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Airbus zerlegt die ersten A380 bereits in Einzelteile — nur Monate, nachdem das Aus verkündet wurde

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 18.05.2019 Ruqayyah Moynihan
© Bereitgestellt von Business Insider Inc flugzeug airbus a380 © Airbus flugzeug airbus a380

Der Airbus A380, auch bekannt als Superjumbo und als Flaggschiff der Airbus-Passagiermaschinen, wird seit 2007 produziert. Das Flugzeug, das ursprünglich als Ersatz für die Boeing 747 konzipiert war, ist einer der teuersten und aufwendigsten Jets aller Zeiten. Er bietet Platz für bis zu 800 Passagiere.

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Laut Reuters werden jedoch zwei Modelle der weltgrößten Passagierflugzeuge nun in ihre wertvollen Einzelteile zerlegt und das nur wenige Monate nachdem Airbus angekündigt hat, dass man die Produktion des Jets bis 2021 einstellen werde. Es wurden 235 der Passagierflugzeuge hergestellt. Derzeit sind davon noch 233 im Einsatz.

Demontage begann bereits im vergangenen Dezember

Das Verschrotten der beiden Flugzeuge begann im Dezember 2018, gerade einmal nach der Hälfte der erwarteten Lebensdauer der Maschinen, so Reuters.

Die Demontage der beiden Doppeldecker von Airbus, die Singapore Airlines nach zehn Jahren Nutzung zurückgab, ist bereits am Flughafen Tarbes Lourdes in Südfrankreich im Gange. 

Air France kündigte im vergangenen November außerdem an, dass sie fünf ihrer Airbus A380 nach Ablauf ihrer Leasingverträge im Jahr 2021 zurückgeben werden, so die Reise-Webseite Traveller.

Zu groß, um gewinnbringend zu sein

Bilder aus den sozialen Medien zeigen, wie Triebwerke demontiert werden und einem Flugzeug bereits die Spitze fehlt, wo sich normalerweise der Radar befindet. Darüber hinaus wurden auch die Türen zur Fahrgastkabine und zum Laderaum entfernt.

Laut „Forbes“-Kolumnist Michael Goldstein sei das Flugzeug von Airbus nicht nur an sich schon teuer, sondern auch im Betrieb sehr kostspielig: „Zusätzlich zu der Forderung nach Flughafen-Umgestaltungen für die enorme Passagierlast ist es aus wirtschaftlichen Gründen erforderlich, dass das Flugzeug mit voller Auslastung geflogen wird, um die enormen Stundenkosten zu decken“, sagte er 2018.

Für viele Fluggesellschaften ist das Airbus-Modell nicht nur ineffizient, sondern für viele Strecken auch einfach zu groß, um daraus Profit zu schlagen.

Airbus A380 © REUTERS/Pascal Rossignol Airbus A380

Viele Fluggesellschaften bleiben auf dem A380 sitzen

Laut der Webseite „News.com.au“ haben die Fluggesellschaften die Möglichkeit, Flugzeuge entweder sofort zu kaufen oder zu leasen. Der Kauf eines Airbus A380 lässt den Fluggesellschaften die Möglichkeit, ihn später an eine andere Fluggesellschaft zu verkaufen. Das kann zwischen 268 Millionen und 447 Millionen Euro kosten.

Durch das Leasing kann das Flugzeug von Airbus hingegen zurückgegeben werden, sobald dieses nicht mehr genutzt wird, um es dann wieder an eine andere Fluggesellschaft zu vermieten.

Einige Fluggesellschaften ersetzen jedoch A380-Bestellungen durch andere Modelle aus dem Airbus-Repertoire. Vor allem ersetzen sie diese gerne durch den A350 und A33neo. Darin liegt aber auch das Problem — es gibt nur wenige Fluggesellschaften, die daran interessiert sind, einen vergünstigten A380 zu kaufen.

Zahl der Bestellungen sinkt

Bis vor wenigen Monaten wurden mehr als 310 Bestellungen für das Flugzeug aufgegeben. Zum 30. April 2019 belief sich die Gesamtzahl der Bestellungen für den A380 von Airbus jedoch auf nur 290, einschließlich derer, die bereits an Fluggesellschaften geliefert wurden. 

Da jedoch bereits Hunderte von A380er gebaut wurden und die Flugzeuge eine Lebensdauer von über 20 Jahren haben, werden sie für eine Weile nicht ganz vom Himmel verschwinden.

Dieser Artikel wurde von Claudia Saatz aus dem Englischen übersetzt.

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