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Ford streicht 5000 Stellen in Deutschland

SZ.de-Logo SZ.de vor 4 Tagen SZ.de/afp/vwu
Eine Ford-Produktionshalle in Köln: Noch ist unklar, wo die Stellen wegfallen. © dpa Eine Ford-Produktionshalle in Köln: Noch ist unklar, wo die Stellen wegfallen.

• Der US-amerikanische Autohersteller will in Deutschland 5000 Stellen kürzen.

• Betriebsbedingte Kündigungen soll es nach Angaben des Unternehmens keine geben, stattdessen soll der Jobabbau über Abfindungen und Frühverrentungen geregelt werden.

• So will Ford 500 Millionen Dollar einsparen.

Der Autohersteller Ford will mehr als 5000 Arbeitsplätze in Deutschland abbauen. Die Belegschaft sei am Freitag informiert worden, teilte eine Unternehmenssprecherin mit. Betriebsbedingte Kündigungen sollen jedoch möglichst ausgeschlossen werden.

"Für die Ford-Werke GmbH bedeutet das Strukturkosteneinsparungen von mindestens 500 Millionen Dollar und somit eine Verschlankung der gesamten Organisationsstruktur", zitiert der Kölner Stadtanzeiger aus einem Schreiben der Ford-Geschäftsleitung an die Mitarbeiter. Darin heißt es weiter: "Damit einher geht in Deutschland eine Personalreduzierung um mehr als 5000 Stellen (einschließlich Leiharbeitnehmern)."

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Der Jobabbau soll dem Autohersteller zufolge über Abfindungen und Frühverrentungen erreicht werden. Beschäftigte bis 49 Jahre sollen Abfindungen erhalten und Mitarbeiter über 50 Frühverrentungen. Ford beschäftigt in Deutschland mehr als 24 000 Menschen, davon knapp 18 000 in Köln, 6000 in Saarlouis und rund 200 in Aachen. An welchen Standorten wie viele Stellen wegfallen werden, hat das Unternehmen noch nicht bekanntgegeben.

Ziel der Stellenstreichungen sei es, in Europa schnellstmöglich wieder zu einem profitablen Geschäft zurückzukehren, erklärte die Sprecherin. Das Unternehmen hatte bereits Anfang Januar angekündigt, sein Europageschäft umzubauen und Tausende Stellen in Europa im gewerblichen und im kaufmännischen Bereich in allen Unternehmensteilen abbauen zu wollen. Zum Umbau gehört demnach auch, "weniger profitable Modellreihen" einzustellen und "Märkte mit schwächerem Potenzial" zu überprüfen. Der Marktanteil des US-Konzerns sinkt in Europa seit Jahren - von rund elf Prozent im Jahr 2006 auf 6,4 Prozent im Jahr 2018.

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