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Deutsche Bahn erzielt Fahrgast-Rekord im Fernverkehr

DER SPIEGEL-Logo DER SPIEGEL 26.03.2020 Alexander Preker

Noch nie haben so viele Menschen die ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn benutzt wie 2019. Der Umsatz stieg um knapp ein Prozent auf 44,4 Milliarden Euro. Die Coronakrise belastet die Zukunft.

© Rüdiger Wölk/ imago images

Die Deutsche Bahn hat im vergangenen Jahr einen neuen Fahrgastrekord im Fernverkehr aufgestellt. Erstmals nutzten mehr als 150 Millionen Reisende die Fernzüge des Unternehmens - ein Plus von 1,9 Prozent oder 2,8 Millionen Reisenden gegenüber 2018, wie aus dem nun veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht.

Auch im Regionalverkehr stieg die Zahl der Reisenden im vergangenen Jahr: um 1,6 Prozent auf knapp zwei Milliarden Fahrgäste. "Wir sehen klare Anzeichen für eine Verkehrsverlagerung auf die klimafreundliche Schiene", teilte Konzernchef Richard Lutz mit.

Der Konzernumsatz legte um 0,9 Prozent auf 44,4 Milliarden Euro zu. Wegen hoher Investitionen sank jedoch der Gewinn aus dem laufenden Geschäft: Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit 1,84 Milliarden Euro rund 13 Prozent unter dem Vorjahreswert.

Rückgang beim Güterverkehr

Es gehe darum, die Leistungsfähigkeit der Eisenbahn in Deutschland substanziell zu steigern, so Bahnchef Lutz. "Zukunftsausgaben haben in den nächsten Jahren Vorrang, was sich mittelfristig in niedrigeren Ergebnissen widerspiegeln wird." Unterm Strich erwirtschaftete die Bahn ein Jahresergebnis von 680 Millionen Euro, 25 Prozent mehr als im Vorjahr. 650 Millionen Euro gingen als Dividende an den Eigentümer - den Bund.

Die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Krise seien in ihrer genauen Höhe noch nicht bezifferbar, sagte Finanzvorstand Levin Holle mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr. "Unsere Aufgabe ist es, trotz sehr hoher Investitionen und zusätzlicher Belastungen durch die Corona-Pandemie weiterhin die finanzielle Stabilität der DB sicherzustellen."

Wegen stark gesunkener Fahrgastzahlen hatte der Konzern sein Angebot in den vergangen Tagen auf gut drei Viertel heruntergefahren. Sorgen dürfte der Bahn auch weiter der Güterverkehr machen. Die Verkehrsleistung - also Tonnen kombiniert mit gefahrenen Kilometern - sackte vergangenes trotz stabiler Konjunktur um 3,7 Prozent ab. Weil die Nachfrage beim Transport von Stahl und Autos weiter zurückgehe, werde eine Rückkehr auf Wachstumskurs noch eine Zeit brauchen, teilte der Konzern mit.

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