Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Wo Sie die besten Zinsen beim Tagesgeld bekommen

Finanztip-Logo Finanztip 23.05.2017 Dirk Eilinghoff
© Monique Wuestenhagen, dpa

Die besten Zinsen finden Sparer meist nicht mehr in der Bankfiliale vor Ort, sondern bei spezialisierten Anbietern im Internet. Wer den Schritt vom klassischen Sparbuch zum Tagesgeldkonto wagt, findet ohne Probleme Angebote, bei denen die Verzinsung um 0,5 bis knapp 1 Prozentpunkt höher liegt, erkärt das Verbraucherportal Finanztip. Für 10.000 Euro sind das immerhin 50 bis 100 Euro pro Jahr.

Die Banken richten sich nach dem allgemeinen Zinsniveau, wenn sie ihre Tagesgeldzinsen festlegen. Wie hoch die Tagesgeldzinsen einer bestimmten Bank dann schließlich ausfallen, hängt allerdings von der Geschäftspolitik des Instituts ab. Verbraucher sollten daher regelmäßig die Tagesgeldzinsen der Anbieter vergleichen und zu den besten Angeboten wechseln, rat Finanztip weiter.

Europäische Zentralbank beeinflusst Zinsniveau

Wie viel Zinsen die Banken im Schnitt für Guthaben auf dem Tagesgeldkonto zahlen, hängt von der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) ab. Die Zinsentscheidungen der EZB bestimmen das allgemeine Zinsniveau, also nicht nur die Tagesgeldzinsen, sondern etwa auch die Bauzinsen und die Zinsen für Ratenkredite.

Liegen die Leitzinsen der EZB bei null, so zahlen die Banken im Schnitt auch keine Zinsen mehr auf Guthaben, die ihre Kunden täglich abziehen können. Seit Sommer 2014 hat sich die Situation sogar noch weiter verschärft: Seitdem müssen Geschäftsbanken sogar Strafzinsen an die EZB zahlen, wenn sie über Nacht Geld bei ihr parken. Mit Kundengeldern, die sie nicht kurzfristig als Kredite weitervergeben, verlieren sie also Geld.

Verbraucher finden immer noch gute Tagesgeldzinsen

Die besten Tagesgeldzinsen finden Verbraucher in dieser Situation bei einigen wenigen Banken, die entweder viele Kredite vergeben oder besonders interessiert an neuen Kunden sind. Das sind etwa Autobanken, die Kundengelder für das Finanzierungsgeschäft einsammeln, oder Banken, die mit guten Tagesgeldzinsen zunächst Kunden gewinnen möchten, um diese anschließend mit anderen Produkten wie einer Kreditkarte oder einem Wertpapierdepot von sich zu überzeugen. Meistens handelt es sich um Direktbanken, die keine eigenen Filialen haben und nur online oder per Telefon erreichbar sind.

Wer die guten Tagesgeldzinsen dieser Anbieter in den vergangenen Jahren nutzte, konnte stets deutlich höhere Zinsen kassieren als ein eher passiver Kunde, der überschüssiges Geld auf Girokonten oder schlecht verzinsten Tagesgeldkonten beließ. Dies zeigt der Vergleich der Tagesgeldzinsen, den Finanztip vorgenommen hat.

Mit den besten Tagesgeldzinsen die Inflation schlagen

Der Zinsvorteil, den die besten Tagesgeldangebote bringen, ist nicht nur ein angenehmer Nebeneffekt einer systematischen Geldanlage, sondern wichtig für den Werterhalt des Geldes. In Zeiten niedriger Zinsen gelingt es selbst mit den besten Tagesgeldzinsen nicht in jedem Monat, die Inflation zu schlagen. Allerdings lag die Verzinsung der besten Finanztip-Empfehlungen meistens über der durchschnittlichen Inflationsrate, die das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Das zeigt der Vergleich der Finanztip-Empfehlungen mit dem Verbraucherpreisindex für Deutschland.

Der Zinsvorteil betrug zeitweise bis zu zwei Prozent. Dabei wurden in diesem Vergleich die Angebote mit Aktionszinsen oder einem Bonus noch nicht einmal berücksichtigt. Bereits für einen Anlagebetrag von 10.000 Euro ergibt sich über den Zeitraum von 2011 bis 2017 ein Zinsvorteil von mehreren Hundert Euro.

Bei Tagesgeldzinsen auf Sicherheit setzen

Bei der Suche nach den besten Tagesgeldzinsen sollten Verbraucher allerdings einen wichtigen Aspekt nicht außer Acht lassen: die Sicherheit der Bank. Hohe Zinsversprechen nutzen nichts, wenn die Bank in Schieflage gerät, und es fraglich ist, ob Sparer nach den Regeln der europäischen Einlagensicherung entschädigt werden. Selbst wenn am Ende des Tages kein Geld verloren geht, könnten Sparer im schlechtesten Fall einige schlaflose Nächte verleben. Finanztip empfiehlt daher nur sichere Banken aus Ländern mit überzeugender Wirtschaftskraft. Diese Einschätzung basiert auf den Urteilen der großen Ratingagenturen.

Auf Zinsportalen wie Savedo, Weltsparen und Zinspilot finden Sparer dagegen sowohl beim Tages- als auch beim Festgeld Angebote, bei denen die Zinsen höher, die Ratings der Banken und des jeweiligen Landes hingegen schlechter sind. Bei diesen Angeboten müssen Sparer darauf vertrauen, dass das europäische System der Einlagensicherung in allen Mitgliedsländern gleich gut funktioniert. Wer diesbezüglich eher skeptisch ist, kann sich auf Empfehlungen von Finanztip beschränken.

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von Finanztip

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon