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Die Kälte treibt den Gasverbrauch in nur einer Woche um 28 Prozent nach oben – noch hält der Plan gegen den Gasmangel

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 01.12.2022 Romanus Otte
Das kältere Herbstwetter hat den Gasverbrauch in Deutschland sprunghaft ansteigen lassen. © Picture Alliance Das kältere Herbstwetter hat den Gasverbrauch in Deutschland sprunghaft ansteigen lassen.
Das kältere Herbstwetter hat den Gasverbrauch in Deutschland sprunghaft ansteigen lassen.

Das kalte Wetter hat den Gasverbrauch in Deutschland in die Höhe getrieben. In der vorigen Woche lag der Gasverbrauch um 26 Prozent über der Vorwoche, schrieb die Bundesnetzagentur am Donnerstag in ihrem Lagebericht.

Der Verbrauch liegt aber weiterhin deutlich unter dem Mittelwert der vier Vorjahre für die gleiche Kalenderwoche. Großkunden der Industrie verbrauchten 25 Prozent weniger Gas, Haushalte und kleine Gewerbe nur noch 17 Prozent weniger. Insgesamt lag der Verbrauch um 21 Prozent niedriger. Die Zahlen nannte der Chef der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, bei Twitter. In den wärmeren Vorwochen hatte die Einsparung vum Vorjahr noch über 30 Prozent gelegen.

Die Einsparungen waren damit etwas geringer als in der Woche zuvor mit 33 Prozent. Sie liegen immer noch knapp über dem Ziel von 20 Prozent, das die Bundesnetzagentur ausgegeben hat, um einen Gasmangel im Winter zu verhindern.

In der Kalenderwoche 46, auf die sich die neuen Zahlen beziehen, war es 0,7 Grad kälter als im Durchschnitt der Vorjahre und sogar 3,9 Grad kälter als in der Vorwoche. Laufende Daten des DIW zeigen aber, dass Wirtschaft und Haushalte auch über den Temperatureffekt Gas sparen, indem sie weniger heizen oder Warmwasser verbrauchen.

Insgesamt führt der steigende Verbrauch dazu, dass Gasversorger vermehrt auf die Vorräte in den Gasspeichern zurückgreifen müssen. Der Füllstand der Gasspeicher fiel am Mittwoch um 0,36 Prozentpunkte auf 98,24 Prozent. Dies war der deutlichste Rückgang in dieser Heizperiode an einem Tag. Der Füllstand liegt für diese Zeit des Jahres aber immer noch sehr hoch. Dies zeigt auch diese Grafik.

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