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Immobilien: Darum boomt der Markt für Ferienhäuser

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 22.09.2017 ksta
Neuer Inhalt: Darum boomt der Markt für Ferienhäuser © dpa Darum boomt der Markt für Ferienhäuser

Angesichts niedriger Zinsen und einer diffusen Inflationsangst entscheiden sich viele Bundesbürger für den Erwerb einer Immobilie – und zwar nicht nur, um selbst darin zu wohnen oder sie dauerhaft zu vermieten. Auch der Markt für Ferienobjekte boomt vielerorts. Eine neue Studie zeigt, wo Käufer bevorzugt zuschlagen und auf was sie dabei achten. Ein Überblick.

In welchen Gegenden werden besonders viele Ferienhäuser oder -wohnungen gekauft?

Wer bis zu 100.000 Euro für die Immobilie ausgeben will, wird vor allem im Inland fündig, heißt es in der Studie des Online-Ferienhausvermittlers Fewo-Direkt sowie des Maklerhauses Engel & Völkers. Zwei Drittel der Transaktionen in diesem Segment spielen sich demnach innerhalb der Landesgrenzen ab. „Die Küstenbundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegen dabei klar im Fokus der Käufer“, schreiben die Experten. Im europäischen Ausland investierten Käufer mit schmalem Budget vor allem auf Mallorca, Lanzarote oder an der Costa Blanca in Spanien. „In Italien sind die beliebtesten Standorte für einen günstigen Ferienhaus-Erwerb Sizilien, die Toskana und Apulien.“

Und wie sieht es aus bei Leuten, die deutlich mehr Geld ausgeben können?

Wer mehr als 250.000 Euro für den Erwerb einer Ferienimmobilie ausgeben kann und will, kauft in etwas mehr als der Hälfte der Fälle im europäischen Ausland. Ganz weit vorne in puncto Beliebtheit sind auch hier Mallorca und die Costa Blanca. „In Italien sind die bevorzugten Investitionsgebiete die Toskana oder Piemont, in Österreich wird vor allem im Salzburger Land, in der Schweiz in Graubünden oder dem Wallis gekauft“, heißt es in der Studie. 43 Prozent der deutschen Käufer in diesem Segment investieren weiterhin im Inland, vorrangig in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Bemerkenswert: Vor allem Besitzer hochpreisiger Ferienimmobilien verbringen selbst Zeit in ihrer Unterkunft, teilweise sogar mehrere Wochen am Stück. Günstigere Ferienimmobilien würden hingegen weniger als eigenes Urlaubsdomizil genutzt, betonen die Studien-Autoren.

Warum kaufen private Investoren überhaupt Ferienimmobilien?

Im Vordergrund stehen Kriterien wie Altersvorsorge, Eigennutzung und Vermietung und Gewinnerwirtschaftung. Das gilt gleichermaßen für Käufer mit überschaubarem wie auch mit größerem Budget. Auch Motive wie steuerliche Vorteile oder der vermeintliche Schutz des Geldes vor Inflationsverlust spielen oft eine Rolle. Die wichtigsten Kriterien für den Kauf sind die Lage vor Ort, der Kaufpreis und das Land beziehungsweise die Region, in der sich das Objekt befindet. Bei Kaufpreisen von bis zu 100.000 erfolgt die Finanzierung in mehr als einem Drittel der Fälle komplett durch Eigenkapital. Bei Kaufpreisen ab 250.000 Euro ist das immerhin noch bei jeder fünften Transaktion der Fall.

Wie wurden die Daten erhoben?

FeWo-Direkt und Engel & Völkers lassen jährlich in einer Marktuntersuchung den privaten Ferienhausmarkt analysieren. Für die aktuelle Studie wurden knapp 3.000 Eigentümer online befragt

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