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Für mehr finanzielle Sicherheit: Einen Familienhaushalt wie ein Unternehmen führen

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 23.01.2022

Finanzielle Sicherheit ist für viele Menschen ein übergeordnetes Ziel in ihrem Leben. Sie ist der Grund, weshalb Menschen für 40 Stunden in der Woche auf die Arbeit pilgern, Investitionen tätigen oder Sparpläne aufstellen. Wer mit der Familienkasse wirtschaftlich sinnvoll haushaltet, kann hier große Steine ins Rollen bringen.

DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images

Deshalb raten Experten, den Familienhaushalt wie eine kleine Firma zu verwalten. Dabei gilt es, langfristige, gemeinschaftliche Ziele zu setzen, dabei stets sämtliche Einnahmen und Ausgaben im Blick zu behalten und eine möglichst gewinnmaximierende Strategie zu fahren, was so viel bedeutet, wie jeden Monat einen möglichst hohen Betrag nach Abzug der Ausgaben von den Einnahmen übrig zu haben.

Nicht Ihr Einkommen macht Sie reich

Ein wichtiger Tipp der Experten, wie auf dem Informationsportal Arbeits-Abc festgehalten, ist eine alte Weisheit hinsichtlich finanzieller Belange: nicht Ihr Einkommen macht Sie reich, sondern das, was davon übrig bleibt. Ist am Ende des Monats das ganze Geld verprasst, spielt es keine Rolle, ob Ihr Einkommen 500, 2.000, oder 20.000 Euro beträgt. Am Ende des Tages, besser gesagt am Ende des Monats, starten Sie wieder gleich "reich" in den neuen Monat. Schaffen Sie es aber, jeden Monat einen Geldbetrag in Höhe von 100, 500 oder vielleicht auch 1.000 Euro zu sparen, summiert sich jener Geldbetrag nach und nach in die Höhe - man muss ihm nur die notwendige Zeit gewähren. Ihr Erspartes wächst Monat für Monat, und Ihre finanzielle Sicherheit ebenso.

Der Effekt des konstanten Sparens

Allerdings mahnen die Experten, dass es niemals absolute Sicherheit gibt. Ebenso liegt es auf der Hand, dass Geringverdiener weitaus weniger Geld pro Monat entbehren können als Leute mit höheren Einkommen. Bei weitem nicht jeder Haushalt kann jeden Monat 500 oder gar 1.000 Euro auf die Seite legen, das ist völlig klar. Wer aber jeden Monat 200 Euro aufs Sparbuch legt, könnte sich theoretisch nach fünf Jahren über einen Betrag von 12.000 Euro auf dem Konto freuen. Das ist, zugegeben, stark vereinfacht, aber demonstriert die Dimension, welche Macht eine kontinuierliche, konstante Sparrate über eine gewisse Zeit hinweg haben kann. So unscheinbar der Betrag auch wirken mag.

Die Abteilung Buchhaltung des Unternehmens Familie

Hierzu kann es hilfreich sein, im ersten Schritt genau jenen Geldbetrag zu identifizieren, den man monatlich auf die Seite legen kann. Dafür sollten Sie die gesamten Einnahmen und Ausgaben kennenlernen, beispielsweise durch eine gegenseitige Auflistung der beiden Posten. Das bedeutet, dass Sie alle Einnahmen, die pro Monat bei Ihnen eingehen, allen Ausgaben, die Sie tätigen, gegenüberstellen. Egal ob Miete, Handyversicherung, monatsgenaue Kfz-Versicherung, Spotify oder Lebensmittel - jeder einzelne Cent, der ausgegeben wird, sollte sich hier wiederfinden. Demnach sollten Sie erst einmal ein Bewusstsein dafür schaffen, wie viel und wofür Sie jeden Monat Geld ausgeben.

Unternehmensstrategie: Wo möchte das Unternehmen in X Jahren stehen?

Ein wesentlicher Bestandteil eines Unternehmens ist eine konkrete Zielsetzung mit einer realistischen Formulierung, wo das Unternehmen nach einer gewissen Zeit stehen möchte. Dasselbe kann auch für den Familienhaushalt angewandt werden. Wie hoch soll die Familienkasse in fünf, zehn oder 15 Jahren sein, welche Kosten soll die Familienkasse notgedrungen stets abdecken können. Wichtig ist, dass sich die Ziele nach der Gegenüberstellung von Einnahmen und Ausgaben und der ermittelten monatlichen Sparrate auch erreichen lassen.

Die Controlling-Abteilung - oder: das Haushaltsbuch

Damit das Verhältnis der Einnahmen zu den Ausgaben nicht außer Kontrolle gerät und um die Höhe der Ausgaben fortwährend zu kontrollieren, sollte der Familienhaushalt stets im Blick behalten werden. Hierfür kann sich die Führung eines Haushaltsbuches eignen. Dabei spielt es keine Rolle, ob dafür eine App, ein Buch, ein Block/Ordner oder eine Excel-Liste herhält, denn die Hauptsache ist, dass Sie damit klarkommen.

In dem Haushaltsbuch werden täglich die an dem Tag getätigten Ausgaben festgehalten. Damit soll kontrolliert werden, ob die getätigten Ausgaben auch dem tatsächlichen Budget entsprechen und ob alles nach Plan und auf das gesteckte Ziel hinausläuft.

Wie in dem eingangs errechneten Beispiel können sich, über einen längeren Zeitraum hinweg, selbst kleine Beträge zu mehreren tausend, gar zehntausenden Euro entwickeln. Deshalb kann es ratsam sein, schon früh den Familienhaushalt in Form eines Unternehmens zu führen und mit dem Sparen zu beginnen.

Philipp Beißwanger / Redaktion finanzen.net

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