahrzeuge“, sagte Diess. Deshalb sei man auch grundsätzlich offen, den MEB für andere Hersteller zu lizenzieren. Außerdem glaubt Diess, dass der Elektro-Trend den SUV-Boom stoppen werde, weil Limousinen eine um bis zu 50 Meilen höhere Reichweite schaffen können als große SUVs.

Diess machte aber ebenso klar, dass VW nicht sofort alles auf die Karte Elektroauto setzen werde. Man entwickle auch die Benzin- und Dieselmotoren weiter und mache sie energieeffizienter. Das forderten auch die Märkte, in denen Elektroautos auf absehbare Zeit kein Thema sind, auch wegen einer mangelnden Ladeinfrastruktur. Außerdem sieht er in der gesamten Autoindustrie, aber speziell im VW-Konzern noch Nachholbedarf beim Thema Digitalisierung des Verkehrs: „Wir sind noch nicht hundertprozentig darauf vorbereitet, dass das Auto ein Endgerät zur Internetnutzung ist.“

Medien: VW plant Elektroauto für 18.000 Euro

Unterdessen meldet die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass VW ein Elektroauto für etwa 18.000 Euro plane. Insidern zufolge soll es sich dabei um einen Crossover-Kleinwagen handeln, der im Emdener Werk gebaut werden soll. Dort wird später auch die mittelgroße Elektro-Limousine I.D. Aero produziert. Der bisher in Emden gebaute Passat wandert dagegen ab – den Insidern zufolge soll er von 2022 an bei Skoda in Tschechien montiert werden.

In einem Interview mit der Hauszeitschrift „Inside“ Mitte September klang Diess noch etwas zurückhaltender in Sachen E-Mobilität. Damals ging es ihm vor allem darum, die Umsatzrendite im Hinblick auf die Herausforderungen der Zukunft zu steigern: Fünf Prozent habe man bereits erreicht, sieben oder acht seien nötig, um krisenfest zu sein. Denn „die Kosten für die Einführung der Elektromobilität werden höher als erwartet sein“; erklärte Diess. Ob einzelne Modelle konkret teurer werden, erklärte der Vorstandsvorsitzende nicht. Das Unternehmen müsse vor allem in der Verwaltung deutlich effizienter werden, forderte Diess. Fortschritte sieht er bei der Unternehmenskultur: „Wir sind offener geworden, gehen Konflikten nicht mehr aus dem Weg.“

Zum Trendthema Digitalisierung erklärte Diess im Interview mit der VW-Mitarbeiterzeitschrift: „Die Digitalisierung des Autos ist zurzeit eine unserer größten Herausforderungen.“ Osterloh kritisiert: „Im Bereich Software hat es die Unternehmensführung seit Jahren schlicht verschlafen, die richtigen Weichen zu stellen.“

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