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Jonathan Rea über Scott Redding: "War der einzige Gegner von Marc Marquez"

Motorsport-Total.com-Logo Motorsport-Total.com vor 4 Tagen Sebastian Fränzschky
Scott Redding und Marc Marquez waren bei den 125ern, in der Moto2 und in der MotoGP Gegner © Michelin Scott Redding und Marc Marquez waren bei den 125ern, in der Moto2 und in der MotoGP Gegner

Alvaro Bautista verlässt das Ducati-Werksteam Ende Oktober nach nur einer gemeinsamen Saison. Der WSBK-Sensationsrookie wird 2020 vermutlich zu Honda wechseln und Platz für Scott Redding machen, der aus der BSB in die Superbike-WM wechselt. Weltmeister Jonathan Rea wundert sich über Bautistas Trennung von Ducati, sieht in Redding aber einen würdigen Nachfolger.

"Es ist eine sehr merkwürdige Entscheidung von beiden Parteien. Ich kann es nicht so richtig verstehen", grübelt Rea. "Es ist seltsam, dass ein Rookie in die Superbike-WM kommt, elf Rennen in Folge gewinnt und dann die Entscheidung trifft, das Team für ein neues Abenteuer zu verlassen. Offensichtlich konnten sie sich nicht einigen."

Ist Bautista im direkten Vergleich stärker einzuschätzen als Redding? "Das möchte ich nicht behaupten. Scott ist wirklich ein Spitzenfahrer. Realistisch gesehen war er in den vergangenen zehn Jahren der einzige Gegner von Marc Marquez. In der Moto2 war er Marquez' größter Gegner. Er verfügt also über sehr viel Talent. Er fuhr in der MotoGP. Er hat sehr viel Erfahrung", kommentiert Rea.

Jonathan Rea © LAT Jonathan Rea

In diesem Jahr kämpft Redding in der BSB um den Titel. "Das Niveau der Meisterschaft ist hoch. Die Kurse sind einzigartig. Man muss einen bestimmten Stil anwenden. Der aus dem Grand-Prix-Sport und aus der Superbike-WM würden dort nicht funktionieren", ist Rea überzeugt. "Deshalb habe ich sehr viel Respekt vor Leon (Haslam), der aus der WSBK zurück in die BSB ging und dort gewann."

Marc Marquez, Scott Redding © Repsol Marc Marquez, Scott Redding

"Es scheint, als ob Scott mit einer sehr guten Einstellung in die BSB gewechselt ist. Wenn ich mir vorstelle, dass ich plötzlich auf nationalen Kursen fahren müsste, nachdem ich von diesen schönen und großen Kurse mit den üppigen Auslaufzonen verwöhnt wurde. Man muss dort ganz anders fahren", bemerkt Rea.

"Wenn man aus der Weltmeisterschaft kommt, dann hat man ein riesengroßes Ausredenbuch, doch er scheint keine Ausreden zu benötigen. Er genießt die Herausforderung", erkennt Rea. "Man braucht große Eier, denn er ist der Fahrer, um den das Marketing der Serie aufgebaut wurde."

"Hier ist es erneut komplett anders. Wir fahren auf Kursen wie Imola, Magny-Cours - Strecken, auf denen er noch nie war. Es wird ein Lernjahr, doch es scheint, als ob Ducati überall testet", spottet Rea. "Im kommenden Jahr wird es genauso sein. Ich gehe davon, dass er schnell sein wird."

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