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Schwächelnder Dax pendelt um 11.900 Punkte

dpa-Logodpa 11.09.2018 dpa
Händler verfolgen im Handelssaal der Börse in Frankfurt die Kursentwicklung. © Foto: Boris Roessler Händler verfolgen im Handelssaal der Börse in Frankfurt die Kursentwicklung.

Am Nachmittag büßte das Börsenbarometer 0,60 Prozent auf 11.914,53 Punkte ein und knüpfte damit an seinen mehr als dreiprozentigen Verlust aus der ersten September-Woche an. Der MDax, der Index der mittelgroßen Werte, gab am Dienstag um 0,42 Prozent auf 26.228,87 Punkte nach. Der TecDax verlor 0,24 Prozent auf 2902,07 Zähler. Der EuroStoxx 50 sank um 0,45 Prozent.

Unternehmensseitig rückten im Leitindex erneut die Versorgeraktien auf die vorderen Plätze. Sie profitierten von einer positiven Studie der US-Investmentbank Morgan Stanley zur europäischen Branche. Analystin Carolina Dores erklärte dabei das RWE-Papier, das zuletzt um 0,2 Prozent zulegte, zu ihrem Favoriten. Die Eon-Aktie als Spitzenwert im Dax gewann 1,0 Prozent.

Die Aktie von Fresenius zählte mit plus 0,2 Prozent ebenfalls zu den gefragten Werten. Eine Aufsichtsbehörde in den USA stellte beim Generikahersteller Akorn Datenintegritätsprobleme fest, was Händlern zufolge dem deutschen Medizinkonzern in die Karten spielen dürfte. Fresenius hatte die milliardenschwere Übernahme des US-Unternehmens wegen derlei Gründen abgeblasen.

Nach Verkehrszahlen für August fiel die Aktie der Lufthansa um 1,3 Prozent. Die Fluggesellschaft enttäuschte vor allem im Frachtgeschäft.

Eine negative Studie der französischen Bank Exane BNP belastete das Bayer-Papier. Als Schlusslicht im deutschen Leitindex fiel es zeitweise unter 70 Euro und damit auf den tiefsten Stand seit Februar 2013. Zuletzt gab es um 3,0 Prozent auf 70,30 Euro nach. Analystin Luisa Hector warnt davor, dass es nicht nur mit Blick auf Monsantos strittigen Unkrautvernichter Glyphosat Risiken beim deutschen Chemie- und Pharmakonzern gebe. Daher nahm sie ihre Kaufempfehlung zurück.

Im MDax stieg der Anteilsschein der Aareal Bank um 1,9 Prozent und eroberte damit die Index-Spitze. Analysten lobten den Schritt des Gewerbeimmobilien-Finanzierers, die sich in der Abwicklung befindende Düsseldorfer Hypothekenbank zu übernehmen.

K+S indes zählten mit minus 3,0 Prozent zu den größten Verlierern im MDax. Bei 17,61 Euro sackten sie zeitweise auf den tiefsten Stand seit Oktober 2016. Wegen der extremen Trockenheit fährt der Dünger- und Salzkonzern seine Produktion an seinem zweiten Standort in Hessen herunter. Am 27. August hatte dieses Schicksal bereits den Standort Wintershall ereilt.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite von 0,25 Prozent am Vortag auf 0,26 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,05 Prozent auf 140,87 Punkte. Der Bund-Future verlor 0,17 Prozent auf 159,47 Punkte. Der Euro wurde am Nachmittag zu 1,1575 US-Dollar gehandelt, nachdem er zwischenzeitlich bis auf 1,1644 Dollar geklettert war. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1571 Dollar festgesetzt.

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