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Lufthansa-Aktie: Viele Risiken bei Air Berlin

Der Aktionär-Logo Der Aktionär 11.01.2017 Maximilian Völkl
© Bereitgestellt von Der Aktionär

Nach dem Rücksetzer zu Wochenbeginn fehlen der Aktie der Deutschen Lufthansa derzeit die Impulse, um einen neuen Angriff auf die 13,00-Euro-Marke zu starten. Konzernchef Carsten Spohr hat sich nun zu den Gerüchten geäußert, dass die Kranich-Airline eine Komplettübernahme von Air Berlin anstreben könnte.

Bereits seit einigen Wochen wird spekuliert, dass sich der Air-Berlin-Großaktionär Etihad von seinem kriselnden Europageschäft trennen wird. Da die Lufthansa bereits 38 Jets samt Crew von Air Berlin gemietet hat, wurde auch über einen Kauf des restlichen Rivalen spekuliert. Spohr gibt diesem aktuell aber nur geringe Chancen. Der Schuldenberg von einer Milliarde Euro, die hohen Betriebskosten und die wahrscheinlichen Einwände der Kartellbehörden würden gegen einen solchen Deal sprechen.

Vor allem die hochdotierten Tarifverträge bei Air Berlin, die noch aus der Zeit des Ferienfliegers LTU stammen, sind im langjährigen Tarifstreit mit den Piloten schwer zu vermitteln. Die Lufthansa muss gleichzeitig aber aufpassen, die Vorherrschaft in Europa nicht zu verlieren. 2016 beförderte der DAX-Konzern gemeinsam mit den Töchtern Eurowings, Swiss und Austrian 109,7 Millionen Passagiere, ein Plus von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der irische Billiganbieter Ryanair ist dank eines Zuwachses von 15 Prozent auf 117 Millionen Kunden erstmals vorbeigezogen.

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Abwarten

Beim Umsatz ist die Lufthansa in Europa zwar weiterhin Marktführer. Sinkende Ticketpreise und steigende Treibstoffkosten dürften die Entwicklung aber weiter erschweren. Organisches Wachstum und die Brussels-Übernahme sollen zumindest im laufenden Jahr für deutliches Wachstum sorgen. Aufgrund der Risiken sollten Anleger die Aktie derzeit aber weiter meiden. Favorit in der Branche bleibt Ryanair.

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