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In Schweden zeigt sich, wie das Internet ohne Amazon aussehen könnte

Business Insider Deutschland-Logo Business Insider Deutschland 18.09.2018 feedback@businessinsider.com (Business Insider Deutschland)
a flag flying in front of a body of water: schweden DE shutterstock_93717142 © Provided by Business Insider Inc schweden DE shutterstock_93717142

Schweden hat keinen eigenen Zugang zu Amazon. Wer dort etwas beim US-Konzern bestellen möchte, muss das über eine andere Länder-Seite in Auftrag geben. Dadurch kommen die Schweden aber nicht in den Genuss der Prime-Dienste wie kostenfreier Versand oder Lieferung am nächsten Tag. Wie die US-Zeitung „Politico“ berichtet kommt das zwar der heimischen Wirtschaft zu Gute. Doch die Verbraucher vermissen Amazon. 

Klar: Gibt es keinen Online-Shop, der nahezu jedes Produkt anbietet, entsteht die Chance für viele kleine Unternehmen, ein Stück vom E-Commerce-Kuchen abzubekommen. Während es in anderen Ländern schon die Gewohnheit verursacht, zunächst auf Amazon nach dem Preis eines Produkts zu suchen, bieten verschiedenen Anbieter in Schweden die Produkte oder Dienstleistungen an.

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Amazon: Kein Kommentar, ob Markteintritt in Schweden geplant ist

Auch wenn Schweden mit zehn Millionen Einwohnern ein vergleichsweise kleiner Markt erscheint: Nach Angaben der Schwedischen Post hätten die Schweden 2017 fas neun Milliarden Euro im Internet ausgegeben, wie „Politico“ weiter schreibt. Das sei die höchste Summe von allen nordischen Ländern. Pro Einkaufen sollen dabei durchschnittlich mehr als 200 Euro gezahlt werden.

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Online-Zahlungen und auch die Lieferung an der Haustür  — all das übernehmen schwedische Firmen. Sollte sich Amazon entscheiden doch in den Markt einzutreten, würde wohl eine Großzahl der Anbieter verschwinden. Ein Amazon-Konzernsprecher wollte gegenüber „Politico“ keinen Kommentar abgeben, ob ein Markteintritt in absehbarer Zeit geplant ist.

„Amazon ist eine echte Bedrohung“

„Amazon ist eine echte Bedrohung, und das nicht erst seit gestern“, zitiert die Zeitung Nicklas Storåkers, Geschäftsführer von PriceRunner, einer lokalen Preisvergleichswebsite. Doch was für die Firmen eine Gefahr darstellt, wird dennoch von den Verbrauchern erwünscht. Schließlich können sie nicht auf eine Lieferung am nächsten Tag, oder gar am Tag der Bestellung zurückgreifen. 

Zudem, so „Politico“ würden sich die Konsumenten über die kleine Auswahl und die hohen Preise der Anbieter beschweren. So müssen die Schweden verschiedene Online-Shops durchforsten, um überhaupt die Produkte zu finden, die sie kaufen möchten. Amazon als zentrale Anlaufstelle würde den Verbrauchern den Shopping-Ablauf erleichtern — gleichzeitig aber die heimischen Unternehmen treffen.  

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