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Lieferverzögerungen: Tesla muss Kunden vertrösten

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 22.09.2017 finanzen.net
Lieferverzögerungen: Tesla muss Kunden vertrösten © Andrew Burton/Getty Images Lieferverzögerungen: Tesla muss Kunden vertrösten

Die Privathaushalte in der Bundesrepublik Deutschland, die ihre Energie aus Solartechnologie beziehen, müssen weiter auf das Energiespeichersystem "Powerwall 2" von Tesla warten. Laut einem Bericht des Wirtschafts- und Finanzmagazins Capital wurde bisher kein einziger "Powerwall 2" ausgeliefert. Kunden müssen bei ihrer Bestellung zwar eine Anzahlung von 450 Euro leisten - die Lieferung des Produkts lässt aber auf sich warten. Ursprünglich hätten die ersten Stromspeicher bereits im Mai diesen Jahres an Kunden hierzulande übergeben werden sollen. Doch bislang ist keine Installation erfolgt. Dem Vernehmen nach soll es nun Anfang 2018 soweit sein, sicher ist dies aber nicht. Schließlich hat Tesla auch in weit größeren Märkten wie Australien und den Vereinigten Staaten mit massiven Lieferschwierigkeiten zu kämpfen.

Gigafabrik ist ausgelastet

Branchenkenner weisen darauf hin, dass die von Tesla betriebene Gigafactory in der Wüste von Nevada voll mit der Produktion von Autobatterien ausgelastet sei. Denn hier will sich Tesla-Chef Elon Musk keinen Fauxpas leisten: Die Akkus für das erste Massenmarktmodell des Unternehmens, das Elektroauto Model 3, haben Priorität. Schließlich hat der umtriebige Milliardär hierfür ebenfalls ein mehr als ambitioniertes Produktionsziel ausgegeben: Mit Beginn des neuen Jahres sollen 500.000 Model 3 vom Band rollen, ab 2020 will Tesla dann eine Million seiner Fahrzeuge pro Jahr unters Elektroauto-Volk bringen. Dabei hat der Konzern mit derart hohen Stückzahlen bislang noch keine Erfahrung: 2016 haben insgesamt 84.000 Wagen die Produktionshallen verlassen.

Elon Musk hat sich verkalkuliert

Experten zufolge hat sich Elon Musk die parallele Fertigung und Auslieferung so unterschiedlicher Produkte wie Elektrofahrzeuge, Solardächer und der Powerwall anders vorgestellt. Die erhofften Synergieeffekte sind offenbar schwieriger zu realisieren als geplant. Die Produktion von Autobatterien und Stromspeichern parallel in einer Fertigungshalle, die bereits an der Kapazitätsgrenze arbeitet, scheint auch Tesla an die Grenze des Möglichen zu bringen.

"Powerwall 2" - ein Produkt für die Energiewende

Das Akkusystem "Powerwall 2" von Tesla nimmt den aus Solarzellen produzierten Strom auf und speichert diesen. Privathaushalte mit einem Solardach oder sonstigen Solaranlagen können somit auch in der Nacht mithilfe des Speichersystems Energie abrufen. Dabei kommt die "Powerwall 2" auch noch designtechnisch in einem modernen Gewand daher, ist wartungsfrei und kann sowohl im Inneren oder im Außenbereich des Hauses angebracht werden. Das Tesla-Heimspeichersystem ist ebenfalls lernfähig. Über Mobilfunk werden Updates aufgespielt, so dass über die Zeit zusätzliche Funktionen möglich werden.

Redaktion finanzen.net

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