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Bayer-CEO verteidigt Monsanto-Kauf - Aktie verliert nach Abstufung

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 25.03.2019
© DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images

"Der Monsanto-Kauf war und ist eine gute Idee", sagt Baumann der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS), obwohl infolge der Deals etliche Milliarden an Börsenwert vernichtet wurden.

Mitte der Woche hatte die zweite Jury in den USA festgestellt, dass das Herbizid Glyphosat der Tochter Monsanto mit verantwortlich für eine Krebserkrankung des Klägers gewesen sei. Die Bayer-Aktie stürzte daraufhin weiter ab. "Die Abschläge an der Börse sind stark übertrieben. Wenn es darum geht, Unsicherheiten zu bewerten, neigt die Börse zu Übertreibungen", sagt Baumann. "Die gute Verfassung des Unternehmens, die hervorragenden Wachstumsperspektiven, die Ertragskraft - all das sehe ich nur sehr unvollständig im derzeitigen Börsenwert gespiegelt."

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Gedanken an einen Rücktritt weist Baumann weit von sich. "Ich konzentriere mich auf die Arbeit, der Vorstand hat die volle Rückendeckung des Aufsichtsrats", sagt der Manager, der im April mit einer turbulenten Hauptversammlung rechnen muss. "Unsere Aktionäre sind verärgert, das verstehe ich, sie leiden massiv unter den Glyphosatklagen. Ich selbst bin übrigens auch betroffen, da ich erheblich in unsere Aktie investiert habe." Das Verhältnis zu seinem langjährigen Förderer und jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden Werner Wenning habe unter den Ereignissen nicht gelitten, sagt Baumann. "Herr Wenning war und ist ein sehr wichtiger Gesprächspartner für den gesamten Vorstand und für mich persönlich."

Weitere Abstufungen drücken die Bayer-Aktie auf Tief seit 2012

Weitere zurückhaltende Analystenkommentare haben die Bayer-Aktien am Montag mit 57,30 Euro auf das niedrigste Niveau seit Juli 2012 gedrückt. Dabei verloren die nach der Schlappe in einem Prozess rund um die Krebsrisiken des glyphosathaltigen Unkrautvernichters Roundup wieder schwer unter Verkaufsdruck stehenden Papiere der Leverkusener bis zu 3,4 Prozent. Seit der Hiobsbotschaft in der Vorwoche brachen sie damit um 18 Prozent ein.

In einer aktuellen Studie warnen die Experten der Investmentbank Bank of America (BofA) die Anleger vor möglichen Schadenersatz- oder Vergleichszahlungen zwischen einer und fünf Milliarden US-Dollar. Sie strichen daher ihre Kaufempfehlung, auch wenn ihr Kursziel von 70 Euro bereits deutliches Erholungspotenzial signalisiert. So seien bereits höhere als von ihnen erwartete Belastungen in den Kurs eingepreist.

Auch Experte David Evans vom Investmenthaus Kepler Chevreux meldete sich mit der Einstufung "Halten" zurück, nachdem er vor der kurzen Aussetzung seiner Bewertung noch ein Kaufvotum vergeben hatte.

FRANKFURT (Dow Jones / dpa-AFX)

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