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Boeing 787: TUI bestellt neue Dreamliner

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 23.02.2020 Martin U. Müller

Der Tourismuskonzern TUI will sich unabhängiger von Linien wie Condor oder Eurowings machen. Deshalb bestellt er neue Flugzeuge im Wert von mehreren Hundert Millionen Euro.

© REUTERS

Der weltgrößte Touristikkonzern TUI will mehr eigene Langstreckenflugzeuge in Deutschland betreiben. Dafür will die Flugtochter TUI Fly Deutschland zwei für den deutschen Markt bestimmte Boeing 787 Dreamliner bestellen - Listenpreis zusammen fast 500 Millionen Dollar. Zum Einsatz kommen sollen diese erstmals im Winter 2021.

Die Gäste an Bord könnten sich später im Urlaub wiedersehen. Grund: Die Maschinen sollen nach bisherigen Planungen vornehmlich Passagiere aus Düsseldorf in die Karibikregion und nach Mexiko zu den gemeinsam mit der Royal Caribbean Cruises betriebenen Kreuzfahrtschiffen (MeinSchiff) oder TUI-Hotels (Riu, Robinson Clubs) bringen.

TUI macht sich so unabhängiger von Anbietern wie Condor oder Eurowings, die ebenfalls Urlauber in die Karibik fliegen. Denkbar ist aber auch, die neuen Jets an anderen kleineren Flughäfen, etwa Hannover, zu stationieren. Bereits ab dem kommendem Winter will TUI zwei Dreamliner aus Großbritannien nach Düsseldorf transferieren. Auch Passagiere für andere Reedereien sollen mittels der Langstreckenmaschinen befördert werden.

TUI Fly Deutschland ist bisher im Kurz- und Mittelstreckengeschäft tätig. Mit Maschinen, hauptsächlich vom Typ Boeing 737, fliegt die Gesellschaft Ferienziele in Europa an – aber auch entlegenere Destinationen wie die Kapverdischen Inseln vor der afrikanischen Westküste. Rund 80 Prozent der Plätze werden an Kunden von Reiseveranstaltern verkauft, ein Großteil davon an die Gäste der Mutter TUI. Die anderen 20 Prozent gehen in den Einzelplatzverkauf. Neben Deutschland hat TUI Fly auch Flugzeuge in England, Belgien oder Skandinavien stationiert. Die Gesellschaft leidet darunter, dass bereits bestellte und zum Teil sogar fertiggestellte Maschinen vom Typ Boeing 737 Max durch die fehlende Behördenfreigabe für den Flugzeugtypen nicht ausgeliefert und eingesetzt werden können.

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