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Habeck schließt höhere Spritpreise ab 1. Juni nicht aus

WELT-Logo WELT 27.05.2022
Laut Robert Habeck müsse die Erderwärmung in den nächsten höchstens zehn Jahren so weit eingebremst werden, dass es danach „überhaupt noch Handlungsoptionen“ gebe Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka © dpa/Bernd von Jutrczenka Laut Robert Habeck müsse die Erderwärmung in den nächsten höchstens zehn Jahren so weit eingebremst werden, dass es danach „überhaupt noch Handlungsoptionen“ gebe Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hat nicht ausgeschlossen, dass der Tankrabatt auch zu höheren Spritpreisen führen kann – „wenn alle am 1. Juni zur Tankstelle fahren“. Dann sei die Nachfrage noch viel größer „und das Benzin wird auf einmal ein noch kostbareres Gut und dann haben wir den Preis gesenkt, aber in Wahrheit geht er nach oben“, sagte Habeck am Freitag gegenüber RTL/ntv.

Das läge dann am Marktgeschehen und würde sich „dann auch wieder beruhigen“, sagte Habeck weiter. Ab dem 1. Juni gilt eine Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe. Damit soll Benzin laut Bundesfinanzministerium um 35,2 Cent billiger werden, Diesel um 16,7 Cent. 

Die Tankstellenbranche hat bereits vor Engpässen gewarnt. Mit der Preissenkung treffe eine hohe Nachfrage der Autofahrer auf ein verknapptes Angebot. Der Tankrabatt soll drei Monate lang bis Ende August gelten.


Video: "Bittere Wahrheit": Habeck kündigt noch höhere Energiekosten an (spot-on-News)

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Habeck: „Keine Erderwärmung ist keine Option mehr“

Im Kampf gegen den Klimawandel kann es laut Habeck nur noch um eine Begrenzung der Erderwärmung gehen. „Es wird immer eine Erderwärmung geben“, sagte er am Freitag in Berlin zum Abschluss des Treffens der Umwelt-, Energie- und Klimaschutzminister der G7-Industriestaaten. Deutschland führt derzeit den Vorsitz der Gruppe, der auch Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien angehören.

„Dass wir die Fehler der Vergangenheit reparieren, ist vielleicht noch möglich. Dass wir sie ungeschehen machen, ist unmöglich“, sagte Habeck. „Keine Erderwärmung ist keine Option mehr.“ Die einzige Frage, um die es gehe, sei, ob es durch entschiedenes politisches Handeln gelinge, innerhalb der nächsten vier, fünf, acht oder zehn Jahre die Erderwärmung so weit einzubremsen, dass es danach „überhaupt noch Handlungsoptionen“ gebe.

Nach einem Anfang April veröffentlichten Bericht des Weltklimarats lag der weltweite Ausstoß von Treibhausgasen zwischen 2010 und 2019 so hoch wie nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Zwar habe sich die Wachstumsrate verlangsamt. Aber ohne unverzügliche Verringerungen der Emissionen sei das im Pariser Klimaabkommen verankerte Ziel, die Erwärmung auf 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, nicht mehr zu schaffen.

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