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Winterfester Sprinter-Bus made in USA - Winnebago Boldt (2019)

Promobil-Logo Promobil 16.03.2019 Sophia Pfisterer
US-Kultmarke Winnebago präsentiert auf der Messe RV Experience in Salt Lake City den winterfesten Boldt, einen neuen Campingbus auf Sprinter Basis. © Winnebago US-Kultmarke Winnebago präsentiert auf der Messe RV Experience in Salt Lake City den winterfesten Boldt, einen neuen Campingbus auf Sprinter Basis.

„This is the van for real van users!“ – „Das ist ein Campingbus für Menschen, die den Campingbus wirklich nutzen!“, erklärt Winnebago Chef-Entwickler Chris Bienert im Youtube-Video zum neuen Winnebago Boldt. Ausgebaute Kastenwagen sind nicht gerade dafür bekannt, auch winterfest zu sein – das soll sich mit diesem Fahrzeug ändern.

Der Name „Boldt“ erinnert an das englische Wort „bold“, das so viel bedeutet wie „mutig“ oder „kühn“. Allerdings bezieht sich „Boldt“ auf den deutschen Naturforscher und Entdecker Alexander von Humboldt, dem wir viele Errungenschaften der modernen Geographie verdanken.

Autarker Campingbus Boldt

Gutes Stichwort, denn ein Erkundungsfahrzeug will der neue Winnebago auf moderner Sprinter-Basis sein: Dank dem „Pure3“ Energieversorgungssystem und seiner Wintertauglichkeit ist er darauf ausgelegt, autark zu stehen und auch abseits von Campingplätzen „off the grid“ zu campen. Für genügend Strom sorgt neben einer Lithium-Ionen-Batterie eine Solaranlage. Die neue digitale Mercedes-Sprachassistent MBUX und die neusten Sicherheitssysteme sind ebenfalls für die große Explorationsfahrt vorhanden.

Alle Wände hinter der B-Säule, die Decke und der Boden des Winnebago Boldt sind dick isoliert. Auch in der der Hecktüre ist jeder neuralgische Punkt in Isolierschaum gepackt. Dadurch soll es im Sommer dank Coleman-Klimaanlage kühl und im Winter mit der Trumo-Combi-Heizung warm bleiben – und zu jeder Jahreszeit ruhig, weil die Isolierung auch Geräusche draußen hält. Sämtliche Möbel und Dachstausschränke sind alle aus jeweils einem passenden Stück Sperrholz CNC-gefräst, was Verklebestellen minimiert und das Quietschen und Knarzen während der Fahrt auf ein Minimum reduzieren soll.

Die Wasserleitungen liegen alle im Inneren und sind frostgeschützt. Der 80-Liter-Frischwassertank und der 95-Liter-Abwassertank befinden sich zwar außerhalb des Innenraums am Fahrzeugboden. Doch auch diese Tanks sind isoliert und mit Heizmatten versehen. Die Batterie kommt im Fahrzeuginnneren im Bettkasten auf der Fahrerseite unter. So wollen die Winnebago-Entwickler Überhitzung oder Frost vermeiden.

Grundrisse mit zwei Längsbetten und Lounge

Aufgrund der schlanken Maße des Sprinter-Kastenwagens setzen deutsche Campingbus-Hersteller teilweise auf seitliche Erweiterungen, um ein Querbett unterzubringen (wie beispielsweise der Hymer-Car Grand Canyon S). Nicht so Winnebago. Beide Grundrisse bieten je zwei Längs-Einzelbetten und sind für zwei Personen ausgelegt.

Der Winnebago Boldt Q70 BL ist recht gewöhnlich mit Betten im Heck und dem Badezimmer und Küchenzeile in der Mitte, wobei sich die Küche an der Seite mit der sich elektrisch öffneneden Seitentür befindet.

Interessanter ist da schon der Q 70 KL – dieser Grundriss bringt das Badezimmer im Heck unter, sodass sich WC und Dusche gegenüberliegen und das Bad die gesamte Fahrzeugbreite einnimmt. Die Küchenzeile befindet sich auf der Fahrerseite. Die Betten auf beiden Seiten sind leicht versetzt zueinander, da auf der Beifahrerseite ein Schrank an das Bad angrenzt und danach erst die Liegefläche folgt.

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Modulare Möbel

Aufgrund der Anordnung der Betten sind in beiden Versionen die Betten je nach Wunsch oder Tageszeit auch als Sofas nutzbar. So wird der Wohnraum entweder zur Lounge oder zum Schlafzimmer. Dank „Flex-Bed-System“ sollen lassen sich die Einzelliegen für Platz- oder Kuschelbedürftige auch zum Queensbett zusammenbauen.

Individualisierbar dank modularem Aufbau ist das Fahrzeug durch ein sogenanntes „ramp track systems“, ein Schienensytem an allen Fenstern. Hier können Haken oder Aufbewahrungsboxen angebracht werden – und dann als Gewürzregal oder iPad-Halter dienen.

Auch der Tisch vor dem Beifahrersitz ist vielseitig einsetzbar. Hier kann man im Sitzen arbeiten oder ihn hochschrauben und ihn als Stehtisch benutzen. Der Tisch kann auch außerhalb des Fahrzeugs als Bar dienen oder weiter hinten im Wohnraum als Arbeitsflächenerweiterung an der Küche oder als Esszimmertisch in der Lounge.

Komfortausstattung und Preis

Ein 24-Zoll-LED-Fernseher ist genauso an Bord wie eine digitale HD-TV-Antenne. Sollte sich in den nächsten Jahren die Technik verändern gibt es für Wifi-Booster und Co. abgedichtete Dachluken, durch die man Kabel für Antennen oder Mobilfunk-Equipment ziehen kann. „Future Proof“ nennt das Winnebagos Entwickler – zukunftssicher.

Zur weiteren Komfortausstattung gehören eine Mikrowelle, eine Edelstahl-Spüle und eine Kühl-Gefrier-Kombi. Ein LPG-Anschluss und eine Wasseraufbereitungsanlage stehen im Boldt ebenfalls zur Verfügung. Der Preis für den Boldt liegt bei 185.000 US Dollar, das sind derzeit umgerechnet 163.660 Euro. Verfügbar ist er bislang nur in den USA.

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