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4,7 Millionen Unterschriften gegen EU-Urheberrechtsreform

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 18.02.2019 RP ONLINE
 Eine Liste einer Unterschriftensammlung wird ausgefüllt (Symbolbild). © FZX Eine Liste einer Unterschriftensammlung wird ausgefüllt (Symbolbild).

Netzaktivisten der Kampagne zur „Rettung des Internets“ haben Justizministerin Katarina Barley (SPD) eine Petition zum EU-Urheberrecht überreicht. Sie protestieren unter anderem gegen sogenannte Upload-Filter. Mit solcher Software können Plattformen wie YouTube bereits beim Hochladen überprüfen, ob Bilder, Videos oder Musik urheberrechtlich geschützt sind. Die Mit-Initiatoren der Kampagne „Stoppt die Zensurmaschine - Rettet das Internet“ Dominic Kis und Pascal Fouquet übergaben Barley am Montag einen Stick mit den Angaben zufolge mehr als 4,7 Millionen Unterschriften, darunter rund 1,3 Millionen aus Deutschland.

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Am Mittwoch hatten Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments einen Kompromiss bei der Reform ausgehandelt. Zwei Neuerungen in den Paragrafen 11 und 13 sind besonders umstritten: So sollen Suchmaschinen für das Anzeigen von Artikel-Ausschnitten etwa auf den Google-News-Seiten künftig Geld an die Verlage zahlen. Und Plattformen wie YouTube müssen alles ihnen Mögliche tun, um Urheberrechtsverletzungen zu verhindern. Das wäre zum Beispiel durch Upload-Filter möglich. Entsprechend fordert die Kampagne „Stoppt Artikel 11 und 13!“. Kis warnte, die Pläne für das europäische Urheberrecht bedeuteten eine deutliche Einschränkung für das Internet.

Justizministerin Barley sagte, die Herausforderung sei, die Interessen der Kreativen und der großen Plattformen übereinzubringen. „Sie werden vielleicht mitbekommen haben, dass ich mich dafür eingesetzt habe, dass wir den Artikel 13 nicht so lassen, wie er ursprünglich war. Wir haben jetzt eine Fassung mit einer Klausel für kleinere und mittlere Unternehmen, was schon mal ein großer Fortschritt ist. Wenn Sie mich nach meiner persönlichen Auffassung fragen, ist auch das noch nicht der optimale Zustand.“ Die Pläne müssen formal noch vom Rat der EU-Länder und vom Europaparlament gebilligt werden.

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