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Angebot ausgeweitet: Amazon versendet jetzt auch für andere Onlinehändler

Finanzen.net-Logo Finanzen.net vor 2 Tagen

Amazon gehört bereits zu den größten Onlineversandhändlern der Welt. Nun macht das US-amerikanische Unternehmen den großen Paketversanddiensten Konkurrenz, indem von nun an auch Lieferungen für externe Kunden getätigt werden sollen.

PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net PHILIPPE HUGUEN/AFP/Getty Images

• Amazon baut Transport und Logistik aus

• Amazon versendet nun auch für externe Kunden

• Nur der Staat kann dem Ausbau Grenzen setzen

Amazon baut seinen Paketdienst aus

Schon im Mai wurde darüber berichtet, dass Amazons Paketdienst Amazon Logistics in den Punkten Qualität, Kundenzufriedenheit und allgemeiner Eindruck gute Ergebnisse erzielen kann. Amazon gehört nicht nur zu den weltweit größten Frachtfluggesellschaften, das US-amerikanische Unternehmen macht auch den großen Paketversanddiensten Konkurrenz. Erst kürzlich wurde zudem berichtet, dass der Onlinehändler auch in Deutschland sein Netz erweitern will. Bis Mitte 2022 sollen hierzulande acht weitere Logistik- und Verteilzentren errichtet werden, welche dazu auch 3.000 neue Arbeitsplätze schaffen sollen.

Jetzt versendet das Unternehmen auch für andere

Nun festigt Amazon seinen Standpunkt als Konkurrent für große Paketversanddienste wie UPS oder FedEx, denn der Onlinehändler will nun auch Lieferungen für externe Kunden versenden. Dafür bietet Amazon auch schon verschiedene Versanddienste in verschiedenen Regionen der Welt an. Darunter das "Logistik-as-a-Service"-Programm aus Großbritannien, von welchem vermutet wird, dass es in nächster Zeit auch in den USA eingeführt werden soll, so CNBC. Lukrativ für externe Verkäufer kann es auch sein, durch Amazons Algorithmus LTL-LKWs (less-than-load-LKWs) zu ermitteln, wo freie Plätze genutzt werden können und diese zu vergünstigten Tarifen zu verwenden. Amazon profitiert davon, da auf diese Weise mit sonst nicht verwendetem bzw. verschwendetem Platz Geld verdient werden kann.

E-Commerce-Berater Chris McCabe arbeitete laut CNBC von 2006 bis 2012 bei Amazon. Zu Amazons Ausbau sagt er: "Sie wollen eine neue Art von US-Postdienst sein, bei dem alles überall hinkommt, aber auch schnell." Schon im Jahr 2014 fing das Unternehmen an, sein globales Transportnetzwerk aufzubauen. Mittlerweile verfügt Amazon laut CNBC über 400.000 Fahrer weltweit, 40.000 Sattelschlepper, 30.000 Lieferwagen und eine Flotte von mehr als 70 Flugzeugen. Etwa zehn Milliarden Lieferungen tätigte Amazon seit dem Aufbau des eigenen Transportnetzwerkes. Dan Romanoff, der Amazon für Morningstar untersucht, geht jedoch davon aus, dass Amazon kein beliebiger flächendeckender Spediteur werden will. Vielmehr wolle der Onlinehändler sich selbst genau aussuchen, welche Routen eingeschlagen werden, so Romanoff laut CNBC.

Ein nie endender Ausbau?

Schon lange investiert Amazon in den Ausbau von Logistik und Transport. Doch wie lange kann dies noch weitergehen? Fragt man den ehemaligen Leiter und Gründer von Amazon Air, Scott Ruffin, lautet die Antwort auf lange Sicht wohl für immer, wie Business Insider berichtet. Die einzigen Grenzen könnten seitens der Regierung für Amazon gezogen werden, so Ruffin.

E. Schmal / Redaktion finanzen.net

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