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5 Tipps: So bekommen Sie mehr Geld für Ihr altes Auto

EXPRESS-Logo EXPRESS 17.05.2017
Gebrauchtwagen verkaufen erster Eindruck © obs/LeasePlan Deutschland GmbH Gebrauchtwagen verkaufen erster Eindruck

Ideen muss man haben: Der Israeli Eugene Romanovsky hat anstelle einer einfachen Werbeanzeige zum Verkauf seines Suzuki Vitra ein komplettes Werbe-Video erstellt. Dort ist sein 21 Jahre alter Jeep zu sehen, wie unter Wasser, auf dem Mond und sogar zwischen Dinosauriern herumkurvt. Ein Leichtes für Romanovsky, denn er ist Special-Effects-Künstler. 

Das Video des Israelis wurde bereits über drei Millionen mal bei Youtube geklickt, jetzt kann er sich vor Kaufangeboten kaum retten.

Um einen Wagen lukrativ zu verkaufen, bedarf es aber nicht zwingend einer solchen kreativen Energie – es geht auch einfacher. Wir haben die wichtigsten Tipps in der Übersicht gesammelt.

Der erste Eindruck ist wichtig

Gepflegte Autos bringen mehr Geld. Eine frische HU-Plakette und ein Gebrauchtwagen-Zertifikat einer neutralen Stelle wie Tüv, GTÜ oder Dekra sind ebenso zielführend. „Wer sein Auto auf einer Online-Plattform inseriert, sollte gute Bilder mitliefernѻ, rät Constantin Hack vom Auto Club Europa (ACE).

Die Bilder sollten scharf sein, im Hellen gemacht werden und nicht auf dem Kopf stehen. Aufnahmen von allen Seiten, von Innen-, Koffer- und Motorraum gehören dazu. Je seriöser der Eindruck, desto größer wird das Interesse.

Hilfe vom Händler

„Wer sein Auto schnell und bequem verkaufen will, der wickelt es am einfachsten über einen Händler ab“, sagt Ansgar Klein vom Bundesverband der freien Kfz-Händler BVfK. Nachteil: Der Erlös ist in der Regel geringer als bei einem Privatverkauf. Der sei aber sowieso mühsamer, berge zusätzliche Risiken und „führt auch oft zu unerfreulichen Begegnungen mit Menschen, die man eigentlich nicht kennenlernen möchte“, sagt Klein.

Er rät dazu, Geschäfte immer im Beisein eines Zeugen abzuschließen. Ein anerkannter Kaufvertrag wie der vom ADAC sollte sorgfältig ausgefüllt und geprüft werden. Bei einer Bargeld-Abwicklung zählt die genaue Kontrolle des Geldes dazu.

Es lohne sich auf jeden Fall, die Angebote zu vergleichen und angebliche Defekte, die ein Interessent entdeckt, nicht sofort zum Anlass zu nehmen, einen niedrigeren Preis zu akzeptieren.

Vertragsrechte beachten

Beim Verkauf müssen Privatleute darauf achten, im Vertrag einvernehmlich die gesetzliche Gewährleistung auszuschließen. Um Ärger zu vermeiden, rät Hack dazu, das Auto abgemeldet zu verkaufen. Sonst zahlt der bisherige Halter weiter die Versicherungen und Steuern oder haftet als Halter für Bußgelder im ruhenden Verkehr. Nach dem Verkauf und der Übergabe sollte die Versicherung und Zulassungsstelle sowie gegebenenfalls der Zoll informiert werden. „Wenn es angemeldet verkauft wird, sollte der Verkäufer mit dem Käufer eine Frist zur Abmeldung abmachen“, rät Hack.

Realistischen Preis veranschlagen

Nichts ist für einen Verkauf wichtiger als ein realistischer Preis. Der Gebrauchtwagenwert lässt sich etwa mit Hilfe der Schwacke-Liste (7,90 Euro) oder der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) ermitteln. Der Händler-Einkaufswert liegt aber oft niedriger als der spätere Verkaufswert. „Händler sind Profis, was sich beispielsweise in der Preisverhandlung zeigt - zum Teil werden zunächst unseriös tiefe Preise genannt“, sagt Hack.

Wer einen guten Preis erzielen will, müsse bei Händlern gut verhandeln können. Bei Privatpersonen können unter Umständen höhere Preise erzielt werden. „Will ich das Auto schnell loswerden, kann ich mich direkt an einen Händler wenden. Will ich den besten Preis erzielen, muss ich das Fahrzeug inserieren und gegebenenfalls zu tiefe Preise ausschlagen“, sagt Hack.

Verkauf über Internetplattformen

Plattformen wie wirkaufendeinauto.de nennen schon nach der Eingabe weniger Daten einen ersten Preis. Bei einer Vor-Ort-Besichtigung gibt es dann den endgültigen Ankaufspreis. Dieser liegt aber oft unter dem ersten Online-Wert, so Koppelmann. Vorteil: Die Formalitäten werden vom Verkaufsteam abgewickelt, die Bezahlung erfolgt rasch. Allerdings variieren die Preise stark und bilden nicht immer den bestmöglichen Erlös ab - Geld, das womöglich für die geplante Neuanschaffung fehlt.

(chs/dpa)

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