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Elektro-Scooter: Sharingdienst Coup gibt auf

t3n Magazin-Logot3n Magazin 25.11.2019 Dieter Petereit
Bosch-Tochter Coup ist einer der bekanntesten Elektroroller-Sharing-Dienste. © Coup Bosch-Tochter Coup ist einer der bekanntesten Elektroroller-Sharing-Dienste.

Der Berliner E-Roller-Vermieter Coup stellt bis Mitte Dezember 2019 seinen Betrieb komplett ein. Das Unternehmen sieht auch langfristig keine wirtschaftliche Perspektive.

Die kleinen schwarz-grünen Flitzer des Herstellers Gogoro aus Taiwan haben sich mit dem Coup-Sharing-Dienst fest im Stadtbild Berlins etabliert. Auch in Tübingen, Paris und Madrid war die Bosch-Tochter Coup zuletzt aktiv geworden. Ungefähr 4.000 Roller dürften insgesamt für das Unternehmen im Einsatz sein.

Coup schließt alle Standorte

Nun hat Coup überraschend angekündigt, alle Standorte schon innerhalb der nächsten drei Wochen zu schließen und die 120 Mitarbeiter im Zweifel per Abfindung freisetzen zu wollen. Der Dienst führt die hohen Kosten der laufenden Wartung und Pflege der Flotte nebst Betrieb der Software-Plattform als Begründung ins Feld. Mit anderen Worten, Coup schreibt rote Zahlen und hat keine Strategie, diesen Umstand jemals zu ändern.

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Das geht zwar auch vielen anderen Wettbewerbern so, weshalb in diesen Bereich nach wie vor erhebliches Venture-Capital fließt. Coup ist es aber offenbar nicht gelungen, im Konzern eine wirtschaftliche Perspektive zu vermitteln. So zieht Bosch demnach das Schließen seiner Scooter-Vermietung dem Einbringen weiterer Investitionen vor.

Neues Preismodell im April hat offenbar nichts gebracht

Erst im April dieses Jahres hatte Coup sein Preismodell umgestellt und flexiblere Pakete sowie ein gesenktes Mindestalter für den Fahrer eingeführt. Offenbar wollte das Unternehmen damit kurzfristig höhere Umsätze generieren. Gleichzeitig versprach Coup die Erweiterung seiner Flotte um 40 Prozent mehr Fahrzeuge.

Nun verspricht Coup nur noch uneingeschränkte Betriebsbereitschaft bis zum letzten Moment. Wann dieser allerdings ganz konkret sein wird, ist noch unklar. Nutzer sollten jedenfalls bereits erworbene Minutenpakete zügig abfahren.

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