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Drogeriechef erklärt Mangel an Toilettenpapier für bald beendet

WELT-Logo WELT 26.03.2020
Das Herunterfahren der öffentlichen Aktivitäten in Deutschland fordert seinen Preis: Den Geschäften fehlen die Einnahmen. Bis Ostern soll ein Konzept vorliegen, wie die Zeit nach dem Shutdown aussehen könnte. Das RKI sieht dafür allerdings noch keinen Anlass. Quelle: WELT/ Jana Wochnik © WELT/ Jana Wochnik Das Herunterfahren der öffentlichen Aktivitäten in Deutschland fordert seinen Preis: Den Geschäften fehlen die Einnahmen. Bis Ostern soll ein Konzept vorliegen, wie die Zeit nach dem Shutdown aussehen könnte. Das RKI sieht dafür allerdings noch keinen Anlass. Quelle: WELT/ Jana Wochnik

Der Chef der Drogeriemarktkette dm, Christoph Werner, macht Hoffnung auf ein baldiges Ende des Toilettenpapiermangels in den Regalen. Er sei sicher, dass das Phänomen nur kurzzeitig auftrete, sagte er dem „Handelsblatt“. In Gaststätten und Hotels werde derzeit nichts verbraucht. „Die Produktion muss also nur umgeleitet werden, der Nachschub ist gesichert.“

Warten heißt es derzeit auch für Onlinekunden von dm. „Wegen der enormen Nachfrage ist die Lieferzeit kurzzeitig von zwei bis drei Werktagen auf neun bis zwölf Werktage hochgeschnellt“, sagte Werner. „Das bekommen wir in den Griff, wir sind bald wieder bei zwei Tagen.“ Einen Testlauf zur Abholung bestellter Waren in der Filiale habe man ausgesetzt, „weil die Mengen in den Märkten explodierten“. Aber dm arbeite daran, diese Möglichkeit des Einkaufens bundesweit anzubieten.

Mit Blick auf Hamsterkäufe und leere Regale beklagte Werner zum Teil massive Anfeindungen gegen Mitarbeiter in den etwa 2000 dm-Filialen. „Auch ich habe bitterböse Briefe erhalten: Zum Beispiel, wie sich unsere Mitarbeiter erdreisten könnten zu reglementieren, wie viel Toilettenpapier man kaufen dürfe.“

Und weiter erklärte Werner: „Uns gibt es seit 1973, und zweifellos ist das jetzt für dm die schwierigste Phase in der Unternehmensgeschichte. In Deutschland arbeiten bei uns über 40.000 Menschen, die allermeisten in unseren Filialen. Wir haben in den vergangenen Wochen die zunehmende Bevorratung erleben müssen, wie die Menschen besorgter, hektischer wurden. Das ist eine enorme Belastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – gepaart mit dem Bewusstsein, dass die reale gesundheitliche Gefahr besteht, sich mit dem Coronavirus anzustecken.“

ARCHIV - 18.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Siegen: Ein Mann trägt eingekauftes Toilettenpapier und Küchenrollen aus einem Supermarkt. Auch wenn das neuartige Coronavirus beängstigend ist, haben viele Menschen ihren Humor noch nicht verloren. So leer, wie das Regal für Toilettenpapier im Supermarkt zeitweise ist, so voll ist das Internet mit Witzen genau darüber, wie wertvoll der Hygieneartikel auf einmal zu sein scheint. Foto: Rene Traut/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ © dpa/Rene Traut ARCHIV - 18.03.2020, Nordrhein-Westfalen, Siegen: Ein Mann trägt eingekauftes Toilettenpapier und Küchenrollen aus einem Supermarkt. Auch wenn das neuartige Coronavirus beängstigend ist, haben viele Menschen ihren Humor noch nicht verloren. So leer, wie das Regal für Toilettenpapier im Supermarkt zeitweise ist, so voll ist das Internet mit Witzen genau darüber, wie wertvoll der Hygieneartikel auf einmal zu sein scheint. Foto: Rene Traut/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Zudem forderte Werner bundeseinheitliche Regeln für die noch geöffneten Geschäfte. „Es ist jetzt nicht die Zeit, Vorwürfe zu machen. Und ich weiß: Die Behörden arbeiten rund um die Uhr. Aber die Uneinheitlichkeit ist ein Problem“, sagte Werner.

„Wenn da auf Länder- oder sogar kommunaler Ebene uneinheitliche Regeln bestehen, sind eine langsamere Umsetzung und verunsicherte Menschen die Folge – und das ist das Letzte, was wir jetzt brauchen.“

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