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Auftakt im Großprozess um VW-Dieselskandal

Im Dieselskandal wird erstmals eine Musterfeststellungsklage vor einem deutschen Gericht verhandelt. Fast eine halbe Million VW-Kunden fordern vor dem Oberlandesgericht Braunschweig eine Entschädigung von dem Wolfsburger Konzern. Stellvertretend für die Autofahrer hat in diesem Fall die Verbraucherzentrale geklagt. Die Möglichkeit von Musterfeststellungsklagen war im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund des Dieselskandals eingeführt worden. Das Gericht soll klären, ob Dieselfahrern durch manipulierte Abgaswerte Nachteile enstanden sind. Anwälte von Volkswagen bezweifeln hingegen, dass die Kunden dadurch geschädigt wurden. Ist ein Schaden für die Fahrer entstanden? Doch die Verbraucherzentrale zeigte sich nach dem ersten Verhandlungstag zufrieden. Das Gericht habe angedeutet, dass die Klage Aussicht auf Erfolg habe. Vorher sind jedoch noch viele offene Fragen zu klären. Etwa ob der Schaden durch die Betrugssoftware oder durch Dieselfahrverbote ausgelöst wurden. Außerdem steht nicht fest, ob mögliche Ansprüche gegenüber dem VW Konzern geltend gemacht werden können, oder ob die Händler haftbar sind, bei denen die Fahrzeuge gekauft wurden.

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