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Wir klopfen den GT auf typische Ford-Ausstattung ab - Wie Ford ist der neue Ford GT?

auto motor und sport-Logo auto motor und sport 14.06.2017 Gregor Hebermehl
Ford GT: Die erste Charge in Höhe von 250 Exemplaren war ratzfatz außverkauft: Mit dem neuen Ford GT ist Ford ein großer Wurf gelungen. Wir checken, wie typisch Ford der neue GT eigentlich ist. Wir klopfen den GT auf typische Ford-Ausstattung ab - Wie Ford ist der neue Ford GT?

Er ist agil und 347 km/h schnell – der neue Ford GT. Die schicke Flunder ist trotz eines Preises von über 500.000 Euro überaus begehrt – für uns ein Anlass, eine nicht ganz ernst gemeinte Suche nach klassischen Ford-Eigenschaften beim neuen GT zu starten.

Lange bevor seine technischen Daten bekannt waren, war die erste Charge von 250 Exemplaren des neuen Ford GT ausverkauft. Wie viel Ford steckt im neuen Supersportler?

  1. MyKey: Per MyKey lässt sich über den Bordcomputer einiger Ford-Modelle ein Zweitschlüssel so programmieren, dass der Nutzer dieses Schlüssels beispielsweise nur 80 km/h schnell fahren und die Audioanlage nur bis zu einer bestimmten Lautstärke hochdrehen kann. Gibt es MyKey auch für den Ford GT, so dass die Zweitschlüsselfahrer möglicherweise den Boliden mit maximal 80 km/h über die Autobahn kutschieren müssen? Wer so entspannt ist, seinem Nachwuchs mal den GT für eine Spritztour zu leihen, muss damit rechnen, dass der Wagen etwas schneller bewegt wird – MyKey ist für den neuen Ford GT nicht verfügbar.
  2. Beheizte Frontscheibe: Ford ist stolz darauf, in vielen Modellen eine komfortable beheizte Frontscheibe anzubieten. Im Winter sorgt so eine Scheibe für schnellen kratzfreien Durchblick und die feinen Heizdrähte sind in der Scheibe kaum zu sehen. Allerdings sieht Ford den neuen GT wohl eher nicht als Winterauto und möchte wohl, dass der Blick nach vorne bei dem Supersportler so klar wie möglich ist – somit gibt es für den Ford GT keine beheizte Frontscheibe. Eiserne GT-Winterauto-Fahrer sollten also den Eiskratzer nicht vergessen.
  3. Allergiegetesteter Innenraum: Was für Opel die AGR-Sitze sind, ist für Ford der allergiegetestete Innenraum – eine Art „Wir kümmern uns um Dich“-Versprechen beider Marken. So lässt Ford viele seiner Modelle vom TÜV mit dem Siegel „allergiegetesteter Innenraum“ zertifizieren. Mit anderen Worten: Bei den von Ford verwendeten Innenraummaterialien ist das Risiko, dass diese Materialien Allergien auslösen, minimiert. Der neue Ford GT ist ohne dieses Siegel unterwegs. Wir meinen: Im neuen Ford GT bestimmen Leder und Karbon und die Freude, in dem Wagen zu sitzen, den Innenraum – da gibt es hoffentlich wenig Chancen für Allergien.
  4. Sync: Fords Kommunikations- und Entertainment-System nennt sich Sync. Und wer sich einen Ford GT zulegt, wird wohl einige Smartphone-Funktionen im Auto nutzen wollen. Ford weiß das: Im neuen Ford GT bietet Sync 3 die volle Funktionalität zum Koppeln von Smartphones.
  5. Diverse Assistenten: Mit jeder neuen Autogeneration werden es mehr – Fahrassistenten wandern zuhauf in die Ausstattungslisten. Hilfe beim Anfahren am Berg und beim Halten der Spur sowie die Warnung vor Müdigkeit und Fahrzeugen im toten Winkel gehören teilweise schon zum Serienumfang. Aber der Ford GT leitet sich von einem Rennwagen ab und Fahrer solcher Wagen würden solche Assistentenflut möglicherweise als Ballast und Bevormundung empfinden. Also gibt es nichts dergleichen im neuen Ford GT.
  6. Aktive Geräuschkompensation: Auch eine aktive Geräuschkompensation ist inzwischen bei einigen Ford-Modellen zu haben – aber zum Glück nicht beim GT. Zwar kann der Sechszylinder-EcoBoost akustisch nicht mit klassischem V8-Gebrabbel mithalten, schlecht klingt er aber deshalb noch lange nicht.
  7. Sensorgesteuerte Front- oder Heckklappe: Wer seine Einkäufe zu seinem Ford GT schleppt und von einer sich selbstständig öffnenden Klappe empfangen wird, dürfte dies als entwürdigend empfinden. Aber Ford hat für dieses Thema eine andere technische Lösung gefunden: Einen Kofferraum hat der neue GT weder vorne noch hinten. Für Gepäck das größer ist als Handschuhe, muss dann der Beifahrerfußraum herhalten.
  8. Massagefunktion für die Sitze: Davon abgesehen, dass sich diese Technik bei Rennschalen eher schwer realisieren lässt, sollten den Insassen des Ford GT die Fliehkräfte als Massage reichen.
  9. Aufsteckbare Cupholder: Angeblich lässt sich in den USA kein Auto ohne Becherhalter verkaufen. Wenn das so ist, dann ist der neue Ford GT eine Ausnahme: Er hat nämlich keine Cupholder und ist trotzdem auch bei US-amerikanischen Käufern stark nachgefragt.
  10. Vignale-Accessoires: Gibt es für den neuen Ford GT auch eine Vignale-Accessoire-Linie mit passenden Espressotassen und Seidenkrawatten? Nee – schließlich passen Seidenkrawatten nicht unbedingt zu einem Rennanzug, meint Ford, irgendwie vollkommen zu Recht.

Fazit

Tja – vieles von dem, was einen aktuellen Ford ausmacht, hat der neue GT nicht. Nur Sync hat es in den GT geschafft. Gut so – Ford ist, zumindest gefühlt, vornehmlich eine Familienauto-Marke. Schließlich passt auch in die sportlichen ST-Modelle jede Menge Gepäck. Da kommt ein rotzfrecher und aufs Wesentliche reduzierter Supersportler gerade Recht.

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