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Goldman Sachs-Ökonom: Wahlsieg der Demokraten unter Biden positiv für US-Wirtschaft

Finanzen.net-Logo Finanzen.net vor 6 Tagen

Die US-Wahlen rücken allmählich immer näher. Auch wenn der Ausgang ungewiss bleibt, deuten Umfragen darauf hin, dass Trump-Herausforderer Joe Biden im Rennen um das Amt des mächtigsten Mannes der Welt vorn liegt. Laut Experten dürfte sich ein Sieg der Demokraten letztlich positiv auf die US-Wirtschaft auswirken.

DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net DANIEL ROLAND/AFP/Getty Images

• Wende für US-Demokraten

• Biden hat laut Umfragen die Nase vorn

• Vorteile einer "blauen Welle" dürften überwiegen

Der amtierende US-Präsident, Donald Trump, gilt als sehr unternehmensfreundlicher Politiker, weshalb am Markt bereits zur Zeit der Vorwahlen in diesem Jahr spekuliert wurde, ob der Sieg eines anderen Kandidaten bei der US-Wahl im November sich womöglich nachteilig auf die US-Wirtschaft auswirken könnte. Womit wohl nur wenige an der Wall Street zu Beginn des Jahres gerechnet haben: dass es zu einer Wende für die Demokraten kommen könnte, denn inzwischen hat sich dieses Denken spürbar verändert.

Goldman Sachs-Chefökonom Jan Hatzius weist in einer Notiz auf jüngste Umfragen hin, die darauf hindeuten, dass Trumps Herausforderer Joe Biden einen deutlichen Vorsprung gegenüber dem amtierenden Präsidenten aufgebaut habe, während die Demokraten in einer starken Position seien, um den US-Senat zurückzuerobern.

Demokratische "blaue Welle"

Ein Möglicher Wahlsieg Joe Bidens und "eine demokratische 'blaue Welle', in der die Partei sowohl das Weiße Haus als auch den Kongress kontrolliert", werde laut dem Goldman Sachs-Ökonom wahrscheinlicher. Dies dürfte die US-Wirtschaft zwar unter Druck setzen - denn unter Kontrolle der Demokraten könnte es zum Beispiel zu einer Erhöhung der Unternehmenssteuern kommen -, allerdings dürften die Vorteile eines Hilfspakets gegen die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie, das voraussichtlich in Kürze bei der Amtseinführung des Präsidenten am 20. Januar eintreffen werde, überwiegen.

"Wenn alles andere gleich ist, würde eine solche blaue Welle uns wahrscheinlich dazu veranlassen, unsere Prognosen zu verbessern. Der Grund dafür ist, dass die Wahrscheinlichkeit eines fiskalischen Konjunkturpakets von mindestens 2 Billionen US-Dollar kurz nach der Amtseinführung des Präsidenten am 20. Januar stark ansteigen würde, gefolgt von längerfristigen Ausgabensteigerungen für Infrastruktur, Klima, Gesundheitsversorgung und Bildung, die sich mit den wahrscheinlich längerfristigen Steuererhöhungen für Unternehmen und Personen mit höherem Einkommen zumindest decken dürften", zitiert fortune.com den Experten.

Insgesamt positive Auswirkungen

Der Wahlsieg der Demokraten unter Joe Biden dürfte Hatzius zufolge zwar "gemischte" Auswirkungen auf die US-Aktienmärkte haben, insgesamt dürften damit aber positive Folgen, wie eine "wesentlich einfachere US-Fiskalpolitik, ein verringertes Risiko einer erneuten Handelseskalation und festere globale Wachstumsaussichten", einhergehen. Besonders zyklische Sektoren und Unternehmen, die den Großteil ihrer Steuern außerhalb der USA zahlen, dürften seiner Meinung nach von dieser Entwicklung profitieren.

Goldman Sachs mit positivem Ausblick nicht allein

Mit seiner Ansicht steht Goldman Sachs nicht alleine da. Wie CNN berichtet, habe man bei Moody's Analytics festgestellt, dass Bidens wirtschaftliche Vorhaben im Falle eines Inkrafttretens 7,4 Millionen mehr Arbeitsplätze schaffen würden als die von Trump. Die wirtschaftlichen Aussichten seien in dem Szenario am stärksten, in dem Biden und die Demokraten den Kongress übernehmen und ihre Wirtschaftsagenda vollständig angenommen werde.

"Wir sehen eine 'blaue Welle' als das wahrscheinlichste Ergebnis der Wahlen", zitiert CNN die Strategen von UBS aus einer Mitteilung an Kunden.Redaktion finanzen.net

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