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Amazon, Apple & Co. könnten schon bald für den nächsten Mega-Crash an den Aktienmärkten sorgen

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 14.01.2018 Business Insider Deutschland

a man standing in front of a store: Wall Street Nervoes Händler GettyImages 643451128 © Spencer Platt / Staff / Getty Images Wall Street Nervoes Händler GettyImages 643451128

Experten betrachten den Aktienmarkt mit Sorge. Im Zuge der digitalen Revolution ist ein Phänomen entstanden, das täglich neue Ausmaße annimmt: Tech-Unternehmen, die den Markt beherrschen und ihre Macht immer weiter ausbauen — was dazu führt, dass sich einer der größten Börsencrashs der Geschichte wiederholen könnte. 

Die großen amerikanischen Tech-Firmen sind das Aushängeschild der digitalen Revolution an der Börse. Sie werden mit dem Kürzel FAANG zusammengefasst: Facebook, Apple, Amazon, Netflix und Google. Die Aktienkurse dieser Firmen haben in den vergangenen Jahren unglaublich zugelegt. Sie sind so wertvoll, dass der Technologie-Sektor heutzutage ein Viertel des amerikanischen Aktienmarktes ausmacht.

Monopol der Tech-Firmen erinnert an Dotcom-Blase

Das Phänomen wird von einigen Experten jedoch äußerst kritisch betrachtet, wie die „Welt am Sonntag“ berichtete. So habe der deutsche Fondsmanager Klaus Kaldemorgen bei einer Podiumsdiskussion in Frankfurt gesagt: „Aus der Blase der digitalen Revolution muss die Luft rausgelassen werden.“ Das, was seit einigen Monaten vor sich geht, erinnere ihn fatal an die Dotcom-Blase Ende der 90er Jahre.

Damals wurden aufgrund der technologischen Entwicklungen des Internets, das in den Alltag einzog, hohe Gewinne erwartet. Anleger kauften Aktien, um davon zu profitieren, und die Börsenbewertung vervielfachte sich aufgrund der hohen Nachfrage.

Doch dann platzte die Spekulationsblase, da die hochbewerteten Unternehmen die Gewinnerwartungen nicht erfüllen könnten. Als die ersten Unternehmen Insolvenz anmeldeten, erkannten erfahrene Anleger den drohenden Crash. Kleinanleger gingen jedoch davon aus, dass sich die Kurse wieder erholen würden — und erlitten dadurch große Verluste.

„So etwas könnten wir dieses Jahr wieder sehen“, zitiert die „Welt am Sonntag“ Kaldemorgen weiter. „Ich sehe eine Korrektur kommen, die den Großteil der Gewinne der letzten Zeit ausradieren wird.“ 

Regierung könnte Tech-Firmen den Riegel vorschieben

Anleger rechnen mit stark steigenden Gewinnen — allein der Amazon-Kurs liegt beim 318-Fachen der Unternehmensgewinne. Doch das könnte ein weiteres Problem hervorrufen.

Wenn diese Konzerne weiterhin ihr Monopol und ihre Macht ausbauen und sämtliche Konkurrenten verdrängen, könnte die Regierung mit Konsequenzen drohen. Erinnern wir uns an den Telekommunikationskonzern AT&T, gegen den die Kartellbehörde im Jahr 1974 ein Verfahren eröffnete: Das Unternehmen hatte ein Monopol, verlor nach dem Verfahren jedoch rund 70 Prozent seines Wertes. 

Auch Kryptowährungen bleiben davon nicht verschont. In China wurden bereits beliebte Finanzierungsmodelle von Kryptowährungen verboten, wobei sich Geld im Gegenwert von 34 Milliarden Euro in Luft auflöste. Ein Trend, der sich laut Computerwissenschaftler Adi Shamir, der das kryptografische Grundprinzip für die Bitcoin-Technologie mitentwickelt hat, fortsetzen wird.

Lest auch: Einer der weltweit führenden Bitcoin-Experten sagt den Untergang von Krypto-Währungen voraus

Früher oder später würden Regierungen den Einsatz digitaler Währungen eindämmen, was zu massiven Kurseinbrüchen führen werde, sagte Shamir laut eines Berichts der „Frankfurter allgemeinen Zeitung“ auf einer Tagung der deutschen Ökonomenvereinigung VfS in Wien.

„An irgendeinem Punkt werden Regierungen gewaltsam intervenieren und den Gebrauch von Bitcoin für illegale Zwecke einschränken und bestrafen — das wird der Zeitpunkt sein, wenn der Wert stark fallen wird.“

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