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Welches Coupé ist der bessere Dienstwagen? - Kaufberatung Audi A5 oder A7 Sportback 3.0 TDI

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 18.06.2017 Heinrich Lingner
Audi A5 Sportback 3.0 TDI, Audi A7 Sportback 3.0 TDI: Das Dienstwagen-Duell geht in eine neue Runde. Dieses Mal treten die viertürigen Coupés von Audi an. Welches Coupé ist der bessere Dienstwagen? - Kaufberatung Audi A5 oder A7 Sportback 3.0 TDI

Das Firmenauto muss nicht immer eine betuliche Limousine oder ein praktischer Kombi sein. Bei Audi A5 und A7 Sportback gibt es sogar Coupé-Eleganz mit vier Türen. Welcher 3.0 TDI eignet sich besser als Dienstwagen?

Womöglich ist das ja der Hauptgrund für das Auftauchen des viertürigen Coupés: Bei vielen Firmen gehören die Fondtüren zu den Grundbedingungen bei der Auswahl von Dienstwagen. Da passt es umso besser, wenn die zusätzlichen Türen nicht nur nützlich, sondern zudem schön sind.

Zweifellos ist das bei A5 und A7 Sportback der Fall, sie zählen wohl zu den gelungensten Design-Entwürfen aus Ingolstadt. Beliebt sind sie natürlich ebenso, weil sie Antriebe und Technik der A4- und A6-Baureihen nutzen, demzufolge eine große Zahl an Antriebs- und Ausstattungsvarianten verfügbar sind.

Die ausgeprägtere Vielfalt bietet hier freilich der A5 Sportback, er ist in insgesamt sieben Motorisierungsversionen lieferbar, vom 150-PS-Diesel bis zum Turbo-V6 mit 354 PS im S5. Am billigsten kommt hier der Interessent beim 2.0 TFSI mit 190 PS weg, den es mit Schaltgetriebe ab 37.800 Euro gibt, während die Diesel bei 38.300 Euro starten. Zusätzlich zum Basismodell bietet Audi den A5 in den Ausstattungsversionen Sport und Design an, die jeweils 1.700 Euro Aufpreis kosten. Dafür gibt es etwa beim Sport 18-Zoll-Alus statt der serienmäßigen 17-Zöller, Endrohrblenden in Chrom, einen Heckdiffusor und weiteren Zierrat, auf den getrost verzichtet werden kann. Sinnvoller Mehrwert im Interieur: die Sportsitze und das Sportlenkrad.

Letztere fehlen zwar beim Design-Modell, doch dafür gibt es innen höherwertige Stoffbezüge und aluglänzende Dekoreinlagen. Nichts also, was man beim Konfigurieren des Dienstwagens unbedingt anklicken müsste.

Benziner nur als Achtzylinder

Da findet man sich beim A7 etwas schneller in der Preisliste zurecht, weil es statt der Ausstattungslinien nur ein Grundmodell gibt und die Antriebspalette nicht ganz so üppig ausfällt. Hier beginnt der Spaß beim 3.0 TDI mit 190 PS ab 54.800 Euro. Der einzige Benziner im Programm ist der Achtzylindermotor mit 450 PS (S7) und 605 PS (RS7).

Dieselantriebe gibt es dagegen ausschließlich als V6, von 190 bis 326 PS, wobei die beiden schwächeren Varianten auch ohne Quattro-Antrieb lieferbar sind. So fällt es etwas schwer, A5 und A7 zu vergleichen, wir haben uns bei unseren Beispielrechnungen für den in beiden Modellen praktisch identischen 3.0 TDI mit 218 PS sowie Quattro und S tronic entschieden. Beim A5 ist er so ziemlich Top of the Line, im Falle des A7 jedoch so was wie die goldene Mitte des Angebots.

Der Diesel entspricht selbstverständlich der Euro-6-Norm, mit Harnstoffeinspritzung, Oxidationskat und SCR-beschichtetem Partikelfilter dürfte er an kommenden Fahrverboten sicher vorbeidieseln. Zudem sind ja gerade unter den beruflichen Vielfahrern besonders viele Selbstzünder-Fans zu finden, und die beiden Sportback mit ihren stämmigen V6-Triebwerken und den ebenso schnell wie ruckarm schaltenden Doppelkupplungsgetrieben sind ideale Kilometerfresser-Autos.

Der einzige Nachteil dabei: Man sollte schon einen gut dotierten Job haben, denn die beiden Audi sind nicht gerade billig. Da kann sich der geldwerte Vorteil für Privatnutzung und Arbeitsweg durchaus zu einer vierstelligen Zahl summieren. Selbst wenn man sich beim Anklicken der umfangreichen Optionslisten auf das Nötigste beschränkt, stehen am Ende Summen von 60.400 und 68.775 Euro. Mithin ist der A7 rund 8.000 Euro teurer als ein vergleichbarer A5, wobei die Grundpreise der beiden Modelle etwas weiter auseinanderliegen (rund 9.500 Euro).

Teurer A5, noch teurerer A7

Den 218 PS starken A5 TDI Quattro gibt es ab 49.100 Euro. Wer auf den Allradantrieb verzichten mag, kann an dieser Stelle 2.350 Euro sparen, denn der Motor ist ebenso mit Vorderradantrieb verfügbar. Zu empfehlen ist das nicht unbedingt, die 400 Newtonmeter Drehmoment lassen sich über alle viere wesentlich harmonischer auf die Straße bringen. Das gilt gleichermaßen für den A7, wo der 3.0 TDI mit 218 PS als Ultra mit Vorderradantrieb bei 54.800 Euro startet, der Quattro mit zentralem Kronenraddifferenzial bei 57.550 Euro.

