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Bitcoin-Crash: Ethereum, Dash, Monero oder Ripple sind eine Alternative

Der Aktionär-Logo Der Aktionär 16.06.2017 Florian Söllner
Bitcoins © Bereitgestellt von Der Aktionär Bitcoins

Nach 1.000 Prozent Kursplus in zwei Jahren ging es in den letzten Tagen in der Spitze wieder 30 Prozent nach unten. Sollte dieser Mini-Crash eine Warnung für Bitcoin-Investoren sein? Oliver Flaskämper, Gründer der börsennotierten Bitcoin Group SE, bleibt relaxt und verweist auf die Vorteile der Kryptowährung.

DER AKTIONÄR: Herr Flaskämper, als Gründer der Handelsplattform Bitcoin

.de profitieren Sie vom Boom. Haben Sie Angst, dass die Blase platzt? Ist es nur eine „Tulpenhausse“?

Oliver Flaskämper: Im Gegensatz zu Tulpen lassen sich Bitcoins eben nicht unendlich vermehren, von daher hinkt der Vergleich völlig. Wir hangeln uns bei Bitcoin von einer Blase und Übertreibung zur nächsten. Fakt ist aber, dass es nach jeder Konsolidierung stetig weiter nach oben geht, und wer ein langes Lineal besitzt und die entsprechende Ruhe mitbringt (oder die Kostolany’sche Schlaftablette), der hat bisher schön profitiert. Ich kann die Kritiker nicht mehr ernst nehmen, da diese aus meiner Sicht nicht begriffen haben, was Bitcoin wirklich ist.

Was ist er aus Ihrer Sicht wirklich?

Aus meiner Sicht vergleicht man Bitcoins am besten nicht mit klassischem staatlichen Geld, sondern mit physischem Gold, welches auch nicht reguliert und in der ganzen Welt als Parallelwährung akzeptiert wird. Bitcoins sind mathematisch gesichert selten und können von niemandem vermehrt werden. Der Wert des Bitcoin besteht zum einen in dem Vertrauen, in ein seltenes und weltweit akzeptiertes Tauschmittel zu investieren, und gleichzeitig in dem

Vorhandensein des Bitcoin-Netzwerks, welches es ermöglicht, Werte so einfach wie eine E-Mail an jeden Ort mit Internetverbindung zu versenden.

Kann der Streit der Community über den Bitcoin-Core-Quellcode zur Spaltung des Bitcoin führen?

Niemand kann es sich leisten, „den Karren vor die Wand zu fahren“. Daher wird das Skalierungsproblem bei den Transaktionen gelöst werden. Ob es nun SegWit oder eine andere Lösung geben wird, ist vermutlich ziemlich egal. Es gibt keine Garantie, dass Bitcoin nicht doch zu einer Art „Altavista der Kryptowährungen“ wird, aber derzeit spricht nichts dafür. Wer das Risiko minimieren möchte, der kann auch alternative Coins wie Ethereum, Dash, Monero und vielleicht etwas Ripple in sein Krypto-Depot beimischen.

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