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Investmentlegende sieht große Überraschung auf Weltmärkte zukommen

Finanzen.net-Logo Finanzen.net 16.09.2020

Für die Aktienmärkte besteht derzeit ein beträchtliches Risiko einer Korrektur. Dieser Ansicht ist jedenfalls die Börsenlegende Byron Wien. Darüber hinaus rechnet er mit einer großen - und positiven - Überraschung für die Anleger.

Thomas Lohnes/Getty Images © Bereitgestellt von Finanzen.net Thomas Lohnes/Getty Images

• Byron Wien sieht beträchtliches Korrektur-Risiko

• Überraschung für Investoren erwartet

• Krise bietet auch Chancen

Byron Wien, der berühmte Investmentstratege von Blackstone, sieht die zunehmende Spekulation am Aktienmarkt kritisch. "Das ist wahrscheinlich nicht gesund", erklärte er in einem Interview mit "Market/NZZ". "Der Markt ist verletzlich", ergänzte er und warnte daher auch vor einem signifikanten Korrektur-Risiko.

Laut Wien würden viele Menschen die für gewöhnlich Sportwetten platzieren, in Zeiten von Corona nun auf Aktien wetten. Dies würde sich derzeit in den FAANG-Aktien wiederspiegeln. "Aber ich denke nicht, dass dies bezeichnend für die wahre Welt ist", so der Börsenexperte.

Seiner Meinung nach ist der Markt deshalb überbewertet, allerdings nicht in dem Maße wie er es zu Zeiten der Dotcom-Blase war. Zwar sei der Markt durch die Corona-Pandemie verletzlich, aber trotzdem erwarte er deshalb keinen Bärenmarkt. Denn immerhin könnten in den USA rund 40 Prozent der Beschäftigten von zuhause aus arbeiten und würden dies auch mit überraschender Effizienz tun.

Große Überraschung für Investoren

Bekannt wurde Byron Wien unter anderem dadurch, dass er jährlich zehn Überraschungen prognostiziert, von denen jedoch zugegeben viele auch nicht eintrafen. Aber dennoch finden seine Prognosen viel Beachtung unter den Marktteilnehmern.

Auf die Frage, auf welche Überraschung sich Anleger nun einstellen sollten, antwortete er: "Eine große Überraschung auf globalem Level wäre mehr Harmonie zwischen China und dem Westen. Die Anfeindungen zwischen den beiden weltgrößten Volkswirtschaften ist nicht gut für die Märkte. Gäbe es also eine gewisse Aussöhnung oder Annäherung zwischen den USA und China, die zu einer Normalisierung der Beziehungen führen würde, so würde dies von den Finanzmärkten positiv aufgenommen. Unter einer Trump-Präsidentschaft ist das unwahrscheinlich. Wahrscheinlicher, wenn auch nicht sicher, sei dies aber falls Biden Präsident wird."

In Bezug auf die Präsidentschaftswahl im November geht die Investmentlegende jedenfalls von ziemlichen Turbulenzen aus. Er glaubt, dass nach vorläufiger Auszählung der Stimmen am Wahltag Donald Trump vorne liegen wird, dass aber nach Auswertung sämtlicher Briefwahlstimmen letztlich Joe Biden das Rennen um das Weiße Haus gewinnen wird. Der Wahlausgang werde somit anfangs ziemlich verwirrend werden.

Chancen für geduldige Anleger

Doch trotz des derzeitigen verletzlichen Marktes sieht Byron Wien auch Chancen für Anleger. Denn trotz des hohen Maßes an Spekulation, insbesondere im Tech-Sektor, wäre ein guter Teil des Marktes unterbewertet. Die Sektoren Gastgewerbe und Energie etwa halte er für attraktiv, weil wir irgendwann zur Normalität zurückkehren würden. Zwar wisse er nicht wann, doch wenn es soweit sein wird, dann würden diese Aktien reagieren. Airlines, Transport und Gastgewerbe empfiehlt er deshalb geduldigen Anlegern, die ein Risiko in ihrem Portfolio tolerieren können. Redaktion finanzen.net


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