Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

javascriptjavascript:;:;

Das sind die attraktivsten Städte für die Generation Y

DIE WELT-Logo DIE WELT 21.04.2017

Die Generation Y ist zwischen etwa 1980 und den späten 1990er-Jahren geboren © Getty Images/Digital Vision Die Generation Y ist zwischen etwa 1980 und den späten 1990er-Jahren geboren

Von wegen New York und London: Ein Studie hat analysiert, welche Metropolen den Millennials am meisten Möglichkeiten bieten. In die Top drei haben es gleich zwei deutsche Städte geschafft.

Die Generation Y ist angeblich unentschlossen und wankelmütig. Aber gleichzeitig hochflexibel. Sie ist selbstbewusst und hervorragend ausgebildet. Doch Karriere machen wollen die 18- bis 35-Jährigen nicht um jeden Preis. In der Großstadt wohnen am liebsten schon.

Die Generation Y, auch Millennials genannt, das sind die zwischen etwa 1980 und den späten 1990er-Jahren Geborenen. Y steht für das englische "why", also "warum". Glaubt man Sozialwissenschaftlern, dann sind die heute 18- bis 35-Jährigen ständig auf der Suche. Nach dem Sinn im Leben, nach dem perfekten Job, nach dem besten Wohnort.

Geht es nach einer neuen Studie, dann können zwei deutsche Städte den Millennials tatsächlich einiges bieten. Das Wohnungsportal Nestpick hat 100 Städte weltweit auf ihre Attraktivität für die Generation Y untersucht. Das Ergebnis: Auf den Spitzenreiter Amsterdam folgen Berlin und München. Immerhin auf Platz 8 schafft es Köln. Erst auf Rang 32 kommt Hamburg im internationalen Vergleich, Frankfurt liegt auf Rang 37.

© Infografik Die Welt

Die Ergebnisse der Studie bestätigen so manches Klischee über die deutsche Hauptstadt: Berlin profitiert vor allem von seinem berüchtigten Nachtleben, hier kommt die Stadt auf die volle Punktzahl. Zudem überzeugt Berlin in Sachen Gleichstellung und Offenheit gegenüber der LGBT-Gemeinde sowie in Sachen Tourismus.

Am wenigsten Party in Brügge

Analysiert hat das Wohnungsportal 16 Kategorien. Zum Beispiel: Wo gibt es die meisten Start-ups? Wo die günstigsten Wohnungen? Und wo den besten Nahverkehr? Daneben flossen ungewöhnlichere Kriterien in das Ergebnis ein: der Preis für das Feierabendbier etwa oder die Anzahl der Apple-Shops. Damit will die Rangliste zeigen, wo sich die Generation Y am wohlsten fühlen könnte. Befragt nach ihren tatsächlichen Lieblingsstädten wurden die Millennials nicht.

© Infografik Die Welt

Geht es nur nach der Clubszene, liegt Berlin sogar auf Platz eins, gefolgt von Paris und Köln. Nestpick bewertet allerdings nicht, wie vielfältig das Angebot ist, sondern lediglich die Anzahl der Clubs und die Öffnungszeiten. Am tristesten ist es im belgischen Brügge. Auch in Ottawa in Kanada und in Denver in den USA ist der Studie zufolge partymäßig nicht viel los.

München punktet in Sachen Jobs

München hat seine gute Platzierung hingegen unter anderem einem guten Angebot an Jobs zu verdanken - das Buchungsportal nimmt hier die niedrigste Arbeitslosenquote als Maßstab für die höchste Platzierung. Vor der bayerischen Landeshauptstadt liegen im Job-Rankig aber noch eine Reihe anderer Städte: Bangkok, Peking und Singapur in Asien sowie Brügge, Bukarest und Oslo in Europa.

© Infografik Die Welt

Unattraktiv ist die bayerische Landeshaupstadt in Sachen Musikfestivals und - wenig überraschend - in Sachen Wohnungsmarkt. Das Portal nimmt die durchschnittlichen monatlichen Mietpreise für eine 39-Quadratmeter-Wohnung als Maßtab. Hier schafft es München nur auf Platz 67, Berlin immerhin auf Platz 42.

Genf im Apple-Ranking vorne

Kurioser wird es in anderen Kategorien. Für die technikaffine Generation Y könnte auch die Zahl der Apple-Stores pro Kopf ein Entscheidungskritierium für eine Stadt sein. Das glauben zumindest die Macher der Studie: Diese gebe Aufschluss darüber, "wie technikversiert die Stadt ist, denn je mehr Geld für Apple-Produkte fließt, umso mehr wird allgemein in Technologie investiert", heißt es. Am besten schneidet hier Genf vor Lille und Bordeaux ab. Köln (Platz 19) liegt sogar noch vor Berlin (Platz 49).

Auch der Faktor Bier fließt in die Rangliste ein. Dafür hat Nestpick den Bierpreis in 20 Bars in den jeweiligen Städten verglichen. Am günstigsten ist das Feierabendbier in Peking, gefolgt von den kolumbianischen Städten Medellin und Bogota. Am meisten muss die Generation Y hingegen in den norwegischen Städten Oslo und Bergen sowie in Tel Aviv ausgeben. Überraschend schlecht schneiden die deutschen Städte beim Zugriff auf Verhütungsmittel ab (Plätze 73 bis 76). Vorne sind hier Städte in China und in Großbritannien.

Mit einem Klischee räumt das Ranking auf: Vermeintliche Sehnsuchtsorte der Generation Y und Kreativ-Metropolen fallen durch. London schafft es mit Platz 16 nicht unter die Top 10, San Francisco erreicht nur auf Platz 45 und New York sogar nur Platz 64. Bei allen drei Metropolen sind die hohen Wohnungspreise ausschlaggebend. Auch das Feierabendbier ist vergleichsweise teuer.

Greenpeace-Aktivisten ziehen am 28.06.2017 während einer Aktion zum Diesel-Gipfel hinter der Staatskanzlei in München (Bayern) einen Sarg mit einem 1,6 Liter Diesel-Motor des Volkswagenkonzerns durch den Hofgarten. Dazu tragen sie Banner mit den Aufschriften "Ruhe in Frieden Diesel", "Endlich saubere Luft! Der Diesel ist tot!" und "R.I.P. Diesel". Beim "Diesel-Gespräch" möchte Ministerpräsident Seehofer (CSU) der bayerischen Autoindustrie seinen Plan zur Abwendung von Diesel-Fahrverboten präsentieren. Foto: Matthias Balk/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ Nächste Geschichte

Audi und BMW wollen Millionen Diesel umrüsten

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von DIE WELT

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon