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Bergkarabach: Drei Wochen Krieg und kein Ende in Sicht

Im Kaukasus dauern die Kämpfe um Bergkarabach an. Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium veröffentlichte Bilder, die Angriffe auf armenische Stellungen zeigen sollen. Präsident Ilham Alijev hatte zuvor mit Vergeltungsschlägen gedroht, denn laut der Führung in Baku ist Armenien für einen Raketenangriff auf die Stadt Ganja verantwortlich. Dabei seien mindestens 13 Menschen getötet und 50 verletzt worden. Man habe Leichen unter zerstörten Häusern gefunden. Armenien wies die Verantwortung zurück und beschuldigte Aserbaidschan, den Angriff selbst zu Propagandazwecken ausgeführt zu haben. Alijev sprach von einem Kriegsverbrechen. Armenien müsse und werde dafür zur Verantwortung gezogen werden. Aserbaidschan werde auf dem Schlachtfeld antworten. Waffenruhe wirkungslos: Kämpfe dauern an Die Kämpfe um Bergkarabach waren vor rund drei Wochen wieder aufgeflammt. Eine von Russland vermittelte Waffenruhe sollte eigentlich den Weg zu Friedensverhandlungen ebnen. Aserbaidschan nannte jedoch den Rückzug Armeniens aus Bergkarabach dafür als Bedingung. Undenkbar für Armenien, das Bergkarabach seit den 90ern besetzt. "Wir werden es dem Feind nicht erlauben, unser Land und unsere Grenzen niederzutrampeln", so der armenische Ministerpräsident Nikol Paschinjan. Beide Seiten beschuldigen sich gegenseitig immer wieder anzugreifen. Armenien warf Aserbaidschan zuletzt vor, Stepanakert (für Aserbaidschan Kankendi), das von Armenien als Hauptstadt Bergkarabachs beansprucht wird, beschossen zu haben. Dabei seien mindestens drei Zivilisten verletzt worden. Aserbaidschan bestritt den Angriff.
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