Umgerechnet in geldwerten Vorteil für Anschaffungspreis und Arbeitsweg kommen da beim A5 bereits rund 800, beim A7 gar 970 Euro im Monat zusammen. Selbstverständlich wird keines dieser Coupés zum Basispreis verkauft, und die Mehrpreise für Sonderausstattungen werden von den Finanzbehörden ebenso zur Steuerbemessung hinzugezogen. Da fällt das fast wahllose Durchklicken der Aufpreisliste schon etwas schwerer, sodass hier bei der Berechnung der auto motor und sport-Konfiguration nur funktional sinnvolle Mehrausstattungen ausgewählt wurden und Metallic-Lackierungen oder größere Räder beispielsweise nicht. Apropos Lackierung: Aufpreisfreie Farbgebung ist bei den beiden Modellen etwas schwerer als sonst, denn nicht jeder mag seinen Audi in Brillantschwarz oder Ibisweiß. Alles andere kostet extra, beim A5 meist 890 Euro, im Falle des A7 980 Euro. Unser unverbindlicher Tipp: A5 in Tangorot, A7 in Florettsilber.

Zu den unverzichtbaren Extras zählen bei beiden jeweils möglichst umfangreiche Assistenz-Beigaben wie ACC, Side Assist, Parkhelfer und dergleichen mehr. Da bieten sich die diversen Paketlösungen an, beim A5 etwa die Pakete Stadt mit Parken (2.340 Euro) sowie Tour (1.640 Euro). Für den A7 empfiehlt sich das Assistenzpaket inklusive Pre Sense Plus für 2.760 Euro mit ACC und Pre Sense Front für 1.510 Euro.

Wählt man dazu noch das Businesspaket für 3.200 Euro, das unter anderem MMI-Navi, Phone Box, Sitzheizung und Einparkhilfe Plus umfasst, ist der Wagen bereits gut gerüstet. Beim A5 empfiehlt sich hingegen das Technology-Selection-Paket, das Komfortschlüssel, MMI Plus und Smartphone-Interface beinhaltet. Mindestens ebenso sinnvoll ist das adaptive Matrix-LED-Licht. Das ist beim A7 etwas billiger als beim A5 (960 statt 1.900 Euro), weil Letzterer bereits serienmäßig mit LED-Scheinwerfern kommt.

In puncto Kofferraum fasst der A7 nominell rund 50 Liter mehr (535 statt 480 Liter), doch wirklich großzügiger ist das Raumangebot nur im Fond. Hier sitzt es sich im über Laut Tabelle: ca. 24 cm Unterschied.24 cm längeren A7 Sportback deutlich luftiger. Doch wer auf diesen Extraplatz verzichten kann, fährt mit dem A5 Sportback das deutlich billigere und modernere Coupé.

Hohe Aufpreise im A7

Die Infotainment-Systeme der beiden Audi lassen so gut wie keine Wünsche offen. Trotz ähnlicher Technik fallen die Aufpreise beim A7 jedoch teils deutlich höher aus als beim A5.

Nicht nur für ihr Auto, auch fürs Infotainment zahlen Interessenten beim A7 mehr als beim A5. Das fängt schon mit der Navigation an: Wer in den Genuss zeitgemäßer Online-Verkehrsinfos kommen möchte, muss zur großen MMI Navigation Plus greifen, die schon allein 3.380 Euro kostet. Hinzu kommen weitere 500 Euro für das Datenmodul der Connect-Dienste. Das LTE-fähige Modul empfängt neben Online- Staudiensten auch Kraftstoffpreise umliegender Tankstellen, nennt freie Parkhäuser und informiert über lohnende Reiseziele. Ebenfalls empfehlenswert: Die Audi Phone Box für 440 Euro, die Mobiltelefone ohne fummelige Adapterschale oder Kabelanschlüsse induktiv mit einer Außenantenne verbindet. Unterstützt das Smartphone den Qi-Standard, wird es gleich noch kontaktlos geladen. A5-Käufern kann hingegen eine günstigere Variante empfohlen werden: Hier genügt das kleinere der beiden Navis (MMI Navigation), das für 1.500 Euro schon serienmäßig mit der Connect-Box ausgeliefert wird. Nach Ablauf der dreimonatigen Gratis-Phase fallen für die schlauen Datendienste allerdings Gebühren an. Die Phone Box ist mit 340 Euro ebenfalls etwas preiswerter als im A7. Und auch HiFi-Fans kommen im A5 günstiger auf ihre Kosten: Das Bang-&-Olufsen-Soundsystem mit 20 Lautsprechern und 755 Watt Verstärkerleistung (1.140 Euro) gehört nicht nur in seiner Preisklasse zu den besten HiFi- Anlagen am Markt. Das für den A7 lieferbare B-&-O-System spielt zwar nochmals feiner und druckvoller, mit 6.000 Euro Aufpreis dürfte es jedoch nur für besonders leidenschaftliche Musikfans infrage kommen.

Fazit:

Es gibt vieles, was in diesem Vergleich für den kleineren A5 spricht, etwa das größere verfügbare Motorenangebot, das insgesamt niedrigere Preisniveau, das geringere Gesamtgewicht und die etwas spritzigeren Fahrleistungen. Der Raumgewinn im A7 ist bis auf den Fond vernachlässigbar, das Fahrgefühl etwas gediegener und komfortabler. Dafür wirkt der A5 mit dem moderneren Interieur und dem knackigeren Design deutlich jünger und frischer.

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