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Moto3 Aragon 2019: Canet siegt mit deutlichem Vorsprung

Motorsport-Total.com-Logo Motorsport-Total.com 22.09.2019 Juliane Ziegengeist
Im WM-Kampf machte Aron Canet durch seinen Sieg in Aragon wichtige Punkte gut © LAT Im WM-Kampf machte Aron Canet durch seinen Sieg in Aragon wichtige Punkte gut

Nach seiner Pole-Position am Samstag gab Aron Canet auch im Rennen der Moto3 in Aragon den Ton an und sicherte sich mit klarem Vorsprung den Sieg. Der KTM-Pilot überquerte die Ziellinie 4,581 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Ai Ogura (Honda), der sein erstes Podest feierte. Dritter wurde Dennis Foggia (KTM).

"Ehrlich gesagt war es schwieriger als es aussah", kommentierte Canet seinen souveränen Rennsieg. "Ich wollte von Beginn an pushen und einen guten Rhythmus finden. Das ist mir gelungen. Ich bin ausgesprochen happy." Für den Spanier ist es der dritte Sieg der Saison.

Ogura stand hingegen noch nie auf dem Treppchen. "Fantastisch", freute sich der Japaner. "Es war nicht einfach. Aron war deutlich schneller. Ihm konnte niemand folgen. Ich konnte mich aber an der Spitze der großen Gruppe halten. Jetzt freue ich mich sehr über diesen Podestplatz, denn es ist mein erster."

Canet vom Start weg vorn, große Verfolgergruppe

Im engen Kampf um das Podium setzte sich schließlich Foggia als Dritter durch. Von Ogura trennten ihn im Ziel nur 0,082 Sekunden. "Das war ein schwieriges Rennen, aber es ist insgesamt ein schwieriges Jahr für mich. Ich bin vom elften Platz gestartet und nehme diesen Podestplatz jetzt gerne mit", resümierte er.

Das Rennen über 19 Runden startete auf trockener Strecke bei 27 Grad Luft- und 28 Grad Asphalttemperatur. Nach dem verletztungsbedingten Rückzug von Kaito Toba waren insgesamt 30 Fahrer dabei, darunter auch der aktuelle Rookies-Cup-Champion Carlos Tatay, der als Dritter aus Reihe eins ins Rennen ging.

Den Start gewann jedoch Pole-Setter Canet, gefolgt von Ogura und Alonso Lopez. Tatay verlor einige Positionen und musste sich an siebter Stelle einordnen. WM-Leader Lorenzo Dalla Porta hatte keinen guten Start. Er war nach der ersten Runde nur auf Platz 16 zu finden.

Masia mit spektakulärem Sturz früh aus dem Rennen

In Runde zwei ereignete sich der erste Sturz im Rennen. Jaume Masia touchierte in Kurve 15 das Hinterrad eines Gegners und ging daraufhin zu Boden. Er und sein Bike flogen quer über die Strecke, doch zum Glück konnten alle nachfolgenden Fahrer rechtzeitig ausweichen. Für Masia war das Rennen aber trotzdem vorbei.

An der Spitze lag nach drei Umläufen weiterhin Canet vorn, geriet durch Lopez und Ogura aber zusehends unter Druck. Auch die Verfolger befanden sich in Schlagdistanz. Die Führungsgruppe reichte bis Gabriel Rodrigo auf Platz zwölf. Erst dahinter klaffte eine Lücke.

Im Mittelfeld verabschiedete sich mit Marcos Ramirez ein weiterer Fahrer aus dem Rennen. Der Leopard-Fahrer schmiss seine Honda in Kurve 5 weg. Für Teamkollege Dalla Porta lief es noch immer mäßig. Er rangierte auf nur Platz 15 und hatte bereits mehr als drei Sekunden Rückstand auf die Spitze mit WM-Rivale Canet.

Enge Verfolgerduelle und eine Verwarnung für Canet

Der hatte sich in der Zwischenzeit ein wenig Luft auf die Verfolger verschaffen können und profitierte dabei auch von Positionskämpfen hinter ihm. Nach acht Runden war der Vorsprung auf 1,5 Sekunden angewachsen. Misano-Sieger Tatsuki Suzuki versuchte als neuer Zweiter, die Lücke zu schließen, kam zunächst aber nicht näher heran.

Stattdessen musste sich Suzuki den Angriffen der Konkurrenz erwehren und fiel auf Platz sechs zurück. Doch auch für Canet lief trotz des wachsenden Vorsprungs nicht alles glatt, denn zur Halbzeit des Rennens erhielt der Spanier eine Track-Limits-Warnung der Rennleitung.

Bei einer weiteren Missachtung würde Canet bestraft. Für ihn galt ab sofort also, möglichst präzise zu fahren, um nichts zu riskieren. Bei mittlerweile mehr als vier Sekunden Vorsprung war das jedoch eine machbare Aufgabe. In der Verfolgergruppe wurde indes weiter hart um die Positionen gekämpft, keiner konnte sich absetzen.

Strafe für Dalla Porta: WM-Leader verliert einen Platz

Bei noch fünf Runden lag Ogura an zweiter Stelle und versuchte, sich freizuschwimmen. Doch Suzuki, Foggia, und Alonso hielten den Anschluss. Auch John McPhee, Sergio Garcia, Albert Arenas und Rodrigo waren nicht weit weg und rechneten sich noch Podestchancen aus.

Auf der letzten Runde konnte Ogura vom Windschatten auf der langen Gegengeraden profitieren und fing Foggia ab, um sich den zweiten Platz hinter Canet zu sichern, der einen ungefährdeten Sieg einfuhr. Foggia sicherte Rang drei vor McPhee und Lopez ab, die die Top 5 komplettierten. Misano-Sieger Suzuki wurde Sechster.

Garcia, Arenas und Rodrigo folgten auf den Plätzen sieben bis neun. Dalla Porta rettete sich letztlich als Zehnter ins Ziel, verlor wegen einer Track-Limits-Strafe aber eine Position und wurde deshalb als Elfter gewertet. Der WM-Kampf mit Canet ist wieder mehr als offen.

Tony Arbolino rückte durch Dalla Portas Strafe in die Top 10 vor. Wildcard-Starter Tatay schaffte es als Zwölfter in die Punkte. Auch Ayumu Sasaki und Celestino Vietti konnten auf den Positionen 13 und 14 punkten. Den letzten Zähler holte sich Jakub Kornfeil für das deutsche Prüstel-Team. Weiter geht es am 6. Oktober in Thailand.

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