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Airbus drosselt Produktion um 40 Prozent

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 29.06.2020 Johannes Korge

Die Corona-Pandemie trifft die Flugbranche hart - das wirkt sich auch auf die Hersteller der Maschinen aus. Airbus will für zwei Jahre deutlich weniger Jets bauen. Das wird Arbeitsplätze kosten.

© STEPHANE MAHE/ REUTERS

Seit Monaten steht der internationale Flugverkehr praktisch still, nur noch ein Bruchteil der üblichen Starts und Landungen kann durchgeführt werden. Die massiven Einbrüche bei den Buchungen wegen der Corona-Einschränkungen wirken sich natürlich auch auf die Neuanschaffungen der Airlines aus.

Der Flugzeugbauer Airbus wird nun als Reaktion auf die Luftfahrtkrise für zwei Jahre seine Produktion und Auslieferungen um 40 Prozent kürzen und Tausende Stellen abbauen. "Wir können uns von der Entwicklung bei den Airlines nicht abkoppeln", sagte Airbus-Chef Guillaume Faury der "Welt". Während der Konzern bisher von einer Kürzung um rund 30 Prozent sprach, ist jetzt von 40 Prozent die Rede, weil sich die Differenz zum zuvor geplanten Produktionsausbau in 2020/21 vergrößert.

Von der meistverkauften Baureihe A320 sollen nur noch 40 Maschinen pro Monat gefertigt werden. Derzeit seien viele fertige Flugzeuge geparkt, sagte Faury. Die Airlines nehmen sie wegen des Einbruchs im Markt durch die Coronakrise zunächst nicht ab. Es werde bis Ende 2021 dauern, bevor Produktion und Auslieferungen wieder im Einklang stehen, sagte der Airbus-Chef dem Blatt.

Unternehmenschef: "Wir drehen jeden Stein um"

Den genauen Umfang des Stellenabbaus will Faury nach Gesprächen mit der Arbeitnehmerseite bis Ende Juli verkünden. Spekuliert wird, dass bis zu 15.000 Stellen in der Zivilflugzeugsparte mit 90.000 Beschäftigten betroffen sind. "Es geht um die notwendige Anpassung an die massiv gesunkenen Produktionszahlen. Es geht darum, unsere Zukunft zu sichern", betonte Faury.

Der Airbus-Chef will dabei Kündigungen nicht grundsätzlich ausschließen, zumal sich durch eine zweite Corona-Welle die erhoffte Belebung wieder verschlimmern könnte. Trotz der Drosselung des Geschäftes werde aber keine Endmontagelinie geschlossen. Alle Modelle würden weiter produziert, "aber in langsamerem Tempo", sagte Faury. An jedem Standort werde nach Möglichkeiten zur Kostensenkung gesucht. "Wir drehen jeden Stein um."

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