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Abos bei Netflix & Co. kündigen: Streaming geht auch kostenlos

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 23.09.2022

8,99 Euro bei Disney+, 7,99 Euro bei Netflix. Wer streamt - und noch dazu bei mehreren Anbietern - greift oft tief in die Tasche. Was viele nicht wissen: Es geht auch ganz legal kostenlos mit sogenannten AVoD-Diensten.

Mario Vedder/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Mario Vedder/Getty Images

Bei Netflix, Disney+ & Co. können Abonnentinnen und Abonnenten für ein paar Euro im Monat eine riesige Auswahl an Filmen und Serien streamen. Das Abo kann allerdings auf Dauer ganz schön viel Geld fressen - insbesondere dann, wenn man bei mehr als nur einem Anbieter streamt. Wer angesichts hoher Inflation und steigender Gas- und Strompreise Ausgaben streichen muss, kann auf kostenlose Streamingdienste zurückgreifen. Gemeint sind nicht die Mediatheken von ARD und ZDF oder illegale Streaming-Seiten, sondern legale Advertising-Video-on-Demand-Dienste (AVoD). Diese kommen immer mehr in Mode.

Freevee bietet kostenlose Titel mit Werbepausen

Seit Anfang August gibt es in Deutschland Amazons kostenlosen Streamingdienst Freevee. Auf der Plattform können Kundinnen und Kunden völlig kostenfrei Klassiker und ganze Serien schauen. Auch Freevee-Originals gibt es, also Titel, die es sonst nirgends zu sehen gibt. Finanziert wird das Ganze über Werbung: neun Minuten Werbezeit pro Stunde. Zuvor wurde der Dienst 2019 in den USA und vergangenes Jahr in Großbritannien eingeführt - Zahlen nennt Amazon auf Anfrage des RND nicht, es soll aber ziemlich gut laufen. Jennifer Salke, Leiterin von Amazon Studios, habe schon im April erklärt, man werde das Angebot angesichts der großen Publikumszahlen erweitern. Mittlerweile gebe es ganze 70 Prozent mehr Freevee-Originals als noch vor einem Jahr.

Auch Netflix und Disney wollen nachziehen

Seit 2018 ebenfalls in Deutschland verfügbar ist Pluto TV. Der Dienstleister, der sich selbst als führende AVoD-Plattform in den USA bezeichnet und Teil der Paramount-Familie ist, bietet eine Auswahl an Filmen und Serien aus den Mediatheken von BBC, ARD, ZDF & Co. Außerdem gibt es Hybrid-Dienste wie Rakuten TV, die bestimmte Titel oder einzelne Folgen einer Serie kostenlos mit Werbung zur Verfügung stellen und andere nur für Abonnenten oder eine Miet-Gebühr freischalten.

Das Konzept scheint bei den Zuschauerinnen und Zuschauern so gut anzukommen, dass in den USA auch Hulu, HBO Max und Paramount+ AVoD-Dienste anbieten und laut RND sowohl Netflix als auch Disney+ ein solches Angebot planen.

"Sehr saurer Apfel" - ist werbefreies Streamen guter Titel die acht Euro wert?

Während die große Auswahl und sonst nirgendwo verfügbare Titel verlockend klingen, benennt das RND auch einen großen Nachteil: Mit der vielen Werbung, die etwa bei Freevee mitten in den einzelnen Folgen und nicht etwa am Anfang oder Ende gezeigt wird, müsse man in einen "sehr sauren Apfel" beißen. Glücklicherweise können die verschiedenen AVoD-Dienste selbst entscheiden, wann die Werbung gespielt wird. Es bleibt also abzuwarten, wie angenehm das AVoD-Erlebnis bei Netflix und Disney+ ausfallen wird. Auch die Frage, welche Titel überhaupt verfügbar sein werden, bleibt offen. Redaktion finanzen.net

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