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Ein Dorf will null Müll

SHOTLIST Plastik, Papier, Metall… und dutzende andere Kategorien. In dem japanischen Dorf Kamikatsu ist Mülltrennung eine Wissenschaft für sich. Durch das präzise Sortieren soll ab 2020 der Müll komplett wiederverwertet werden. O-Ton Saeko Takahashi, Einwohnerin:"Wir haben jetzt etwas mehr als 40 Kategorien und ich bin ein bisschen überfordert. Ich trenne also grob Glas, Dosen, Papier, Magazine und so weiter. Ich bringe alles dann in ein Zentrum, wo das richtig sortiert wird." Das Dorf musste im Jahr 2000 eine seiner Müllverbrennungsanlagen schließen, weil die den strengeren Schadstoffnormen nicht mehr genügte. Eine Anlage allein konnte den Abfall nicht bewältigen, für den Bau einer neuen war kein Geld da. O-Ton Kazuyuki Kiyohara, arbeitet auf dem Wertstoffhof:"Bevor ich hier gearbeitet habe, habe ich immer neu gekauft, wenn etwas nicht mehr funktioniert hat oder beschädigt war. Aber meine Denkweise hat sich stark geändert." Weniger konsumiert wird hier zwar nicht, doch heute recycelt Kamikatsu bereits etwa 80 Prozent ihrer Abfälle. Landesweit sind es 20 Prozent. O-Ton Midori Suga, Stadtverwaltung:"Wir wissen, dass Kamikatsu das Problem nicht lösen wird. Aber unser Ziel ist es, das Bewusstsein bei so vielen Menschen wie möglich zu wecken, damit ähnliche Projekte entstehen." Die Japaner produzieren pro Kopf weniger Abfall als die Menschen in den meisten anderen entwickelten Ländern – doch Plastikmüll fällt extrem viel an. Nur in den USA ist es noch mehr.

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